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Sachen L - M
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Enthält: Lacher & Bittel, Konservenfabrik;
Landgemeindeordnung von 1874;
Landratsamt;
Landtagsabgeordnete (Hinweise auf Cornelius Josef Valckenberg, Johann Albert
Möllinger, Ernst Christian Finger, Philipp Wilhelm Jung, Karl Noll II);
Leiselheim (Geschichte); siehe auch Bodennutzung, Kataster
Liebenau, Kloster,
Liebenauer Feld;
Liebfrauenberg (Gaststätte);
Lithographen;
Lincoln (Brauerei/Gaststätte);
Ludwigsplatz/Ludwigsdenkmal;
Luftangriffe;
Lutherbaum;
Lutherkirche
Lutherrose;
Luthersäulen;
Machsor;
Männergesangvereine;
Majorshof;
Malteser-Hilfsdienst;
Marienmünster (Maria Münster, Nonnenmünster, Zisterzienserinnen-Kloster);
Maße (Malter, Fuder, Ohm, Viertel, Viernsel, Vierling, Simmer, Kumpf, Gescheid,
Mäßchen, Halbviertel, Normalmaß, Eichviertel, Altmaß, Spitzmaß, Spitzschoppen, Schoppen);
Mathildenheim (Wöchnerinnenheim der Cornelius Heyl AG);
Mayfels siehe Stadtmauer
Memorbuch der jüdischen Gemeinde;
Mennoniten (u.a. Verz. der Anzahl der Mennoniten und Juden in den rheinhessischen
Gemeinden, 1830/1900; "Mennonitische Agrarreformer in Rheinhessen" von Hildegard
Friess-Reimann, u.a. betr. David Möllinger und Christian Dettweiler); siehe auch
Mückenhäuser Hof
Mersch (Flurname);
Messen und Märkte;
Meyer & Keller (Bäckerei- und Konditoreibedarfsartikel, Kunsthonig-Fabrik);
Michelstadt, städt. Kurhaus;
Militär (Infanterieregiment 117/Leibregiment, Infanterieregiment 118, Bau-Pionierbataillon
12);
Militärlazarett siehe Kasernen
Missionsfrauenverein;
Möbelfabrikanten Mittel- und Westdeutschlands, Verband der;
Möbelfabrik Pfannbecker, Kahn & Cie.;
Morieux (mechanisches Theater);
Mückenhäuser Hof (Rheindürkheim; Mennoniten);
Mühlen; siehe auch Denzenmühle
Müller-Akademie;
Münze (Gebäude);
Mundartdichter (Rudolf Heilgers, Jean Völker-Kabausche)
Darin: Brauerei / Gaststätte Lincoln, Obermarkt 10
Seit den 1860er Jahren bestand eine Brauerei von Georg Phil. Bertrand, wurde zum Obermarkt verlegt vom Haus neben dem Pfalzgrafenhof (Brauerei des Vaters Heinrich Ph. Bertrand 1808-1887), das Stammhaus blieb in der Friedrichstraße
Die Brauerei blieb bis in die 1890er Jahre in Betrieb, 1895 erfolgte ihre Verlegung ins Liebenauerfeld, am Obermarkt verblieb nur noch eine Gaststätte (1901: Besitzer Georg Bertrand); bis 1900 ist in den oberen Räumen zudem ein Café betrieben worden; die Konzessionsakten der Zeit vor 1914 berichten vom guten Erfolg der betriebenen Schankwirtschaft
ab ca. 1900 war hier der Sitz der 1881 gegründeten, noch immer bestehenden Loge ‚Schlaraffia Wormatia' (und blieb in dieser Funktion bis vor 1922), um 1910 vermerken die Konzessionsakten die Vermietung von zwei Räumen an die Schlaraffia und den geselligen Verein ‚Erholung' ("der Mietzins wird an die Brauerei Werger bezahlt").
mehrere Fotos der Logenräume von 1918 haben sich in der Fotoabteilung erhalten, ein großzügiger und völliger Umbau des Hauses erfolgte vor 1914
Die Dalberg-Loge (gegr. 1902), Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens der Wormser Juden v.a. bürgerlicher Prägung, hatte ihren Sitz bis mindestens 1925 noch im Café Gregori in der KW, aber seit Anfang der 20er Jahre sind bereits Abwanderungswünsche in den im Staatsarchiv Darmstadt erhaltenen Protokollen fassbar
ab spätestens 1927 befand sich der Sitz der Dalberg-Loge dann am Obermarkt 10 (die ‚Schlaraffia' hatte laut Angaben der Adressbücher ab 1922 unterschiedliche Standorte und residierte bis 1945 vor allem im ‚Elefanten')
(noch unklar: weitere Entwicklung nach 1945 ? Unterlagen in Abt. 204 !)
Der Wechsel der Dalberg-Loge in das ‚Lincoln' datiert somit in die Zeit um 1925/26, d. h. während der Präsidentschaft Isidor Kiefers, 1913 wurde im Adressbuch (AB, S. 443) im Eintrag der Loge nur die Privatadresse Samson Rothschilds angegeben, so dass wohl vor dem Krieg noch kein festes Lokal bestanden haben dürfte
- seit nach 1918 bis mindestens 1939 befand sich auch der Verwaltungssitz der Zuckerfabrik Rheingau AG (Fotos) im Gebäude Obermarkt 10, die 1919 als Eigentümer belegt ist
der Bau und die Tradition als gesellschaftlicher Mittelpunkt und Gaststätte wurde 1945 zerstört
aus den Akten der Polizei zu den Konzessionsgesuchen (StadtA Abt. 13 Nr. 4222):
1937: laut Gesuch wird seit 45 Jahren eine Schankwirtschaft betrieben, im Umkreis von 300 m befinden sich demnach zwei Gast-, acht Schank- und eine Kaffeewirtschaft, Publikum ‚gemischt'; Getränkeverbrauch im Vorjahr 135 hl Bier, 20 hl Wein: "lässt eine Wirtschaftsführung mit mittlerem Erfolg erkennen"; die Wirtschaft war zuvor vom Schwiegervater des Antragstellers betrieben worden; diesem war nach seiner wegen Trunksucht erfolgten Einweisung in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt Alzey die Konzession entzogen worden
schon 1919 musste der seinerzeitige Antragsteller einen Fragebogen ausfüllen, u.a. zu Vorstrafen, welchen Ruf genießen der Gesuchsteller und seine Angehörigen ? ("Gesuchsteller lebt in geordneten Verhältnissen und besitzt auch Vermögen"; Bierbezug aus der Brauerei Werger; Art des Publikums (besser oder gemischt, beim Lincoln letzteres); "Branntweinausschank ist gestattet"
Quellen: Adreßbücher, Konzessionsgesuche in Abt. 13 (noch ausstehende Auswertung)
Stadtarchiv Worms, Dr. Bönnen, 16.5.2006