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1.1.1. Altes Archiv bis 1815: 1.1.1. Kurfürstliche Zeit (Bestand)
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Stadtarchiv und Stadthistorische Bibliothek Bonn (Archivtektonik) >> A STADTARCHIV >> 1. Amtliche Überlieferung >> 1.1. Stadt Bonn >> 1.1.1. Altes Archiv bis 1815
1400-1800
Überlieferung der Stadtverwaltung Bonn und teilweise der kurfürstlichen Landesverwaltung, überwiegend aus dem 17. und 18. Jahrhundert, nur wenige Stücke aus der Zeit vor dem Brand des Archivs 1689: u.a. zeitgenössische Abschriften der Privilegien der Stadt von 1013 bis 1614 bzw. von 1341 bis 1697, Ratsprotokolle 1689-1793 (mit Lücken), Stadtrechnungen und Rechnungsrevisionen 1638-1794 (mit Lücken), Protokolle des Zwölfterkollegiums und Anträge der Zwölfter 17. Jh., 1719-1792, Kontrakten- bzw. Schöffenprotokolle (Bonn, Dottendorf und Endenich) 1577-1799, kurfürstliche Ediktensammlung 1533-1797. verzeichnet/AUGIAS-Datenbank, Findbuch-Ausdruck, Online-Findbuch
Form und Inhalt: "Die Beschießung Bonns im Jahre 1689." Faksimiledruck eines alten Kupferstichs.Druck und Verlag der Hauptmann'schen Buchdruckerei Bonn.VORWORTIm Jahre 1899 ordnete Dr. Armin Tille die bis dahin unbenutzbaren alten Aktenbestände der Stadtverwaltung. Dabei unterteilte er die Archivalien in die drei Bestände Kurfürstliche, Französische und Preußische Zeit. Verzeichnet wurde der etwa 40 laufende Regalmeter umfassende Bestand Kurfürstliche Zeit jedoch erst 1927 auf Grundlage der von Tille geschaffenen Gruppeneinteilung. Bei der Verzeichnung wurden teilweise recht große Einheiten gebildet, die aus mehreren Mappen bestehen. Die Erschließung der damals rund 830 Verzeichnungseinheiten war zudem nur mäßig, Zeit- und Titelangaben waren zum Teil ungenau, teilweise fehlten Akten: So fanden sich bei der Verzeichnung 1927 keine "Besonderen Akten" resp. Spezialakten betr. "Judenschulden", obwohl dieser Gruppentitel 1899 noch von Armin Tille vergeben worden war (spätere Akten s. Bestand Französische Zeit Signaturen Fr 30/25 bis 30/299).1928 wurden aus dem Bestand zudem Archivalien des 18. Jahrhunderts an das Familienarchiv des Freiherrn von Boeselager in Burg Heimerzheim abgegeben (Siehe auch: Inventarium des Freiherrlichen von Boeselagerschen Archives zu Heimerzheim, M. H. Geyr von Schweppenburg, 1925-1928, sowie einen Auszug hieraus betr. Familie Belderbusch, Bestand SN 198 "Externe Findbücher", Signaturen: SN 198/10 und SN 198/85):- Familienpapiere des Ministers Graf von Belderbusch und der Abtissin Gräfin Satzenhoven (Signatur: Ku 107/1)- Ahnenproben der Äbtissin des Adligen Stiftes Vilich Gräfin Satzenhoven (Signatur: Ku 34/3)- Hinterlassenschaft der Generalin von Berlichingen (Signatur: Ku 108/4)Im Zweiten Weltkrieg wurde der Bestand in den Gronau-Bunker ausgelagert. Als 1945 die Pumpen versagten, geriet ein Teil der Akten unter Wasser. Da die Papiere nicht sofort herausgeholt und getrocknet wurden, entstanden größere Wasserschäden und einige Totalverluste: So gelten von den Originalen der Ratsprotokolle (mit Anlagen) insgesamt 25 Bände als durch Wasserschaden untergegangen:- Ratsprotokolle mit Anlagen 1685, Original (Signatur: Ku 46/1)- Ratsprotokolle mit Anlagen 1686, Original (Signatur: Ku 46/2)- Ratsprotokolle mit Anlagen 1688, Original (Signatur: Ku 46/3)- Ratsprotokolle mit Anlagen 1690, Original (Signatur: Ku 46/4)- Ratsprotokolle mit Anlagen 1691-1692, Original (Signatur: Ku 46/5): Abschrift vorhanden- Ratsprotokolle mit Anlagen 1693, Original (Signatur: Ku 46/6): Abschrift vorhanden- Ratsprotokolle mit Anlagen 1694, Original (Signatur: Ku 46/7): Abschrift vorhanden- Ratsprotokolle mit Anlagen 1696, Original (Signatur: Ku 46/8): Abschrift vorhanden- Ratsprotokolle mit Anlagen 1697-1702, Original (Signatur: Ku 47/1): Abschrift