Friedrich von Orsbeck (Oers-), Kantor, Basilius von Rees (Reys), Kanoniker der Kirche St. Cassius zu Bonn, und der Knappe Gerhard von Meckenheim, Schultheiß des Dekans und Kapitels von St. Cassius im Dorf Meckenheim in ihrem Hof gen. Fronhof (vroenhoeff), mitsamt den unten genannten Schöffen und Geschworenen namens des Kapitels und der Bonner Kirche einerseits und der Edle Jungherr Friedrich von Tomburg (Thoenburch, -burgh, -bergh), Erbe des derzeit erkrankten Friedrich, Herrn von Tomburg, Johann, Burggraf zu Rheineck (Riineck), und Ritter Johann von Merode (Merade) alias Scheyffard von Kühlseggen (Kudelsecke) namens des erkrankten Herrn von Tomburg anderseits kamen zum ungebotenen Geding ebenda zusammen. Dort bekundete Ritter Scheyffard mit Einverständnis und auf Geheiß des Jungherrn und des Burggrafen dem gesamten Umstand in deutscher Sprache: Vor noch nicht 3 Jahren am Montag nach Epiphanie, als Dekan und Kapitel ihr ungebotenes Geding auf dem Hof zu Meckenheim wie üblich halten sollten, sei der Herr von Tomburg mit seinen Freunden in das Dorf Meckenheim eingedrungen und habe von Henno vpp me Rech, Konrad Cloeckener und vielen anderen Schöffen und Geschworenen des Kapitels rechtswidrig Treu- und Gehorsamseide erpresst. Er sei unterwiesen worden, dass Schöffen und Geschworene dort allein dem Dekan und Kapitel binnen deren Limiten in Meckenheim zu Eiden verpflichtet seien. Daher habe er jene rechtswidrigen Eide widerrufen. Und sie, seine Vertreter, würden sie auch widerrufen. Ebenso erklärte der Jungherr als nächster Erbe des Herrn von Tomburg dieselben für ungültig. Danach, während der Jungherr Friedrich, der Kanoniker Basilius und der Schultheiß Gerhard zu Gericht saßen, wurden von den Schöffen und Geschworenen ordnungsgemäß dem Dekan und Kapitel und der Bonner Kirche ihre Rechte binnen ihren Limiten zu Meckenheim gewiesen, über Herrlichkeit, Eigentum, Grund, Gerichtsbarkeit, Maße, Brauen und Backen, Frevel in Feld und Wald etc. Schließlich forderte Basilius die Schöffen und Geschworenen auf, unter ihrem Eid zu weisen, ob irgendjemand irgendein Amt, groß oder klein, binnen den Steinen des Dekans und Kapitels im Dorf Meckenheim und außerhalb erlangen und ausüben könne, wenn nicht vom Kapitel. Nach Beratung antworteten sie durch den Mund des Schöffen Henno upp me Rech, dass alle Ämter gleich welcher Art vom Dekan und Kapitel und ihrer Bonner Kirche abhängen und aus ihren Händen erworben und gehalten werden sollen im Dorf Meckenheim und außerhalb binnen ihren Pfählen und Steinen. - Instrumentierungsersuchen der Kapitelsvertreter. - Namen der Schöffen und Geschworenen: Henno vpp me Rech, Hennekin Moer von Ersdorf (-torp), Johann Faber, Konrad, Sohn Goswin Cloeckeners, Johann Sybelonis, Johann, Sohn des Henno Gerlaci, Winand Hangelaer, Hennekin Hangelaer und Hennekin Faber. - Zeugen: Heinrich von Meckenheim, Pastor daselbst, Heinrich gen. Kneyse, Altarist in Meckenheim, Johann von Einenberg (Eynenbergh), Herr zu Landskron (Lantzkroenen), Konrad von Meckenheim, Knappe, Winand Cloeckenersson, Hennekin Maich, Gerlach Brunynck, Henno Metzen, Henno [Sohn des] Gerlaci Sluyn, Sybelo, Sohn des Henno Gerlaci, Heinrich Sluyn, Henno Iungenson, Welter Iungenson und Peter Maicht, Laien. ... 1418 indictione undecima mensis Iunii die lune vicesima septima ... Acta fuerunt hec ...