Georg Hawnsperger zu Vahenlug (1), Ritter und Hofmarschall zu Salzburg, bestätigt als Richter [des Hofgerichts] von Erzbischof Sigmund, dass Lienhart Huber, Bürger zu Mülldorf (2), vor den Räten des Erzbischofs durch seinen Fürsprecher die Ausstellung eines Gerichtsbriefes über das Urteil des vormaligen Richters Marchs Nußdorffer im Streitfall zwischen ihm und Dompropst Burkhart fordert. Auf den Einwand der dompropsteilichen Anwälte Friedrich Pranngker, Bernhart von Ror und Caspar von Stubenberg (3) hin, wonach Huber mit dem Hutlein eine Irrung wegen des halben Hofes Tal (4) hatte, der Freistift- und Urbargut des Dompropstes ist, wird der in dieser Angelegenheit vorliegende [wörtlich inserierte] Gerichtsbrief [des Hofrichters der Dompropstei] von 1455 VIII 28 [Nr. 187a] verlesen, der Hutler als rechtmäßigen Eigentümer anerkennt. Nach Rede und Widerrede fällt das Gericht das Urteil, dass Lienhard Huber mit Willen des Dompropstes zwischen jetzt und der kommenden Stiftzeit die Herrengnad auf dem Gut im Tal erlangen oder andernfalls das Gut räumen soll. Beisitzer: Meister Bernhard von Kraiburg, Kanzler, Meister Paul Meck, Offizial, Meister Hainrich von Pegnicz, Secretari zu Salzburg, Wolfhart Uberacker zu Sighartstain (5), Hanns Strasser zu Albm, Cristoff Trawner, Pfleger zu Hawnsperg (6), Ulrich Panichner, Rupprecht Panichner, Stadtrichter zu Salzburg, Wildpold Hawnsperger, Marttein Sweithart, Sigmund Kewtzl, Pfleger auf dem Wiberg (?), Sigmund Helmsawer, Richter zu St. Peter, Marttein Reutter, Pfleger zu Radegk (7), Wilhalm Lochner, Sigmundt Pelhunger (?), Cristoff Friesinger, Peter Yetzunger, Landschreiber, Paul Mülhamer, Hanns Elhnhamer, Rupprecht Kaser, beide Bürgermeister und Matheus Ligner, Bürger zu Salzburg. Siegler: S: Haunsberger, Georg, zu Vachenlug
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Georg Hawnsperger zu Vahenlug (1), Ritter und Hofmarschall zu Salzburg, bestätigt als Richter [des Hofgerichts] von Erzbischof Sigmund, dass Lienhart Huber, Bürger zu Mülldorf (2), vor den Räten des Erzbischofs durch seinen Fürsprecher die Ausstellung eines Gerichtsbriefes über das Urteil des vormaligen Richters Marchs Nußdorffer im Streitfall zwischen ihm und Dompropst Burkhart fordert. Auf den Einwand der dompropsteilichen Anwälte Friedrich Pranngker, Bernhart von Ror und Caspar von Stubenberg (3) hin, wonach Huber mit dem Hutlein eine Irrung wegen des halben Hofes Tal (4) hatte, der Freistift- und Urbargut des Dompropstes ist, wird der in dieser Angelegenheit vorliegende [wörtlich inserierte] Gerichtsbrief [des Hofrichters der Dompropstei] von 1455 VIII 28 [Nr. 187a] verlesen, der Hutler als rechtmäßigen Eigentümer anerkennt. Nach Rede und Widerrede fällt das Gericht das Urteil, dass Lienhard Huber mit Willen des Dompropstes zwischen jetzt und der kommenden Stiftzeit die Herrengnad auf dem Gut im Tal erlangen oder andernfalls das Gut räumen soll. Beisitzer: Meister Bernhard von Kraiburg, Kanzler, Meister Paul Meck, Offizial, Meister Hainrich von Pegnicz, Secretari zu Salzburg, Wolfhart Uberacker zu Sighartstain (5), Hanns Strasser zu Albm, Cristoff Trawner, Pfleger zu Hawnsperg (6), Ulrich Panichner, Rupprecht Panichner, Stadtrichter zu Salzburg, Wildpold Hawnsperger, Marttein Sweithart, Sigmund Kewtzl, Pfleger auf dem Wiberg (?), Sigmund Helmsawer, Richter zu St. Peter, Marttein Reutter, Pfleger zu Radegk (7), Wilhalm Lochner, Sigmundt Pelhunger (?), Cristoff Friesinger, Peter Yetzunger, Landschreiber, Paul Mülhamer, Hanns Elhnhamer, Rupprecht Kaser, beide Bürgermeister und Matheus Ligner, Bürger zu Salzburg. Siegler: S: Haunsberger, Georg, zu Vachenlug
