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Fotosammlung Harald Knauer zum Eisenbahnwesen in Württemberg (Bestand)
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Deposita, nichtstaatliche Archive und Nachlässe >> Nachlässe (ohne Deposita)
1872-1889, 1905-2022
Überlieferungsgeschichte
Das Staatsarchiv Ludwigsburg hat die Fotographien, Bücher, Begleitdokumente und Scans des Bestandes von Harald Knauer erworben und in den Jahren 2016-2022 übernommen.
Inhalt und Bewertung
Der vorliegende Bestand dokumentiert in über 10.000 Fotographien eine wichtige Übergangsphase des südwestdeutschen Eisenbahnwesens. Im Fokus der Linse standen zunächst die eingesetzten Triebfahrzeuge selbst, später dann vermehrt die Infrastruktur des Eisenbahnnetzes mit den unterschiedlichen betrieblichen Einrichtungen des Fahrgast- und Güterverkehrs vom Empfangsgebäude, über die Drehscheiben bis hin zu Signal- und Weichenanlagen. Die meisten der durch Harald Knauer selbst angefertigen Fotographien stammen aus den 1970er und 1980er Jahren. Durch seine Sammeltätigkeit bedingt, gelangten aber auch deutlich ältere Fotographien der Eisenbahnverwaltung in die Überlieferung, sodass diese heute eine Zeit von 1905 bis 2005 umspannt. Auch geographisch weist der Bestand über den württembergischen Schwerpunkt hinaus und dokumentiert auch andere Teile Deutschlands, vor allem um Berlin.
Aufbau des Bestandes: Der vorliegende Bestand dokumentiert in über 10.000 Fotographien eine wichtige Übergangsphase des südwestdeutschen Eisenbahnwesens. Im Fokus der Linse Harald Knauers standen zunächst die eingesetzten Triebfahrzeuge selbst, später dann vermehrt die Infrastruktur des Eisenbahnnetzes mit den unterschiedlichen betrieblichen Einrichtungen des Fahrgast- und Güterverkehrs vom Empfangsgebäude, über die Drehscheiben bis hin zu Signal- und Weichenanlagen. Die meisten der durch Harald Knauer selbst angefertigen Fotographien stammen aus den 1970er und 1980er Jahren. Durch seine Sammeltätigkeit bedingt, gelangten aber auch deutlich ältere Fotographien der Eisenbahnverwaltung in die Überlieferung, sodass diese heute eine Zeit von 1905 bis 2005 umspannt. Auch geographisch weist der Bestand über den württembergischen Schwerpunkt hinaus und dokumentiert auch andere Teile Deutschlands, vor allem um Berlin. Die Fotographien sind zuerst nach den Formaten und dann nach der jeweils laufenden Nummer geordnet. Sie bilden folgende Struktur: Rubrik Bestellsignaturen Typ Laufzeit ca. 1 PL 734 KD 1-5586 Kleinbilddias 1960-2005 2.1 PL 734 FK 1-634 Filmstreifen Kleinbild 1948-1991 2.2.1 PL 734 FM1 1-189 Filmstreifen Mittelformat 1950-1991 2.2.2 PL 734 FM2 1-1145 Filmstreifen Mittelformat 1905-1991 2.3 PL 734 FG 1-546 Film-Einzelnegative Großformat 1929-1959 3.1 PL 734 GK 1-97 Glasplatten Kleinformat 1953-1955 3.2 PL 734 GM 1-266 Glasplatten Mittelformat unbekannt 4 PL 734 PA 1-1675 Papierabzüge 1888-1889, 1905-2005 Zusätzlich zu den Fotographien enthält der Bestand zahlreiche wertvolle Begleitdokumente über das Eisenbahnwesen. Erwähnt seien insbesondere die Zusammenstellungen über alle baulichen Anlagen im Bezirk der BD Stuttgart (DO 7) durch Harald Knauer sowie seine Interviews und eigenen Aufzeichnungen (Bü 33, DO 9-10).
