Briefwechsel Gottlieb v. Tuchers mit Carl Graf von Görtz
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E 29/II Nr. 2834
E 29/II Tucher/Gesamtgeschlecht und Jüngere Linie/Akten und Rechnungen
Tucher/Gesamtgeschlecht und Jüngere Linie/Akten und Rechnungen
31.08.1873 - 25.09.1873
Enthält:
1873 August 31: Brief des Carl Graf von Görtz aus Schlitz, Oberhessen, an den Freiherrn (G. v. Tucher).
Das neueste Werk Professor (Georg Friedrich) Daumers ("Kaspar Hauser. Sein Wesen, seine Unschuld"), worin die mögliche Beziehung Kaspar Hausers zum badischen Fürstenhaus behandelt wird, veranlasst Schreiber, sich hierzu zu äußern. Der 1856 verstorbene Prinz Emil von Hessen pflegte freundschaftliche Beziehungen zu Großherzogin Stephanie von Baden. Diese habe, auf Hauser angesprochen, geäußert, "eine Mutter könne sich über die Identität der Leiche ihres Kindes unmöglich täuschen; sie würde ja keinen Augenblick Ruhe haben können, wenn sie an jene Möglichkeit glauben könnte."
1873 September 9: Brief (Entwurf) Tuchers aus Kainzenbad an den Grafen.
Die Mitteilung deckt sich mit dem, was der Schwiegervater des Schreibers, Baron (Julius) Gemmingen Steinegg, auch erzählte. Weitere Diskussion der politischen Verhältnisse sowie der Rolle Stanhope's.
1873 September 25: Brief (Entwurf) Tuchers aus Kainzenbad bei Partenkirchen an den Grafen.
Nachrichten über einen Dr. Follati, der als Kurarzt die Großherzogin Stephanie in Wildbad behandelt hatte. Diese habe ihm erzählt, sie sei nach der schweren Geburt ihres 1. Sohnes wochenlang bewußtlos gelegen. Schreiber spielt mit der Möglichkeit, die Großherzogin habe das Kind wegen der erwähnten 'Bewußtlosigkeit' gar nicht sehen können. Bekannt ist es daß die Geburt, die durch einen berühmten Geburtsarzt aus Mainz ins Werk gesetzt worden, eine äußerst schwierige, künstliche gewesen sei, in deren Folge das sonst sehr kräftige starke u. gesunde Kind eine von der Zange herrührende Verletzung auf der Stirne zur Welt gebracht habe <,> daß die Mutter lange leidend u. bettlägerig gewesen.
1873 August 31: Brief des Carl Graf von Görtz aus Schlitz, Oberhessen, an den Freiherrn (G. v. Tucher).
Das neueste Werk Professor (Georg Friedrich) Daumers ("Kaspar Hauser. Sein Wesen, seine Unschuld"), worin die mögliche Beziehung Kaspar Hausers zum badischen Fürstenhaus behandelt wird, veranlasst Schreiber, sich hierzu zu äußern. Der 1856 verstorbene Prinz Emil von Hessen pflegte freundschaftliche Beziehungen zu Großherzogin Stephanie von Baden. Diese habe, auf Hauser angesprochen, geäußert, "eine Mutter könne sich über die Identität der Leiche ihres Kindes unmöglich täuschen; sie würde ja keinen Augenblick Ruhe haben können, wenn sie an jene Möglichkeit glauben könnte."
1873 September 9: Brief (Entwurf) Tuchers aus Kainzenbad an den Grafen.
Die Mitteilung deckt sich mit dem, was der Schwiegervater des Schreibers, Baron (Julius) Gemmingen Steinegg, auch erzählte. Weitere Diskussion der politischen Verhältnisse sowie der Rolle Stanhope's.
