9. SS-Panzer-Division "Hohenstaufen" (Bestand)
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BArch RS 3-9
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Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) >> Militär >> Waffen-SS 1939 bis 1945 >> Kommandobehörden, Verbände und Einheiten >> Divisionen
1942-1944
Geschichte des Bestandsbildners: Die organisationsgeschichtlichen Angaben und Unterstellungsübersichten sind aus dem Werk von Georg Tessin, "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939 - 1945", Bd. III, S. 156-157, Frankfurt/Main und Osnabrück, 1966 ff. übernommen.
9. SS-Panzer-Division „Hohenstaufen"
(E 9, Stralsund)
* 1. 2.1943 in Berlin-Lichterfelde als SS-Panzergrenadier-Div. 9, Aufstellung im Westen zuerst Mailly le Camp bei Reims, seit März im Raum Ypern. Die Division erhielt am 1. 3.1943 den Namen „Hohenstaufen". Am 3.10.1943 umbenannt in SS-Panzer-Division „Hohenstaufen" und für das IV. SS-Pz.Korps bestimmt. Das in Aufstellung befindliche Kradschützen-Rgt. (Schnelles Rgt.) wurde in SS-Pz.Aufkl.Abt. 9 umgebildet. Am 22.10.1943 erhielt bei der Durchnummerierung der Waffen-SS die Division die Bezeichnung 9. SS-Panzer-Division „Hohenstaufen", die bei der bisher als Pz.Gren.Rgt. 1 und 2 (Hohenstaufen) bezeichneten Rgt. die Namen
SS-Panz.Gren.Rgt. 19 I.-III.
SS-Panz.Gren.Rgt. 20 I.-III. die übrigen Einheiten die Nr. 9.
Die Aufstellung war erst im Januar 1944 voll durchgeführt. Die Division wurde in der Schlacht in der Normandie im September bis auf eine im Oktober bei Arnheim eingesetzte Kampfgruppe völlig zerschlagen und für die Ardennenoffensive im Raum Soest-Paderborn mit den gleichen Fp.Nummern neu aufgestellt. Das im Sommer an die 10. Pz. Div. Frundsberg als IV./21 abgegebene II./19 dabei neu gebildet. Die Division kam bei Steyer in amerikanische Gefangenschaft.
Unterstellung:
1943
Jan./Apr.: in Aufst.; b. Hgr. „D"; Westen; Reims, Ypern
Mai/Aug.: in Aufst.; 15. Armee; „D"; Westen, Ypern
Sept./Dez.: in Aufst.; - „D"; Westen, Ypern
1944
Jan./Febr.: z. Vfg.; - „D"; Westen, Ypern
März: z. Vfg.; 19. Armee; „D"; Westen , Südfrankreich
April: XXXXVIII; 4. Pz.Armee; Nordukr.; Osten; Tarnopol
Mai/Juni: z. Vfg.; 4. Pz.Armee; Nordukr. ; Osten; Tarnopol
Juli: 11. SS; Pz.Gr. West; „B"; Westen; Normandie
Aug.: II. SS; 5. Pz.Armee; „B"; Westen; Normandie
Sept.: in Aufst.; „B"; Westen; Arnheim
Okt.: (Kgr.); II. SS; 1. Fs.Armee; „B"; Westen; Arnheim
Nov.: in Aufst.; BdE (in Westfalen) -
Dez.: z. Vfg.; 6. Pz.Armee; OB West; Westen; Ardennen
Jan.: II. SS; 6. Pz.Armee; „B"; Westen; Eifel
Febr./März: nicht genannt; Verlegung n. Ungarn
April: XXII; 2. Pz.Armee; Süd; Osten; Ungarn
Bestandsbeschreibung: Die überlieferten Schriftgutsplitter stammen aus Rückführungen aus den USA. August 2017 wurden weitere Unterlagen der Division und der unterstellten SS-Panzergrenadier-Regimenter 19 und 20 (RS 24/88-94) erworben und in den Bestand eingearbeitet (Nr. 30-52). Die Kriegstagebücher der Regimenter wurden in den Bestand RS 24 übernommen (Nr. 88-94).
Inhaltliche Charakterisierung: Der Bestand umfasst im Wesentlichen Befehle, Meldungen und Berichte, die vorrwiegend aus dem Jahr1944 stammen und eindrücklich den Einsatz der Division (Ausbruch aus dem Kessel von Falaise bis zur Ardennen-Offensive) dokumentieren. Hervorzuheben sind insbesondere die erst 2017 in das Bundesarchiv gelangten Kriegstagebücher der SS-Panzergrenadier-Regimenter 19 und 20 und der Kriegstagebuch-Entwurf der Division.
Erschließungszustand: Vollständig erschlossen
Zitierweise: BArch RS 3-9/...
