Anspruch auf das Erbe Bargerwirt (Bergerwertt, Gericht Hünxe), das Sophia von Wittenhorst, die Appellatin, aufgrund einer durch Johann von Münster erfolgten Übertragung für sich fordert. Bei der Berufung an das RKG verweist die Appellantin darauf, daß sie schon 30 Jahre darüber verfügt, so daß die Gegenpartei das Gut wegen Verjährung nicht einklagen kann. Sie weist die ihr in den Urteilen der Vorinstanzen aufgetragene Beweislast über dessen Erwerbung zurück. Ein RKG-Urteil vom 9. Feb. 1573 weist die Appellation zurück. Als Kommissare ernennt das RKG 1585 Vitus Dionysius Gladbach, Heinrich Pottgießer, Georg Kumpsthoff, Johann von Bockstal, Johann Degnern, Hermann Lennep und Otto Funff.
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Anspruch auf das Erbe Bargerwirt (Bergerwertt, Gericht Hünxe), das Sophia von Wittenhorst, die Appellatin, aufgrund einer durch Johann von Münster erfolgten Übertragung für sich fordert. Bei der Berufung an das RKG verweist die Appellantin darauf, daß sie schon 30 Jahre darüber verfügt, so daß die Gegenpartei das Gut wegen Verjährung nicht einklagen kann. Sie weist die ihr in den Urteilen der Vorinstanzen aufgetragene Beweislast über dessen Erwerbung zurück. Ein RKG-Urteil vom 9. Feb. 1573 weist die Appellation zurück. Als Kommissare ernennt das RKG 1585 Vitus Dionysius Gladbach, Heinrich Pottgießer, Georg Kumpsthoff, Johann von Bockstal, Johann Degnern, Hermann Lennep und Otto Funff.
AA 0627, 5254 - S 1609/6101
AA 0627 Reichskammergericht, Teil VIII: S-T
Reichskammergericht, Teil VIII: S-T >> 1. Buchstabe S
1557 - 1586 (1517 - 1586)
Enthaeltvermerke: Kläger: Margaretha als Witwe des Cornelius Schmitz (Smitz), Wesel, und Konsorten: Thomas und Johann Schmitz für sich und als Vormünder der Kinder von Heinrich Wichman und Henrice Schmitz; Anna Schmitz als Witwe des Johann Barfs; Margaretha als Witwe des Johann von Raesfeld; Heinrich then Vorwerck, (Bekl.) Beklagter: Sophia von Wittenhorst als Witwe des Adolf von Wienhorst, Duisburg, jetzt ihr Sohn Johann von der Capellen zu Wohnung; seit 1583 sein Vetter Jakob von der Capellen zu Wittringen, (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Michael van Kaden 1557 - David Capito - Alexander Reffstock - Mauritius Breunlin - Dr. Eobaldus Silvius 1573 - Dr. Johann Vest - Dr. Georg Kirwang - Dr. Ludwig Stahl - Dr. Bernhard Kuehorn 1584 - Dr. Bernhard Kuehorn 1585 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Caspar Fichardt 1557 - Dr. Johann Deschler - Dr. Alexander Reiffstock - Dr. Johann Portius - Dr. Christoff Reiffstock 1571 - Dr. Christoff Rebstock 1583 - Dr. Sebastian Linck - Dr. Johann Jakob Kraemer - Lic. Johann Heuser Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Richter und Schöffen des Gerichts zu Hünxe auf Rat von Bürgermeister und Schöffen zu Wesel 1552 - 1555 - 2. Bürgermeister und Schöffen zu Dortmund 1555 - 1556 - 3. RKG 1557 - 1586 (1517 - 1586) Beweismittel: Acta priora (Bd. 2). Verkauf eines Erbes gen. dat Bargerwirt (Kirchspiel und Gericht Hünxe) durch Biele von Münster und ihre Söhne Steven und Berndt an Heinrich Schellinck, 1517 (Q 12). Verzeichnis der Gerichtskosten von Sophia von Wittenhorst und Johann von der Capellen, 1573 (Q 17). Anträge auf Ausfertigung einer Zitation an die RKG-Kanzlei durch Prokuratoren, davon die erste mit dem Dorsalvermerk „Diese stuckh sollen nitt abcopirt werden“, 1573, 1585-1586 (Bd. 1 Bl. 53, 76, 88). Beschreibung: 2 Bde., 5,5 cm; Bd. 1: 88 Bl., lose, Q 1-6, Q 8-12, Q 14-20, Q 22-37, 4 Beilagen; es fehlen Q 7*, Q 21; Bd. 2: 42 Bl., geb., Q 13. Lit.: Walter Neuse, Die Geschichte der Rittersitze Haus Wohnung und Haus Endt, Neustadt a. d. Aisch 1956 (= Beiträge zur Gesch. und Volksk. des Kreises Dinslaken am Niederrhein, Bd. 1) S. 29f.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
21.04.2026, 09:39 MESZ