Urfehde Nr. 46
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A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. 7119
A 2 e (Urfehden u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26) >> Bd. 19 Urfehden
1523 Oktober 26, Montag nach Ursulae virginis
Regest: Jacob Volmar, Wasenfürber +) der Stadt Ruedlingen (Riedlingen), bekennt, dass er ins Gefängnis von Bürgermeister und Rat der Stadt Rewtlingen gekommen ist, weil er, nachdem sein Bruder Gilg (= Aegidius) Volmar, Nachrichter, an der Stadt Rewtlingen letzten Jahrmarkt ganz frevenlich aufrührig handelte und nicht Frieden geben noch halten wollte, Drohworte ausstiess, er wolle eine Kugel durch einen Bauern schiessen. Darauf hat er sich auf seinem Pferd und wehrlich (= bewaffnet) in eine Gasse nicht fern von der Stadt unterer Port (= Untertor) argwönig (= in verdächtiger Weise) verschlagen (= verborgen). Darum haben die Herren von Rewtlingen ihn mit Recht gestraft. Auf seine Bitte und die Fürbitte von Bürgermeister und Rat der Stadt Ruedlingen haben sie ihn des Gefängnisses und der Strafe ledig gestellt. Er hat einen Eid geschworen, gegen jedermann in Rewtlingen ewiglich Urfehde zu halten und sich nicht zu rächen. Wenn er seinen Eid nicht hielte, so soll er heissen und sein ein schädlicher, verurteilter Mann, den die Herren von Rewtlingen oder andere in ihrem Namen richten oder richten lassen mögen, mit was Pen (= Strafe) des Tods sie wollen.
Beschreibstoff: Pg.
Archivale
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Siegler: Bernhart Besenfeld, Bürger zu Rewtlingen
Siegel (Erhaltung): Siegel vorhanden
Bemerkungen: +) vielleicht = Wasenmeister = Abdecker ? Sein Bruder ist ja Nachrichter = Henker
Genetisches Stadium: Or.
Siegel (Erhaltung): Siegel vorhanden
Bemerkungen: +) vielleicht = Wasenmeister = Abdecker ? Sein Bruder ist ja Nachrichter = Henker
Genetisches Stadium: Or.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