Alter Hof (Burgmannshof); Ahlen (Bestand)
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N 053 N 053 Alter Hof (Burgmannshof); Ahlen
Kreisarchiv Warendorf (Archivtektonik)
1700-1938
Form und Inhalt: Vorwort zum Bestand
N 53 Alter Hof (Burgmannshof) in Ahlen
Geschichte
Die Urparzelle Ahlens liegt im Kernbereich des "Oerhofes" auf dem Oldenhove. Hier ist der ehemalige bischöfliche Haupthof, erstmals in einer urkundlichen Erwähnung von 1184 als "curtis" zu identifizieren, zu vermuten. Von hier aus ging die Gründung der ersten Kirche von Ahlen (St. Bartholomäus) und damit die Grundlage zur späteren Stadtwerdung aus. Im Mittelalter wird der Kernbereich, begrenzt durch die Straße "Alter Hof", Wilhelmstraße, Südenmauer und Westenmauer in mehrere Adelshöfe aufgeteilt.
Hier saßen nebeneinander die adeligen Familien von Mechelen, von Oer, von Torck, von Galen und von Höfflinger. Dieser Bereich, auf "Auf dem Ohrshof" genannt, war immer frei von Abgaben. In einem Verzeichnis der Steuerfreien der Stadt Ahlen vom 19.12.1804 wird auch das Gut der Familie von Höfflinger als befreit angeführt.
Der von Galensche-Erbhof soll im Bereich Südenmauer und Wilhelmstraße gelegen haben. Er gehörte der Familie von Galen zu Ermelinghof. Laut Brandkataster von 1799 hatte dieses Haus die Nr. 377. Beim Neubau der Tankstelle Hardegen wurde in diesem Bereich eine archäologische Untersuchung durchgeführt. Hierbei sind keinerlei Spuren (Steinfundamente etc.), die auf ein befestigtes Gebäude hinweisen, gefunden worden. Stattdessen wird in einer Auflistung vom 26.01.1816 unter der Nr. 6: "der von Galensche Hof, Pächter Brockmann, Eigentümer Herr von Höfflinger zu Brockhausen (Brückhausen), Alverskirchen" aufgeführt.
1770 wird unter 357 (altes Kataster) "Stephan Brockmann, Jäger, auffem adlich freyen Erbkämmerer Hoff" genannt. Siehe oben unter Nr. 400 (1799). Danach müßte der von Galensche Erbhof und der von Höflinger Hof ein und derselbe gewesen sein.
Als Pächter des Hofes wird in den Unterlagen im 18., 19. und 20. Jahrhundert die Familie Brockmann genannt.
Am 12. April 1680 verkauft die Witwe des Drosten Gerhard Wilhelm von Westerholt zu Bocholt Anna Sophia geb. von Torck zu Asbeck, Frau zu Vornhelm zur Entlastung ihrer Schulden "ihren zu Ahlen belegenen allodialen adeligen Hof" an den Münsterischen und Paderbornischen Oberstleutnant Johann Lambert Gosaeus und dessen Ehefrau Margarethe Elisabeth geb. Honthumb.
Diese verkauft den Hof im Juli 1700 wiederum an Franz Wilhelm Freiherr von Galen. Die Familie von Galen veräußert den Hof schließlich 1801 an Friedrich Franz von Höfflinger zur Brückhausen.
Bestand
Die Unterlagen im Umfang von 11 Archivguteinheiten in einem Archivkarton sind Handakten der jeweiligen Besitzer des Alten Hofes (Burgmannshofes) in Ahlen.
Inhaltlich sind die Unterlagen des kleinen Bestandes von großem Wert. Sie beziehen sich sowohl auf die Wirtschaftsführung des Hofes (Nr. 9 und Nr. 10), auf die verschiedenen Verkäufe des Gutes (Nr. 6, Nr. 9 und Nr. 7), auf die Verpachtung (Nr. 2 und Nr. 8) und auf Familienangelegenheiten der Familien von Höfflinger und der letzten Pächterfamilie, der Familie Brockmann / Seebröker (Nr. 3, Nr. 7 und Nr. 11). Darüber hninaus entthält der Bestand Unterlagen zur Teilung der Ahlener Gemeinheiten (Nr. 10) und über die Streitigkeiten betr. Nutzung der Weiden durch den Auftrieb von Nutzvieh oder das Fischen in der Werse.
Die Unterlagen sind von Elsemarie Dahrm (geb. Gröne) im Juni 2016 dem Kreisarchiv als Schenkung übergeben worden.
Die Unterlagen unterliegen keinerlei Schutz-/Sperrfristen und können im Lesesaal des Kreisarchivs genutzt werden.
