Einigung zwischen Cappel und den Edlen von Uttershausen über die Vogtei des Stifts
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Urk. 18, 5
Urk. 18, Urk. A II Kl. Cappel 1221 März 2
Urk. 18 Kloster Spieskappel - [ehemals: A II]
Kloster Spieskappel - [ehemals: A II] >> 1200-1239
Fritzlar, 1221 März 2
Ausf. Perg. - Spitzov.Sg. Propst Gumperts von Fritzlar anh.; U.: GVMPTVS DEI GRATIA [...]RIENSIS PPOSITVS, Abb. Küch, Friedrich: Siegelzeichnungen Hess. Staatsarch. Marburg S.279,1
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Actum publice Frideslarie anno dominice incarnationis 1221, 6. Nonas Martii
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Der Streit zwischen Abt Dietrich (Theodericus) und dem Konvent von Cappel einerseits und den Rittern und Brüdern Heinrich und Eberhard von Uttershausen (Hoithershusen) andererseits über die Vogtei des Stifts wird wie folgt entschieden: Zunächst empfängt Eberhard von seinem Bruder Heinrich die Zehnten in Bergheim (Bercheim) und Freudenthal (Urowethendal) als Entschädigung (nomine restauri) für sein ihm zustehendes Recht an der Vogtei (pro iure si quod ei competebat uel in posterum competere posset in aduocatia eadem), woraufhin er sein gesamtes Vogteirecht seinem Bruder Heinrich überträgt (transtulit). Folgerichtig verzichtet Heinrich vollständig auf die besagte Vogtei (predicte aduocatie in Capella in totum renuntians) und überläßt sie dem Stift (liberam eam ipsi monasterio dimisit). Damit kein Zweifel hinsichtlich der befreiten Vogtei zurückbleibe, taten dies auch seine Brüder, nämlich Meinrich, Kanoniker zu Fritzlar (canonicus Frideslariensis), sowie Eberhard und dessen Kinder. Im Gegenzug treten Abt Dietrich und der Konvent dem Heinrich von Uttershausen (Othershusen) ihre Güter, die sie in Lendorf (Lintorp) besitzen, mit allem Nutzen und Recht zu Eigentum (in proprietatem) ab. Damit künftig niemand gegen diesen Vergleich verstoße, wird eine Buße von 200 mr. festgesetzt.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (13.Jh.) Litigium de aduocatia
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Adelold (Aloldus) Dekan, Heinrich Kantor, Dietrich von Apolda (Thidericus de Appolt), Konrad von Rusteberg, Emehard, Adelhelm (Alhelm), Friedrich, Heinrich von Rengshausen (Reingozeshusen), Albert, Konrad Kustos
Vermerke (Urkunde): Zeugen: die Fritzlarer Kanoniker Volpert, Meinrich, Heinrich, Rorich
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Benedikt Priester von Ziegenhain (sacerdos de Cygenhagen)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: die Ritter Werner von Uttershausen, Werner von Bischofshausen (Biscopeshusen), Heinrich von Urff (Orpha), Siegfried gen. Rust
Vermerke (Urkunde): Siegler: der anwesende Fritzlarer Propst Gumpert
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Abschrift Kopiar K 270, 99r-v
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: ---
Vermerke (Urkunde): Literatur: List: Stift Spieskappel (wie Nr.1) S.207
Vermerke (Urkunde): Literatur: Küther: OL Fritzlar-Homberg (wie Nr.3) S.85, 185
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Der Streit zwischen Abt Dietrich (Theodericus) und dem Konvent von Cappel einerseits und den Rittern und Brüdern Heinrich und Eberhard von Uttershausen (Hoithershusen) andererseits über die Vogtei des Stifts wird wie folgt entschieden: Zunächst empfängt Eberhard von seinem Bruder Heinrich die Zehnten in Bergheim (Bercheim) und Freudenthal (Urowethendal) als Entschädigung (nomine restauri) für sein ihm zustehendes Recht an der Vogtei (pro iure si quod ei competebat uel in posterum competere posset in aduocatia eadem), woraufhin er sein gesamtes Vogteirecht seinem Bruder Heinrich überträgt (transtulit). Folgerichtig verzichtet Heinrich vollständig auf die besagte Vogtei (predicte aduocatie in Capella in totum renuntians) und überläßt sie dem Stift (liberam eam ipsi monasterio dimisit). Damit kein Zweifel hinsichtlich der befreiten Vogtei zurückbleibe, taten dies auch seine Brüder, nämlich Meinrich, Kanoniker zu Fritzlar (canonicus Frideslariensis), sowie Eberhard und dessen Kinder. Im Gegenzug treten Abt Dietrich und der Konvent dem Heinrich von Uttershausen (Othershusen) ihre Güter, die sie in Lendorf (Lintorp) besitzen, mit allem Nutzen und Recht zu Eigentum (in proprietatem) ab. Damit künftig niemand gegen diesen Vergleich verstoße, wird eine Buße von 200 mr. festgesetzt.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (13.Jh.) Litigium de aduocatia
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Adelold (Aloldus) Dekan, Heinrich Kantor, Dietrich von Apolda (Thidericus de Appolt), Konrad von Rusteberg, Emehard, Adelhelm (Alhelm), Friedrich, Heinrich von Rengshausen (Reingozeshusen), Albert, Konrad Kustos
Vermerke (Urkunde): Zeugen: die Fritzlarer Kanoniker Volpert, Meinrich, Heinrich, Rorich
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Benedikt Priester von Ziegenhain (sacerdos de Cygenhagen)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: die Ritter Werner von Uttershausen, Werner von Bischofshausen (Biscopeshusen), Heinrich von Urff (Orpha), Siegfried gen. Rust
Vermerke (Urkunde): Siegler: der anwesende Fritzlarer Propst Gumpert
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Abschrift Kopiar K 270, 99r-v
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: ---
Vermerke (Urkunde): Literatur: List: Stift Spieskappel (wie Nr.1) S.207
Vermerke (Urkunde): Literatur: Küther: OL Fritzlar-Homberg (wie Nr.3) S.85, 185
Reimer, Regesten Cappel:
