Graf Heinrich von Castell hat dem Komtur und den Brüdern der Deutschordenskommende bei Würzburg seinen Hof in dem Dorf Gerbrunn ("Gerbrunnen"), der Kestelerhof genannt wird, um 30 Pfund Heller verkauft. Von diesem Hof haben ihm die Deutschordensbrüder bisher jedes Jahr 12 Malter Roggen ("siligo") als Zins geliefert. Da der Hof Lehen des Bischofs von Würzburg ist, verpflichtet sich der Graf, innerhalb eines Jahres, gerechnet ab dem kommenden 11. November ("a festo sancti Martini nunc proximo"), der Kommende diesen Hof mit Zustimmung des Bischofs als freies Eigengut zu übergeben. Tut er dies nicht, dann hat er sich solange zum Einlager in die Stadt ("civitas") Würzburg zu begeben, bis die Freieignung erfolgt ist. Datum 1278 in vigilia sancti Laurentii. Aussteller: Graf Heinrich von Castell. Empfänger: Deutschordenskommende Würzburg
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Graf Heinrich von Castell hat dem Komtur und den Brüdern der Deutschordenskommende bei Würzburg seinen Hof in dem Dorf Gerbrunn ("Gerbrunnen"), der Kestelerhof genannt wird, um 30 Pfund Heller verkauft. Von diesem Hof haben ihm die Deutschordensbrüder bisher jedes Jahr 12 Malter Roggen ("siligo") als Zins geliefert. Da der Hof Lehen des Bischofs von Würzburg ist, verpflichtet sich der Graf, innerhalb eines Jahres, gerechnet ab dem kommenden 11. November ("a festo sancti Martini nunc proximo"), der Kommende diesen Hof mit Zustimmung des Bischofs als freies Eigengut zu übergeben. Tut er dies nicht, dann hat er sich solange zum Einlager in die Stadt ("civitas") Würzburg zu begeben, bis die Freieignung erfolgt ist. Datum 1278 in vigilia sancti Laurentii. Aussteller: Graf Heinrich von Castell. Empfänger: Deutschordenskommende Würzburg
Deutscher Orden Kommende Würzburg Urkunden 1278 August 9
StA Würzburg: Würzburger Urkunden 110 / 14; Würzburger Urkunden 8548
Deutscher Orden, Kommende Würzburg Urkunden 1278 August 9
Registratursignatur/AZ: 20 Ziffer (16. Jh.)
Registratursignatur/AZ: FFF (16. Jh.)
Registratursignatur/AZ: Lit. Y (18. Jh.)
Zusatzklassifikation: 018
Deutscher Orden Kommende Würzburg Urkunden
Deutscher Orden Kommende Würzburg Urkunden >> Einzelregestierung von Urkunden
1278 August 9
Pergament
Urkunden
ger
Besiegelung/Beglaubigung: Graf von Castell; an Pergamentstreifen abhängend, gebrochen und stark besch.
Überlieferung: Original
Literatur: Repertorium: Rep. 1, Bd. 7, S. 81 Druck: Monumenta Castellana, Nr. 193 S. 69
Vermerke: Inhaltsangaben (13./14. u. 16./17. Jh.)
Typ: 1278 August 9
Medium: A = Analoges Archivalie
Äußere Beschreibung: Überlieferungsart: Ausf.; lat. Beschreibstoff: Perg.
Überlieferung: Original
Literatur: Repertorium: Rep. 1, Bd. 7, S. 81 Druck: Monumenta Castellana, Nr. 193 S. 69
Vermerke: Inhaltsangaben (13./14. u. 16./17. Jh.)
Typ: 1278 August 9
Medium: A = Analoges Archivalie
Äußere Beschreibung: Überlieferungsart: Ausf.; lat. Beschreibstoff: Perg.
Castell, Heinrich Graf von
Sternberg, Berthold von, Würzburg, Bischof
Würzburg, Deutschordenskommende, Komtur
Würzburg, Deutschordenskommende, Brüder
Würzburg, Bischof
Würzburg, Einlager
Gerbrunn (Lkr. Würzburg), Hof, Kestelerhof
Gerbrunn (Lkr. Würzburg), Dorf
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.08.2025, 09:56 MESZ
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