9. SS-Panzer-Division „Hohenstaufen"
(E 9, Stralsund)
* 1. 2.1943 in Berlin-Lichterfelde als SS-Panzergrenadier-Div. 9, Aufstellung im Westen zuerst Mailly le Camp bei Reims, seit März im Raum Ypern. Die Division erhielt am 1. 3.1943 den Namen „Hohenstaufen". Am 3.10.1943 umbenannt in SS-Panzer-Division „Hohenstaufen" und für das IV. SS-Pz.Korps bestimmt. Das in Aufstellung befindliche Kradschützen-Rgt. (Schnelles Rgt.) wurde in SS-Pz.Aufkl.Abt. 9 umgebildet. Am 22.10.1943 erhielt bei der Durchnummerierung der Waffen-SS die Division die Bezeichnung 9. SS-Panzer-Division „Hohenstaufen", die bei der bisher als Pz.Gren.Rgt. 1 und 2 (Hohenstaufen) bezeichneten Rgt. die Namen
SS-Panz.Gren.Rgt. 19 I.-III.
SS-Panz.Gren.Rgt. 20 I.-III. die übrigen Einheiten die Nr. 9.
Die Aufstellung war erst im Januar 1944 voll durchgeführt. Die Division wurde in der Schlacht in der Normandie im September bis auf eine im Oktober bei Arnheim eingesetzte Kampfgruppe völlig zerschlagen und für die Ardennenoffensive im Raum Soest-Paderborn mit den gleichen Fp.Nummern neu aufgestellt. Das im Sommer an die 10. Pz. Div. Frundsberg als IV./21 abgegebene II./19 dabei neu gebildet. Die Division kam bei Steyer in amerikanische Gefangenschaft.
Unterstellung:
1943
Jan./Apr.: in Aufst.; b. Hgr. „D"; Westen; Reims, Ypern
Mai/Aug.: in Aufst.; 15. Armee; „D"; Westen, Ypern
Sept./Dez.: in Aufst.; - „D"; Westen, Ypern
1944
Jan./Febr.: z. Vfg.; - „D"; Westen, Ypern
März: z. Vfg.; 19. Armee; „D"; Westen , Südfrankreich
April: XXXXVIII; 4. Pz.Armee; Nordukr.; Osten; Tarnopol
Mai/Juni: z. Vfg.; 4. Pz.Armee; Nordukr. ; Osten; Tarnopol
Juli: 11. SS; Pz.Gr. West; „B"; Westen; Normandie
Aug.: II. SS; 5. Pz.Armee; „B"; Westen; Normandie
Sept.: in Aufst.; „B"; Westen; Arnheim
Okt.: (Kgr.); II. SS; 1. Fs.Armee; „B"; Westen; Arnheim
Nov.: in Aufst.; BdE (in Westfalen) -
Dez.: z. Vfg.; 6. Pz.Armee; OB West; Westen; Ardennen
Jan.: II. SS; 6. Pz.Armee; „B"; Westen; Eifel
Febr./März: nicht genannt; Verlegung n. Ungarn
April: XXII; 2. Pz.Armee; Süd; Osten; Ungarn
Bestandsbeschreibung: Die überlieferten Schriftgutsplitter stammen aus Rückführungen aus den USA. August 2017 wurden weitere Unterlagen der Division und der unterstellten SS-Panzergrenadier-Regimenter 19 und 20 (RS 24/88-94) erworben und in den Bestand eingearbeitet (Nr. 30-52). Die Kriegstagebücher der Regimenter wurden in den Bestand RS 24 übernommen (Nr. 88-94).
Inhaltliche Charakterisierung: Der Bestand umfasst im Wesentlichen Befehle, Meldungen und Berichte, die vorrwiegend aus dem Jahr1944 stammen und eindrücklich den Einsatz der Division (Ausbruch aus dem Kessel von Falaise bis zur Ardennen-Offensive) dokumentieren. Hervorzuheben sind insbesondere die erst 2017 in das Bundesarchiv gelangten Kriegstagebücher der SS-Panzergrenadier-Regimenter 19 und 20 und der Kriegstagebuch-Entwurf der Division.
Erschließungszustand: Vollständig erschlossen
Zitierweise: BArch RS 3-9/...