1221 März 2.
In der Streitigkeit zwischen Abt Dietrich und dem Konvent zu Kappel und den Brüdern Heinr. und Eberh. v. Uttershausen (Hoithersh.) über die Vogtei des Klosters kam es zu einem Vergleich. Eberhard verzichtete auf sein Recht zu Gunsten Heinrichs, der ihm die Zehnten in Bergheim und Freudenthal (Vrowechendal) abgetreten hatte. Darauf trat Heinrich dem Kloster seine Rechte auf die Vogtei ab und seinen Verzicht bestätigten seine Brüder Meinrich Stiftsherr zu Fritzlar und der gen. Ritter Eberhard mit seinen Kindern. Darauf traten Abt Dietrich und sein Konvent ihm ihre Güter zu Lendorf (Lintorp) ab.
Zeugen: Gumpert Propst von Fritzlar, Alold Dekan, Heinrich Cantor, Dietr. v. Appolda (Appolt), Konr. v. Rusteberg, Emehard, Alhelm, Friedrich, Heinrich v. Rengershausen (Reingozesh.), Albert, Konrad Custos, Volpert, Meinrich [v. Uttershausen], Heinrich, Rorich Stiftsherren von Fritzlar, Benedikt Priester von Ziegenhain (Cygenhagen), Ritter: Werner v. Uttershausen (Othersh.), Werner v. Bischofshausen (Biscopesh.), Heinr. v. Urf (Orpha), Siegfr. gen. Rust.
Actum publice Frideslarie a. dom. inc. 1221, 6. non. Marcii.
Siegler: Propst Gumpert von Fritzlar.
Ausf. Perg. Siegel.
Kopialb. f.99.
1221 März 2.
In der Streitigkeit zwischen Abt Dietrich und dem Konvent zu Kappel und den Brüdern Heinr. und Eberh. v. Uttershausen (Hoithersh.) über die Vogtei des Klosters kam es zu einem Vergleich. Eberhard verzichtete auf sein Recht zu Gunsten Heinrichs, der ihm die Zehnten in Bergheim und Freudenthal (Vrowechendal) abgetreten hatte. Darauf trat Heinrich dem Kloster seine Rechte auf die Vogtei ab und seinen Verzicht bestätigten seine Brüder Meinrich Stiftsherr zu Fritzlar und der gen. Ritter Eberhard mit seinen Kindern. Darauf traten Abt Dietrich und sein Konvent ihm ihre Güter zu Lendorf (Lintorp) ab.
Zeugen: Gumpert Propst von Fritzlar, Alold Dekan, Heinrich Cantor, Dietr. v. Appolda (Appolt), Konr. v. Rusteberg, Emehard, Alhelm, Friedrich, Heinrich v. Rengershausen (Reingozesh.), Albert, Konrad Custos, Volpert, Meinrich [v. Uttershausen], Heinrich, Rorich Stiftsherren von Fritzlar, Benedikt Priester von Ziegenhain (Cygenhagen), Ritter: Werner v. Uttershausen (Othersh.), Werner v. Bischofshausen (Biscopesh.), Heinr. v. Urf (Orpha), Siegfr. gen. Rust.
Actum publice Frideslarie a. dom. inc. 1221, 6. non. Marcii.
Siegler: Propst Gumpert von Fritzlar.
Ausf. Perg. Siegel.
Kopialb. f.99.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 09:13 MESZ