Hinweise zur Benutzung: allgemein: In der Beschreibung der Fotographien (Titel und Enthält-Vermerke) finden sich jeweils Angaben zum Ort und dem abgebildeten Motiv (bspw. die abgelichtete Lok, bauliche Einrichtungen etc.). Die Urheber und Urheberinnen der Fotographien sind bei jedem Foto erwähnt. Alle Fotographien wurden digitalisiert und stehen - sofern die nötigen Rechte vorlagen - online zur Verfügung. Über den Bildexplorer können sie in einer Kachelansicht betrachtet werden. Ein halb-automatisiert erstelltes Register listet ferner die Bahnstrecken sowie eine große Anzahl der Ortsbetreffe auf. So können systematisch Fotographien angezeigt werden, die auf einer bestimmten Bahnstrecke (Stichwortliste: Sachen) lagen oder die zu einem bestimmten Ort gehören (Stichwortliste: Orte).
Hinweise zur Benutzung: Bildschlüssel von Harald Knauer: Eine weitere Zugriffsmöglichkeit stellen die Ziffernfolgen dar, mit welchen Harald Knauer Lage, Datum, Motiv und andere Informationen über die Fotographien vermerkt hat. Diese "Bildschlüssel" wurden ebenfalls in die Bildbeschreibungen übernommen und sind immer von runden Klammern eingerahmt, können also über die Suchfunktion ermittelt werden. Die Schlüssel haben ein spezifisches, durch Unterstriche abgetrenntes Muster, das sich danach unterscheidet, ob es sich um einen einfachen Punkt auf einer Bahnstrecke oder eine besondere betriebliche Anlage handelt: a) Bahnstrecke Das Muster für den Bildschlüssel bei einfachen Punkten auf der Bahnstrecke lautet: [Kursbuchschlüssel der Strecke]_[Lage auf der Strecke in Metern]_[Aufnahmedatum]_[Motiv, bspw. Fahrzeugnummer und/oder Kürzel für bauliche oder techn. Einrichtungen] So ist bspw. der Schlüssel des Fotos KD 524, (740_057322_730606_038772), folgendermaßen aufzulösen: 740057322730606038772 Lage auf der Bahnstrecke Stuttgart-Tuttlingen (KBS 740) 57.322 m von Hbf. Stuttgart ausAufnahmedatum 6.6.1973Abgebildet ist Lok 038 772 Der Kursbuchschlüssel richtet sich nach dem Kursbuch aus dem Jahr 1972 (Sommerfahrplan) bzw. für die Strecken der Reichsbahn nach dem Kursbuch von 1992 (eine Aufschlüsselung liegt in DO 2 vor). Die jeweiligen Kilometerangaben entstammen für den Direktionsbezirk Stuttgart den Brückenverzeichnissen der Bauämter aus dem Jahr 1977 (PL 734 Nr. 18). Die Fahrzeugnummer richtet sich nach der Betriebsnummer des Nummernschemas der Deutschen Bahn von 1968. Lässt sich das Triebfahrzeug diesem Nummernschema nicht zuordnen, wird nur die erste Ziffer vergeben, also z.B. "6" für Dieseltriebwagen, dann folgen nur 9er Ziffern wie "699_999" (= Dieseltriebwagen unbekannter Baureihe und unbekannter Betriebsnummer). Vergleiche zu den Abkürzungen auch das Abkürzungsverzeichnis in diesem Findbuch. b) Anlagen Das Muster für den Bildschlüssel bei betrieblichen Anlagen lautet: [Kursbuchschlüssel der Strecke]_[Anlage][Anlagentyp]_[Aufnahmedatum]_[Motiv, bspw. Lok-Kennziffer und/oder Kürzel für bauliche oder techn. Einrichtungen] Die an den Kursbuchstrecken liegenden Lokomotivbehandlungsanlagen und Werke sind zunächst ebenfalls der dreistelligen Ziffer der Kursbuchstrecke zugeordnet. Eine Kilometrierung erfolgt bei den größeren Bahnbetriebswerken