Lutter Stail (Stael) [von Holstein (Holsteden)], Sohn Lutters von Holstein, macht bekannt, daß der Junker Dietrich von Limburg, Herr zu Broich dem Abt von Werden Adolf von Spiegelberg vor Lehnsleuten und Dienstmannen alle Rechte aufgelassen hat, die er an dem Hof Laupendahl (Lopenheim) hatte. Der Aussteller hat den Abt gebeten, ihn jetzt damit zu belehnen. Nach Beratung mit dem Kapitel sowie den Lehn- und Dienstleuten hat der Abt Lutter mit dem Hof und dem Schultheißenamt dortselbst belehnt. Lutter soll deshalb jährlich am 11. November 25 Malter Korn Werdener Maß, nämlich acht Malter Roggen, 1 1/2 Malter Weizen, drei Malter Gerste, 12 1/2 Malter Hafer, fünf Schweine oder fünf Schilling Werdener Geld und zwölf Hühner bezahlen. Die Pacht ist nach Werden zu liefern. Zahlt er nicht oder nicht voll, soll er die doppelte Pacht bezahlen. Bleibt er dann weiter hartnäckig, fallen Hof und Schultheißenamt an das Kloster zurück. Der Abt bzw. seine Nachfolger können sich, wenn sie wollen, mit ihrem Gesinde nach Laupendahl begeben und dort in dem obersten Haus oder in anderen Wohnungen wohnen, die sie haben wollen. Der Abt darf Holz und Fischerei nutzen. Als Zeugen waren zugegen der Propst Ernst von Ötgenbach (Oitgen-) , Prior Johann Steck (Steek), Kellner Guntram von Grafschaft (Graschap), Kryptameister (Krucht-) Johann von Grafschaft, Pfründenmeister (Proventherr) Heinrich von Werberg (-bergh), alle von Werden, Ritter Pilgrim von der Leithen, Rutger von der Horst, Heinrich oppen Berge, Bernd von der Vorst, Heinrich Martin, Arnd Walsem [-sen ?], Wilhelm von Ulenbrock (-broke), Reinken in den Hugenpoet (-pote), Heinrich an der Heggen (Hygen), Johann Hagen und Hermann Hoveken, Lehn- und Dienstleute der Abtei. - Es siegeln der Aussteller, Dietrich von Limburg, Bernd von der Vorst und Wilhelm von Ulenbrock. - Datum ... crastino Agathe virginis.