1873 September 25: Brief (Entwurf) Tuchers aus Kainzenbad bei Partenkirchen an den Grafen.
Nachrichten über einen Dr. Follati, der als Kurarzt die Großherzogin Stephanie in Wildbad behandelt hatte. Diese habe ihm erzählt, sie sei nach der schweren Geburt ihres 1. Sohnes wochenlang bewußtlos gelegen. Schreiber spielt mit der Möglichkeit, die Großherzogin habe das Kind wegen der erwähnten 'Bewußtlosigkeit' gar nicht sehen können. Bekannt ist es daß die Geburt, die durch einen berühmten Geburtsarzt aus Mainz ins Werk gesetzt worden, eine äußerst schwierige, künstliche gewesen sei, in deren Folge das sonst sehr kräftige starke u. gesunde Kind eine von der Zange herrührende Verletzung auf der Stirne zur Welt gebracht habe <,> daß die Mutter lange leidend u. bettlägerig gewesen.
Umfang/Beschreibung: 3 Prod
Archivale
Bemerkungen: Acc.Nr. D 1/2014
Bemerkungen: Die Äußerung der Großherzogin in Prod.1 legt den Schluss nahe, sie habe ihr Kind sowohl lebend als auch tot gesehen - was bislang nicht bekannt war (?)
Indexbegriff Person: Daumer, Georg Friedrich Prof.
Indexbegriff Person: Emil Prinz von Hessen
Indexbegriff Person: Follati, N Dr
Indexbegriff Person: Gemmingen, Julius von
Indexbegriff Person: Hauser, Kaspar
Indexbegriff Person: Stanhope, Philipp Heinrich
Indexbegriff Person: Stephanie, Großherzogin Baden
Indexbegriff Person: Tucher, Christoph Karl Gottlieb Sigmund
Indexbegriff Person: Tucher, Gottlieb (= Christoph Karl Gottlieb Sigmund)
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Hauseriana (Quellen und Forschungen zu Kaspar Hauser)
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Briefwechsel Gottlieb von Tucher
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Briefwechsel Diverse
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Herkunft
Bemerkungen: Die Äußerung der Großherzogin in Prod.1 legt den Schluss nahe, sie habe ihr Kind sowohl lebend als auch tot gesehen - was bislang nicht bekannt war (?)
Indexbegriff Person: Daumer, Georg Friedrich Prof.
Indexbegriff Person: Emil Prinz von Hessen
Indexbegriff Person: Follati, N Dr
Indexbegriff Person: Gemmingen, Julius von
Indexbegriff Person: Hauser, Kaspar
Indexbegriff Person: Stanhope, Philipp Heinrich
Indexbegriff Person: Stephanie, Großherzogin Baden
Indexbegriff Person: Tucher, Christoph Karl Gottlieb Sigmund
Indexbegriff Person: Tucher, Gottlieb (= Christoph Karl Gottlieb Sigmund)
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Hauseriana (Quellen und Forschungen zu Kaspar Hauser)
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Briefwechsel Gottlieb von Tucher
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Briefwechsel Diverse
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Herkunft
Baden, Großherzogtum
Hessen, Fürstentum
Kainzenbad
Mainz
Oberhessen
Schlitz
Wildbad (im Schwarzwald)
Erbprinzentheorie (Kaspar Hauser)
Prinz von Hessen
Großherzogin von Baden
Leiche
Kur
Zangengeburt
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.06.2025, 1:00 PM CEST
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Hierarchy detail view
- Stadtarchiv Nürnberg (Archivtektonik)
- Stadtarchiv Nürnberg (Archival tectonics)
- Bestandsgruppe E: Dokumentationsgut privater Provenienz (Archival tectonics)
- E 29 - Familienarchiv von Tucher (Archival tectonics)
- E 29/II - Familienarchiv Tucher / Gesamtgeschlecht und jüngere Linie / Akten und Rechnungen (Archival tectonics)
- Tucher/Gesamtgeschlecht und Jüngere Linie/Akten und Rechnungen (Archival holding)