wegen unklarer Zuordnung zum Streckengleis nicht. Die Bahnbetriebswerke haben daher abweichende Nummern, und zwar 900_ 6 (AW Esslingen), 750_4 und 750_9 (AW Friedrichshafen), 780_4 (Bw Heilbronn), 740_8 (Bw Horb), 798_3 und 798_4 (Bw Kornwestheim), 780_7 (Bw Lauda), 770_4 (Bw Pforzheim), 740_9 (Bw Rottweil), 900_3 (AW S Bad Cannstatt), 900_4 (Bw Stuttgart), 760_5 und 760_7 (Bw Tübingen), 900_9 (Bw Ulm). Die darauf folgenden 5 Ziffern geben dann die Art der Betriebseinrichtung wieder: ZiffernfolgeTypUntertyp X00000 bzw. X10000Gleisanlagen der Werke X20000 ff.Hallen, X30000 ff.Drehscheiben X40000 ff.Schiebebühnen X51000 - X58000Betriebsstoffversorgung51: Kohle, 52: Oel, 53: Wasser, 54: Sand, 55: Schlacke, 56: el. Energie, 57: Heizenergie X60000 - X68000Reparatureinrichtungen60: Antriebe, 61: Achsen, 62: Radsätze, 63: sonst. Metallverarbeitung, 64: Holzverarbeitung, 65: Farbe und Lack, 66: sonstige Stoffe, 67: Reinigung und Untersuchung, Hebeanlagen, 68: Reinigungsanlagen, 69: Haustechnik X70000andere GebäudeVerwaltung- (71ff) und Sozialräume (72ff) wie Kantinen, Aufenthaltsräume Die darauffolgende Ziffer gibt die laufende Nummer der Anlage wieder. Der Schlüssel (798_441000_790303) ist also bspw. folgendermaßen aufzulösen: 798441000790303 Lage auf der Bahnstrecke Untertürkheim - Kornwestheim (KBS 798)Betriebswerk KornwestheimSchiebebühnedie erste SchiebebühneAufnahmedatum 3.3.1979
Bestandsbeschreibung durch Harald Knauer: Die Fotosammlung ist einer zunächst unsystematischen, unprofessionellen, aber dafür begeisterten Fotografentätigkeit rund um die letzten Einsatzjahre von Dampflokomotiven im früheren Bezirk der Bundesbahndirektion Stuttgart hervorgegangen. Wie viele andere gleichgesinnte Eisenbahnfreunde reichte der Aktionsradius ab 1972 von Lauda im Norden über Crailsheim, Kornwestheim, Tübingen bis nach Rottweil im Süden - mit einem Abstecher an die Emslandstrecke. Erst die Überführungsfahrt der letzten zwei Dampflokomotiven des Bahnbetriebswerks Crailsheim am 25. Mai 1976 beendete die Jagd nach den dampfenden und qualmenden Kolossen. Aber auch für Veteranen der elektrischen Zugförderung gab es im Direktionsbezirk Stuttgart danach noch bis Anfang der 1980er Jahre genug zu tun, zumal die Strecken durch landschaftlich reizvolle Gegenden führten. So ging es dem Amateurfotografen mit seiner bescheidenen Ausrüstung (Zeiss Icarex Spiegelreflex Kamera mit Zeiss-Scoparex-Weitwinkel und Zeiss-Dynarex-Teleobjektiv, Lunasix-III-Belichtungsmesser, Kodachrome- und Ektachrome-Filmaterial) zunehmend darum, außer dem Triebfahrzeug auch die Eisenbahnlandschaft mit ihren betrieblichen und baulichen Details. Ausgefeilte Reiseplanungen anhand der Lokumlaufpläne, Ausnutzen bestmöglicher Wetterlagen und Lichtverhältnisse und der Einsatz mehrere, dazu noch hochwertiger Mittelformatkameras lagen aber jenseits der damaligen Möglichkeiten: so entstanden keine "Meisterfotos", sondern Alltagsaufnahmen. Die zweite Phase ergibt sich aus der dienstlichen Tätigkeit als Mitarbeiter für regional- und landesplanerische Angelegenheiten beim Stadtplanungsamt Stuttgart. Dazu gehörten auch Überlegungen und Ideen für den Umbau und/oder die Verlagerung