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Stadt Warendorf Urkunden
1725 April 13
Regest: Friedrich Andreas Lindt, Fähnrich im Graf Lippischen Regiment, verkauft dem Henrich Havichorst, Bürger und Kaufhändler zu Warendorf, und dessen Frau seinen Garten vor dem Emstor am Arenbecker Wege, zwischen den Gärten des Käufers und des Caspar Sprenger gelegen. Dieser Garten ist zwar vor kurzer Zeit von Johann Maßmeyer "ex discussione Giesen" angekauft, aber "vigore transactionis" auf den obengenannten Verkäufer übergegangen, wie aus einem vom Stadtsekretär Gossmann ausgefertigten Dokument hervorgeht. Die Kaufsumme will der Verkäufer an H. Amersbeck als "vormahligen Detentoren hypothecaria" wieder verwenden. Zeugen: Kürschner Johann Hanloh und Johann Bernardt Plugge. Notariatsinstrument des Jodokus Zinsiger.
Ausfertigung - Pergament 27,5 x 43 cm; Unterschrift und Signetstempel des Notars. Rückseite: Unter dem Datum Coesfeld, den 16. September 1812 bescheinigen Engelbert Vissing und seine Frau Margaretha Vissing geb. Funke, diesen ihnen zu theil gewordenen Garten an Johan Henrich Kalthoff in Warendorf verkauft und den Gegenwert (200 Reichstaler oder 720 francs) empfangen zu haben. Unter dem 25. September 1812 wird die Registrierung dieses Verkaufs auf dem Bureau zu Warendorf bescheinigt. Unterschrift: Meinharz. Bisher unverzeichnet.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.