Vor dem Gericht zu Laubenheim tauscht der "ehrnveste undt kunstreiche" Matthias ("Matheis") Fischer, kurfürstlicher Münzmeister zu Mainz, seine zinsfreien, anderthalb Viertel und einen Morgen umfassenden Weingärten auf dem "Cramberg" gegen zwei Weingärten des Jörg Joris und Philips Meurer. Es handelt sich um das dritte Teil aus einem Morgen in der Steige, von dem ein jährlicher Grundzins von 5 Albus an Adolph Berg zu zahlen ist, sowie drei Viertel im "Kalkofen", der an das Jesuitennoviziat zu Mainz jährlich 9 Malter 3 Kumpf und 3 "geschaidlein" Korn gibt. Da die Grundstücke von Jörg Joris und Philips Meurer ein halbes Viertel größer sind, übergibt Münzmeister Fischer den beiden 280 fl, der Gulden zu 30 Albus gerechnet, in Form einer Hypothek laut der Niederschrift, die der Münzmeister noch in Händen hat. Die Ehefrauen von Jörg Joris und Philips Meurer, Anna Catharina und Marta, stimmen ebenfalls zu. Zeugen: Johann Wolf Keydel, Johann Adam Jost, Johann Wolf Freytag, Johannes Solms Schultheiß, Philips Schmitt, Martin Mayer, Johann Niclas Spies und Niclas Eiswanger, alle geschworene Gerichtsschöffen. Actum Laubenheim, den ersten tag des monats Julij 1681. "Notandum das beyde Jorg Joris undt Philips Meurer die beyde weingart uf dem Cramberg an herrn münzmeister verkaufft laut kaufbriefs undt die hypothek dan erst der schuld weise wie dan auch der aufgerichte kaufbrief".