des Stuttgarter Hauptbahnhofes. Von "Stuttgart 21" war noch nicht die Rede, aber der Fortgang der Arbeiten an der Neubaustrecke Mannheim-Stuttgart und die ersten Probefahrten des ICE im Herbst 1985 machten deutlich, dass das System "Eisenbahn in und um Stuttgart" vor einem grundlegenden Wandel stand. Dieser Wandel hatte aber nicht nur verkehrliche, sondern auch viel weitergehende raumordnerische und gesellschaftliche Konsequenzen - die Eisenbahn als Staat im Staat und als Status hatte ausgedient. Dem Fotographen wurde klar, dass von dieser "Eisenbahn" nicht mehr viel übrigbleiben würde. So rückten statt der bisherigen Lokomotiven die baulichen Anlagen in den Sucher der Kamera, deren Ende absehbar wird. Wie aber könnte, müsste man hier systematisch vorgehen? Dazu kam 1986/87 ein Zufall zu Hilfe: Als Mitarbeiter des Stuttgarter Stadtplanungsamtes wurde der Fotograph gebeten, seinen Kollegen der Denkmalschutzabteilung bei der Inventarisierung technischer Kulturdenkmale der Eisenbahn behilflich zu sein. Es entstand so eine Liste möglicher Denkmale der Bahn in der Landeshauptstadt Stuttgart mit dazugehörender Beschreibung und höherwertigen Mittelformataufnahmen. Sehr hilfreich erwiesen sich dabei auch Schreiben der Bundesbahndirektion, die den Zugang zu Betriebsanlagen ermöglichen.
Einleitung: Mit Listen und Fotos war es nicht getan, denn die technikgeschichtliche Bedeutung als Grundlage für die Einstufung als Kulturdenkmal machte weitergehende Recherchen in verschiedenen Abteilungen der Direktion nötig. Im Rahmen dieser Tätigkeit kam es zu häufigen Kontakten mit verschiedenen Abteilungen der Bundesbahndirektion und tieferen Einblicken in den Betriebsablauf, das Hochbau- und Signalwesen und die in zahlreichen Büros verstreuten Bilddokumente. Einige Mitarbeiter des Hoch- und des Brückenbüros ließen sich überzeugen, mehrfach vorhandene Originale an den "Sammler" abzugeben, um diese bei den sich seinerzeit schon häufenden "Aufräumaktionen" außerhalb des DB-Dienstbetriebes für die Nachwelt zu sichern. Auch Originale, die nicht mehr gebraucht wurden, konnte er mitnehmen. Schwerpunkt bildete Ende der 80er Jahre die Dokumentation der letzten mechanischen und elektromechanischen Stellwerke im Direktionsbezirk Stuttgart, weil hier - anders als bei Brücken und Gebäuden - der technische Wandel Ende der 80er Jahre bereits weit fortgeschritten war. Durch den beruflichen Wechsel 1991 nach Potsdam bedingt, erlag die Sammeltätigkeit im Direktionsbezirk Stuttgart allerdings rasch und auch für die zu Denkmalzwecken begonnene Dokumentation und Bewertung von Objekten blieb ein Fragment. Und leider gingen auch die vielen persönlichen Kontakte zu Bahnbediensteten zwischen Heilbronn und Friedrichshafen in den folgenden 24 Jahren für immer verloren. So blieb leider einiges an Bildhintergründen ungeklärt. Die verbleibende Freizeit in Brandenburg verbrachte der Amateurfotograf aber auch an der Bahn, denn der Wandel der Eisenbahn zu einem reinen Verkehrsunternehmen verlief dort noch schneller, allerdings bei einem geschärfteren Blick der Öffentlichkeit für das "preußische Eisenbahnerbe" So begann schließlich die dritte Phase, die Ordnung und