Domkapitel Salzburg Urkunden, BayHStA, Domkapitel Salzburg Urkunden 195
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1460 Juni 9
Fußnoten:
1) Vachenlug (Gde. Surberg, Lkr. Traunstein)
2) Mühldorf (Lkr. Mühldorf a. Inn)
3) Stubenberg (PB Hartberg, Steiermark, A)
4) Thal (Gde. Anger, Lkr. Berchtesgadener Land)
5) Sighartstein (Gde. Neumarkt a. Wallersee, PB Salzburg-Umgebung, Salzburg, A
6) Haunsberg (Burg bei Nußdorf a. Haunsberg, PB Salzburg-Umgebung, Salzburg, A)
7) Radeck (Gde. Plain, PB Salzburg-Umgebung, Salzburg, A)
1) Vachenlug (Gde. Surberg, Lkr. Traunstein)
2) Mühldorf (Lkr. Mühldorf a. Inn)
3) Stubenberg (PB Hartberg, Steiermark, A)
4) Thal (Gde. Anger, Lkr. Berchtesgadener Land)
5) Sighartstein (Gde. Neumarkt a. Wallersee, PB Salzburg-Umgebung, Salzburg, A
6) Haunsberg (Burg bei Nußdorf a. Haunsberg, PB Salzburg-Umgebung, Salzburg, A)
7) Radeck (Gde. Plain, PB Salzburg-Umgebung, Salzburg, A)
Domkapitel Salzburg Urkunden
Perg., 6 Bl.
Urkunden
ger
Besiegelung/Beglaubigung: Sg. fehlt
Überlieferung: Or.
Sprache: dt.
Ausstellungsort: Salzburg
Vermerke: RV: Ain gerichts brieff unnd ander chuntschaft umb den hoff zu Tal V: 28: 66 No. 3
Originaldatierung: Montag vor gotsleichnams tag 1460
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1460
Monat: 6
Tag: 9
Äußere Beschreibung: Libell
Überlieferung: Or.
Sprache: dt.
Ausstellungsort: Salzburg
Vermerke: RV: Ain gerichts brieff unnd ander chuntschaft umb den hoff zu Tal V: 28: 66 No. 3
Originaldatierung: Montag vor gotsleichnams tag 1460
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1460
Monat: 6
Tag: 9
Äußere Beschreibung: Libell
Haunsberg: Georg von, zu Vachenlug\ Ritter
Haunsberg: Georg von, zu Vachenlug\Hofmarschall, Salzburg
Huber: Lienhard, Bürger, Mühldorf
Nußdorfer: Marx
Prancker: Friedrich
Rohr: Bernhard von
Stubenberg: Kaspar von
Kraiburg: Bernhard von, Magister
Meck: Paul, Offizial, Salzburg
Pegnitz: Heinrich von, Magister, Secretari, Salzburg
Überacker: Wolfhart, zum Sighartstein
Strasser: Hans, zu Alben
Trauner: Christoph, Pfleger, Haunsberg
Panichner: Ulrich
Panichner: Ruprecht, Stadtrichter, Salzburg
Haunsberg: Willibald von
Sweithart: Martin
Keutzl: Sigmund, Pfleger, Wiberg ?
Helmsauer: Sigmund, Richter, St. Peter Salzburg
Reuter: Martin\ Pfleger, Radeck
Lochner: Wilhelm
Pelchinger: Sigmund
Friesinger: Christoph
Jetzinger: Peter, Landschreiber, Salzburg
Mühlhamer: Paul
Ellhamer: Hans, Bürgermeister, Salzburg
Kaser: Ruprecht, Bürgermeister, Salzburg
Ligner: Mathias, Bürger, Salzburg
Salzburg (krfr.St., Salzburg, A), Erzstift: Hofmarschälle\ Georg Haunsberger
Vachenlug (Gde. Surberg, Lkr. Traunstein)
Mühldorf (Lkr. Mühldorf a. Inn)
Stubenberg (PB Hartberg, Steiermark, A)
Thal (Gde. Anger, Lkr. Berchtesgadener Land)
Salzburg (krfr.St., Salzburg, A), Erzstift: Erzbischöfe\ Sigismund
Salzburg (krfr.St., Salzburg, A), Domkapitel: Pröpste\ Burkhard
Haunsberg (Burg bei Nußdorf a. Haunsberg, PB Salzburg-Umgebung, Salzburg, A), Gericht: Pflege
Radeck (Gde. Plain, PB Salzburg-Umgebung, Salzburg, A), Gericht: Pflege
Sighartstein (Gde. Neumarkt a. Wallersee, PB Salzburg-Umgebung, Salzburg, A)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 13:38 MESZ
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