Auf unserer Webseite werden neben den technisch erforderlichen Cookies noch Cookies zur statistischen Auswertung gesetzt. Sie können die Website auch ohne diese Cookies nutzen. Durch Klicken auf „Ich stimme zu“ erklären Sie sich einverstanden, dass wir Cookies zu Analyse-Zwecken setzen. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen hier einsehen und ändern.
Heintz Lipp (Liepp), Bürger zu Lauterbach (Luternpach), war um etlicher "Verhandlung" willen, und weil er freventlichen Mutwillen an Grethe, Fritz...
Anmelden
Um Merklisten nutzen zu können, müssen Sie sich zunächst anmelden.
Urkunden der Familie Riedesel v. Eisenbach >> 1451 - 1500
1485 Juni 25
Ausfertigung, Pergament (21,4 x 33,5 cm) mit anhängendem Siegel (gut erhalten)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Uff Sonnabent nach Sanct Johannis tagk im Sommere
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Heintz Lipp (Liepp), Bürger zu Lauterbach (Luternpach), war um etlicher "Verhandlung" willen, und weil er freventlichen Mutwillen an Grethe, Fritz Büttners (Buteners) Tochter zu Lauterbach, begangen hatte, und weil er zu Mainz (Mentz), Herbstein und anderswo gesagt hatte, Herman [III.] Riedesel, Erbmarschall zu Hessen, sein Junker, und dessen Amtmann zu Lauterbach hätten ihm gegen diese Frau Recht geweigert, in des Junkers Gefängnis nach Eisenbach (Eysenbach) gekommen. Nun ist er auf Fürbitte der ehrbaren Frau Katharine Riedeseln, des Junkers Hausfrau, und Bürgermeisters und Rat zu Lauterbach (Luternbach) freigelassen und schwört, wider den Junker, seine Erben, alle ihre Untertanen und die ihren, auch wider die, die ihn in das Gefängnis gebracht haben, nichts zu tun mit Worten, Werken, Winken, Tuten, heimlich und offenbar. Wenn er eine Sache wider einen der ihren habe, werde er es vor ihren Gerichten austragen. Heintz Lipp, der Alte zu Angersbach (Angerspach), (sein Vater), Johann Lipp, Pfarrer daselbst, Heintz selbst, Else und Katherin Lipp, dessen Söhne und Töchter, übergeben dem Junker die große Mühle zu Angersbach und alle ihre Gerechtigkeiten daran und verzichten darauf mit Mund, Hand und Halm.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: "Heintz Lip übergiebt Riedeseln die Groß Mühl zu Angersbach 1485"
Vermerke (Urkunde): Siegler: Bürgermeister und Rat zu Lauterbach mit dem Stadtsiegel ad causas Lauterbach ("der stat luternbach Inge(siegel)"
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Becker, Urkundenbuch, Nr. 1415
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.