Aufbereitung der Sammlung unter Einsatz digitaler Technik ab 2012, leider noch nicht ganz in der gewünschten und heute technisch möglichen Qualität. Die Idee war es, eine Dokumentation zu erstellen, die eine virtuelle Reise entlang der jeweiligen Bahnstrecken im Südwesten ermöglicht. Denn bei der ab 2015 begonnenen Registrierung der Bildinhalte zeigte sich erfreulicherweise, dass auf vielen Bildern doch mehr zu sehen war als nur die damals "gejagte Lok", seien es nun Bahnhöfe, sonstige Bahnanlagen oder auch Einzelheiten aus dem heute verschwundenen Bahnpost-, Express- und Stückgutverkehr. Dass noch Anfang der 90er Jahre zu jedem Bahnhof eine Expressgutabfertigung mit Schalter, Gepäckkarren, Wiegeeinrichtung, ein Güterschuppen mit Laderampe, Ladegleis, Lademaß, Förderbändern usw. gehörte, kann man sich heute kaum mehr vorstellen. Nahgüterzüge mit Düngemitteln, Kohle, Heizöl, ja Vieh und Milch fahren heute allenfalls noch auf der Modelleisenbahn ...
Bestandsgeschichte, Bearbeitung und Rechte: Das Staatsarchiv Ludwigsburg hat die Fotographien, Bücher, Begleitdokumente und Scans des Bestandes mitsamt ihrer Aufarbeitung in Form umfangreicher Excel-Tabellen von Harald Knauer erworben und in den Jahren 2016-2022 übernommen. Die Erschließung und Aufbereitung der Daten erfolgte durch Dr. Stephan Molitor und Andreas Weber. Fabian Müller und Patricia Ade haben bei der Zuordnung der Digitalisate und der Qualitätskontrolle unterstützt. Bei der Bearbeitung wurde die Ordnung der Überlieferung beibehalten. Auch die ursprüngliche Nummerierung durch Harald Knauer wurde übernommen und bildet zusammen mit dem eindeutigen Formatkürzel die Bestellsignatur. Die umfangreiche Dokumentation der Fotographien diente als Vorlage für die überwiegend automatisch erstellen Titelaufnahmen. Nur vereinzelt wurden Korrekturen vorgenommen, insbesondere wenn Irrtümer eindeutig waren. Noch vor der archivischen Übernahme und Bestandsbildung wurden die Gegenstände der Sammlung an das TECHNOSEUM - Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim übergeben. Die größere Anzahl an Büchern, die die Sammlung ebenfalls umfasste, wurde der Bibliothek des Staatsarchivs zugeschlagen und ist dort nutzbar. Im Rahmen der Erfassung des Bestandes erfolgte eine umfassende Erhebung der Rechte auf Basis der Dokumentation Harald Knauers. Sofern die Rechte bei Harald Knauer, Thomas Knauer oder der staatlichen Eisenbahnverwaltung lagen, verfügt das Landesarchiv Baden-Württemberg über die nötigen Nutzungsrechte und stellt die Digitalisate der Fotographien im Rahmen der jeweils gültigen Nutzungsbedingungen zur Verfügung (https://www.landesarchiv-bw.de/de/recherche/rechtsgrundlagen---nutzungsbedingungen/). Als Urheber/in sind die jeweils in den Bildbeschreibungen erwähnten Fotographen bzw. Fotographinnen zu nennen. Fotographien, deren Urheber/innen nicht bekannt waren oder deren Fotographen keine Vereinbarung mit dem Landesarchiv geschlossen haben, sind im Internet nicht nutzbar, können aber vor Ort eingesehen werden. Ludwigsburg, im Februar 2022 Andreas Weber
10.136 Fotos, 35 Büschel und 13 Digitale Objekte (5,9 lfd. m)
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.