Urkunde betreffend Abfindung von Gläubigern des Albert Listig(en)
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FA-Reg, 772
FA-Reg Firmenarchiv Regensberg-Verlag
Firmenarchiv Regensberg-Verlag >> 1. Privatsachen >> 1.1. Raesfeld (1589-1735)
23. Februar 1622
Enthält: Bürgermeister und Rat der Stadt Münster bezeugen, dass im Februar und April 1619 im Namen der Exekutoren des Testaments des verstorbenen Albert Listig(en) durch öffentlich angeschlagene "Edictalladungen" alle Gläubiger, die Forderungen bzgl. der drei von Listig(en) nachgelassenen Häuser (eins auf der Hörsterstraße zwischen der Witwe Schulte und Johan Handrups Haus, das zweite auf der Hörsterstraße zwischen den Häusern des Kämmerers Meier und des Henrich Altendorff, das dritte am Graben zwischen der Hörster- und St. Mauritz- Pforte und den Häusern des S. Berndt Lengerken und des Henrich Bosendorff) zu haben meinen, aufgerufen wurden, diese selbst oder durch Anwälte und mit Beweisen an drei bestimmten Terminen vor dem Rat darzulegen. Am 24. Mai 1620 wurde in Gegenwart der Gläubiger bzw. ihrer Anwälte der Bescheid in dieser Äußerungssache publiziert. Folgende Gläubiger werden aufgezählt: die Provisoren zu Kinderhaus; Henrich von Greven; die Erben des Jobst Bömekens; Gerhard Beerning; Berndt Beerhorst; die Vormünder der Kinder des Gerhardt Beerning aus erster Ehe; die Exekutoren des Testaments der S. Witwe Kohaus, in Bezug auf welches folgende Personen genannt werden: Henrich Huge (bzgl. Macharius Schencking), "werckmeister im thumb" Diederich Morrien, Johan Heßelman für Anna Uhlenbrock, Koch (?) Heßelman, Johan Loges, Peter Hürpoel. Weiterhin werden der "thumbursener", der Pastor zu Emsdetten und Havixbeck sowie der Prokurator Heerden (oder: Prokurator des Herrn Heerde?) erwähnt.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:59 MEZ