Der Bestand ist folgendermaßen zu zitieren:
KAW, N 53 Alter Hof (Ahlen) Nr. [...]
Warendorf, im November 2016
Dr. Thomas Brakmann
N 53 Alter Hof (Burgmannshof) in Ahlen
Geschichte
Die Urparzelle Ahlens liegt im Kernbereich des "Oerhofes" auf dem Oldenhove. Hier ist der ehemalige bischöfliche Haupthof, erstmals in einer urkundlichen Erwähnung von 1184 als "curtis" zu identifizieren, zu vermuten. Von hier aus ging die Gründung der ersten Kirche von Ahlen (St. Bartholomäus) und damit die Grundlage zur späteren Stadtwerdung aus. Im Mittelalter wird der Kernbereich, begrenzt durch die Straße "Alter Hof", Wilhelmstraße, Südenmauer und Westenmauer in mehrere Adelshöfe aufgeteilt.
Hier saßen nebeneinander die adeligen Familien von Mechelen, von Oer, von Torck, von Galen und von Höfflinger. Dieser Bereich, auf "Auf dem Ohrshof" genannt, war immer frei von Abgaben. In einem Verzeichnis der Steuerfreien der Stadt Ahlen vom 19.12.1804 wird auch das Gut der Familie von Höfflinger als befreit angeführt.
Der von Galensche-Erbhof soll im Bereich Südenmauer und Wilhelmstraße gelegen haben. Er gehörte der Familie von Galen zu Ermelinghof. Laut Brandkataster von 1799 hatte dieses Haus die Nr. 377. Beim Neubau der Tankstelle Hardegen wurde in diesem Bereich eine archäologische Untersuchung durchgeführt. Hierbei sind keinerlei Spuren (Steinfundamente etc.), die auf ein befestigtes Gebäude hinweisen, gefunden worden. Stattdessen wird in einer Auflistung vom 26.01.1816 unter der Nr. 6: "der von Galensche Hof, Pächter Brockmann, Eigentümer Herr von Höfflinger zu Brockhausen (Brückhausen), Alverskirchen" aufgeführt.
1770 wird unter 357 (altes Kataster) "Stephan Brockmann, Jäger, auffem adlich freyen Erbkämmerer Hoff" genannt. Siehe oben unter Nr. 400 (1799). Danach müßte der von Galensche Erbhof und der von Höflinger Hof ein und derselbe gewesen sein.
Als Pächter des Hofes wird in den Unterlagen im 18., 19. und 20. Jahrhundert die Familie Brockmann genannt.
Am 12. April 1680 verkauft die Witwe des Drosten Gerhard Wilhelm von Westerholt zu Bocholt Anna Sophia geb. von Torck zu Asbeck, Frau zu Vornhelm zur Entlastung ihrer Schulden "ihren zu Ahlen belegenen allodialen adeligen Hof" an den Münsterischen und Paderbornischen Oberstleutnant Johann Lambert Gosaeus und dessen Ehefrau Margarethe Elisabeth geb. Honthumb.
Diese verkauft den Hof im Juli 1700 wiederum an Franz Wilhelm Freiherr von Galen. Die Familie von Galen veräußert den Hof schließlich 1801 an Friedrich Franz von Höfflinger zur Brückhausen.
Bestand
Die Unterlagen im Umfang von 11 Archivguteinheiten in einem Archivkarton sind Handakten der jeweiligen Besitzer des Alten Hofes (Burgmannshofes) in Ahlen.
Inhaltlich sind die Unterlagen des kleinen Bestandes von großem Wert. Sie beziehen sich sowohl auf die Wirtschaftsführung des Hofes (Nr. 9 und Nr. 10), auf die verschiedenen Verkäufe des Gutes (Nr. 6, Nr. 9 und Nr. 7), auf die Verpachtung (Nr. 2 und Nr. 8) und auf Familienangelegenheiten der Familien von Höfflinger und der letzten Pächterfamilie, der Familie Brockmann / Seebröker (Nr. 3, Nr. 7 und Nr. 11). Darüber hninaus entthält der Bestand Unterlagen zur Teilung der Ahlener Gemeinheiten (Nr. 10) und über die Streitigkeiten betr. Nutzung der Weiden durch den Auftrieb von Nutzvieh oder das Fischen in der Werse.
Die Unterlagen sind von Elsemarie Dahrm (geb. Gröne) im Juni 2016 dem Kreisarchiv als Schenkung übergeben worden.
Die Unterlagen unterliegen keinerlei Schutz-/Sperrfristen und können im Lesesaal des Kreisarchivs genutzt werden.
Der Bestand ist folgendermaßen zu zitieren:
KAW, N 53 Alter Hof (Ahlen) Nr. [...]
Warendorf, im November 2016
Dr. Thomas Brakmann
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET