Wilhelm von Payern, Bürger zu Sulgen, als Gemeinmann, sowie Cunrat Ros, Bürger zu Mengen, Jörg Egloff, Bürger zu Sulgen, und Balthasar Nusslin, wohnhaft zu Lopach, als Zusätze, bekunden, daß sie die Streitigkeiten wegen Trieb und Tratt zwischen der Gemeinde des Dorfes Ostrach, die dem Abt Jous von Salmenswiler zugehört, und der Gemainsami des Dorfes Jekoffen, die dem Herrn Wilhelm Truchsesse Frh. zu Waldburg, zugehört, beigelegt haben: Die von Ostrach vermeinten, daß die Jettkofer mit ihrem Vieh die Tratt im Ostracher Wald gen Pfullendorf und im Ostracher Hard weiter, als ihnen zukomme, gebrauchten. Das Urteil lautet, daß die von Jekoffen mit ihrem Vieh treiben dürfen bis an die Hagenbuch, bei des Loders Halden, an den Markstein, der Salmansweiler und Habichstaler Eigentum und dero von Ostrach und dero von Jekoffen Trieb und Tratt scheidet, dann den gesetzten Marken nach, bis auf den alten Specker Weg, desgleichen bis an der von Ostrach Marktweg gen Pfullendorf; unter dem Marktweg sollen sie treiben bis auf die Wiesen am Rickenbach. An den gemelten Orten sollen auch die von Ostrach wie von alterher mit ihrem Vieh die Weide genießen bis an der von Jekoffen gemein Märck; die von Ostrach dürfen auch an dero von Jekoffen Lauchen hinabfahren in das Rotental. Die von Jekoffen sollen ferner in dero von Habichstal Holz bleiben, während die von Ostrach mit ihrem Vieh bis an das Habichstaler Holz treiben dürfen. Im Ostracher Hard gen Taberswiler sollen die von Jekoffen und die von Ostrach gemeinsam weiden, nämlich von Jekoffen her gegen Ostrach bis zu der Hohen Eiche ob dem Hag in die Lauchen, den Lauchen nach gegen Taberswiler bis in das Tych bei St. Niclaus. Wegen des dem Kloster Salem gehörigen, zwischen Ostracher Esch und Jekoffer Gemeinmärck gelegenen Eichholzes wird beiden Gemeinden die Aufkündigung in der Weise vorbehalten, daß die von Jekoffen nicht in das salemische Eigentum, die von Ostrach nicht in das Jekoffer Gemeinmärck treiben dürfen, doch dürfen die von Jekoffen oberhalb den Lauchen bis zu den hohen Eichen treiben. Die von Ostrach sollen abwärts gegen Gunzenhausen treiben dürfen von der ersten Marck an Michel Boppen Acker ob dem Hohlweg, der Trieb und Tratt beider Gemeinden scheidet, von der Marck stracks durch das Holz zu einem Stein, der Salmenswiler und Habichstaler Eigentum scheidet. Jede Partei erhält eine Ausfertigung

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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