9. SS-Panzer-Division "Hohenstaufen" (9. SS-PD "Hohenstaufen"), 1943-1945
42 Aufbewahrungseinheiten; 0,9 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Fremde Archive: Deutsche Dienststelle (WASt) Berlin: Erkennungsmarken-Verzeichnisse und namentliche Verlustmeldungen
Militärarchiv Prag (Kriegsarchiv der Waffen-SS)
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: Kommandoamt der Waffen-SS und weitere SS-Ämter s. Abteilung R
Bestände:
ZA 1 (Operational History (German) Section der Historical Division der US-Army / Studiengruppe Wehrmachtführung und Heer)
N 756 (Nachlass Vopersal, Wolfgang)
MSG 2 (Militärgeschichtliche Sammlung) (Unterlagen zur Geschichte der Division)
MSG 3 (Sammlung von Verbandsdruckgut)
MSG 213 (Verbandsschriftgut des Bundesverbandes der Soldaten der ehemaligen Waffen-SS (HIAG))
MFB Mikrofilme zum Bestand des Militärarchivs Prag
NS 33 SS-Führungshauptamt (Bundesarchiv, Abteilung R)
Akten:
ZA1/ 821: Stadler, Sylvester: 9. SS-Panzer-Div., 20.6. - 24.7.1944
ZA1/ 1249: Krämer, Fritz: Das I. SS-Panzerkorps im Westen, Juni - Sept. 1944
N 756/157-158
Literatur: Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Va. Washington 1958 ff., Bde. 27, 75 und 95
Bayer, Hanns: Kavallerie der Waffen-SS. Heidelberg 1980
Ders.: Kavallerie-Divisionen der Waffen-SS im Bild. Osnabrück 1982
Held, Walter:Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg. Eine Bibliografie der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur, 5 Bde. Osnabrück 1978 ff.
Klietmann, Kurt-Gerhard: Die Waffen-SS. Eine Dokumentation. Osnabrück 1965
Mehner, Kurt (Hrsg.): Die Waffen-SS und Polizei 1939-1945. Norderstedt 1995
Michaelis, Rolf: Die Kavallerie-Divisionen der Waffen-SS. Erlangen 1993
Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945. 20 Bde. Osnabrück 1967 ff.
Unsere Ehre heißt Treue. Kriegstagebuch des Kommandostabes Reichsführer SS. Tätigkeitsberichte der 1. und 2. SS-Infanterie-Brigade, der 1. SS-Kavallerie-Brigade und von Sonderkommandos der SS. Wien, Frankfurt 1965
Wachter, Hans Otto und Ulrich Bödecker: Wir funkten. Geschichte der Funkkompanie. Nachrichtenabteilung 8 "Florian Geyer". Kassel, Andernach 1981
Walther, Herbert: Divisionen der Waffen-SS im Einsatz 1940-1945. Leibstandarte - Das Reich - Totenkopf - Wiking - Kavallerie-Division - HJ-Division. Die Europäischen Freiwilligen. Eine Bilddokumentation mit Fotos der Kriegsberichter. Friedberg 1985
Militärarchiv Prag (Kriegsarchiv der Waffen-SS)
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: Kommandoamt der Waffen-SS und weitere SS-Ämter s. Abteilung R
Bestände:
ZA 1 (Operational History (German) Section der Historical Division der US-Army / Studiengruppe Wehrmachtführung und Heer)
N 756 (Nachlass Vopersal, Wolfgang)
MSG 2 (Militärgeschichtliche Sammlung) (Unterlagen zur Geschichte der Division)
MSG 3 (Sammlung von Verbandsdruckgut)
MSG 213 (Verbandsschriftgut des Bundesverbandes der Soldaten der ehemaligen Waffen-SS (HIAG))
MFB Mikrofilme zum Bestand des Militärarchivs Prag
NS 33 SS-Führungshauptamt (Bundesarchiv, Abteilung R)
Akten:
ZA1/ 821: Stadler, Sylvester: 9. SS-Panzer-Div., 20.6. - 24.7.1944
ZA1/ 1249: Krämer, Fritz: Das I. SS-Panzerkorps im Westen, Juni - Sept. 1944
N 756/157-158
Literatur: Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Va. Washington 1958 ff., Bde. 27, 75 und 95
Bayer, Hanns: Kavallerie der Waffen-SS. Heidelberg 1980
Ders.: Kavallerie-Divisionen der Waffen-SS im Bild. Osnabrück 1982
Held, Walter:Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg. Eine Bibliografie der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur, 5 Bde. Osnabrück 1978 ff.
Klietmann, Kurt-Gerhard: Die Waffen-SS. Eine Dokumentation. Osnabrück 1965
Mehner, Kurt (Hrsg.): Die Waffen-SS und Polizei 1939-1945. Norderstedt 1995
Michaelis, Rolf: Die Kavallerie-Divisionen der Waffen-SS. Erlangen 1993
Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945. 20 Bde. Osnabrück 1967 ff.
Unsere Ehre heißt Treue. Kriegstagebuch des Kommandostabes Reichsführer SS. Tätigkeitsberichte der 1. und 2. SS-Infanterie-Brigade, der 1. SS-Kavallerie-Brigade und von Sonderkommandos der SS. Wien, Frankfurt 1965
Wachter, Hans Otto und Ulrich Bödecker: Wir funkten. Geschichte der Funkkompanie. Nachrichtenabteilung 8 "Florian Geyer". Kassel, Andernach 1981
Walther, Herbert: Divisionen der Waffen-SS im Einsatz 1940-1945. Leibstandarte - Das Reich - Totenkopf - Wiking - Kavallerie-Division - HJ-Division. Die Europäischen Freiwilligen. Eine Bilddokumentation mit Fotos der Kriegsberichter. Friedberg 1985
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