vorhanden- Ratsprotokolle mit Anlagen 1703-1707, Original (Signatur: Ku 47/2): Abschrift vorhanden- Ratsprotokolle mit Anlagen 1708-1715, Original (Signatur: Ku 47/3): Abschrift vorhanden- Ratsprotokolle mit Anlagen 1719-1727, Original (Signatur: Ku 47/4): Abschrift vorhanden- Ratsprotokolle mit Anlagen 1722-1725, Original (Signatur: Ku 47/5): Abschrift teilweise vorhanden- Ratsprotokolle mit Anlagen 1726-1729, Original (Signatur: Ku 48/1)- Ratsprotokolle mit Anlagen 1730-1735, Original (Signatur: Ku 48/2)- Ratsprotokolle mit Anlagen 1748-1753, Original (Signatur: Ku 49/2): Abschrift vorhanden- Ratsprotokolle mit Anlagen 1754-1759, Original (Signatur: Ku 49/3): Abschrift nur für die Jahre 1758-1759 vorhanden- Ratsprotokolle mit Anlagen 1761-1762, Original (Signatur: Ku 49/4): Abschrift vorhanden- Ratsprotokolle mit Anlagen 1763-1764, Original (Signatur: Ku 49/5): Abschrift vorhanden- Ratsprotokolle mit Anlagen 1766-1768, Original (Signatur: Ku 50/1): Abschrift vorhanden- Ratsprotokolle mit Anlagen 1769-1772, Original (Signatur: Ku 50/2): Abschrift vorhanden- Ratsprotokolle mit Anlagen 1772-1774, Original (Signatur: Ku 50/3): Abschrift vorhanden- Ratsprotokolle mit Anlagen 1775-1777, Original (Signatur: Ku 50/4)- Ratsprotokolle mit Anlagen 1779-1780, Original (Signatur: Ku 51/2)- Ratsprotokolle mit Anlagen 1784-1789, Original (Signatur: Ku 51/4): Abschrift vorhandenEinen bedingten Ersatz bieten die teilweise vorhandenen zeitgenössischen Abschriften.Ende des Jahres 2005 wurde das bisher nur handschriftlich vorliegende Findbuch in das Verzeichnungsprogramm AUGIAS übertragen. Hierbei konnten auch die Laufzeiten vieler Akten, die bisher nur mit der Angabe des Jahrhunderts recht grob datiert waren, geklärt werden. Ebenfalls wurden Erschließungsungenauigkeiten überarbeitet. Es konnten sogar einige seit langem verschollene Aktenstücke wieder ermittelt werden. Nicht verändert wurden die Archivalieneinheiten, auch wenn deren Umfang oft eine Unterteilungen im mehrere Teile nötig machte. Diese Unterteilung in Bände war schon kurz nach 1978, dem Umzug in das neue Stadthaus, erfolgt, als die Archivalien in Kartons gelegt worden waren. Da die bestehenden Signaturen seit 1927 in die Literatur eingegangen sind und die Verfilmung in dieser Reihenfolge geschehen ist, wurden solche Veränderungen nicht vorgenommen.Bei dieser Gelegenheit wurden auch die bis dahin unsignierten Kontraktenprotokolle durchnummeriert. Diese Unterlagen des Bonner Schöffengerichts reichen, anders als die städtische Überlieferung, in einer fast lückenlosen Reihung bis zum Jahre 1577 zurück. Im Stadtarchiv lagerten früher auch die Kontraktenprotokolle von Ahrweiler, Alfter, Arloff, Beuel, Kuchenheim, Duisdorf, Ersdorf, Gelsdorf, Gielsdorf, Godesberg, Lüftelberg, Meckenheim, Mehlem, Miel, Morenhoven, Münstereifel, Niederdrees, Oberwinter, Rheinbach, Sinzig, Stotzheim, Tomberg, Ulmen, Urfeld, Waldorf, Weidesheim, Widdig, Witterschlick und Wormersdorf. Diese dem Hauptstaatsarchiv Düsseldorf zustehenden Archivalien wurden auf dessen Anforderung in den Jahren 1936 bis 1938 dorthin abgegeben (Einzelheiten siehe Bestand Preußische Zeit, Signatur: Pr 42/716). Am 8.12.2005 wurden noch einige vergessene Teile nachgeliefert. Um die Benutzung der im Stadtarchiv verbliebenen Kontraktenprotokolle von Bonn, Dottendorf und Endenich zu erleichtern, wurden schon vor längerer Zeit Fotokopien der zeitgenössischen Namenregister angefertigt.Vermutlich ebenfalls 1945 durch Wasserschaden untergegangen sind folgende Kontraktenprotokolle:Bonn:- Kontraktenprotokolle 1700 - 1708 (Signatur: Ku 111/21)- Kontraktenprotokolle 1709 - 1711 (Signatur: Ku 111/22)- Kontraktenprotokolle 1712 - 1715 (Signatur: Ku 111/23)- Kontraktenprotokolle 1723 - 1724 (Signatur: Ku 111/28)- Kontraktenprotokolle 1725 - 1726 (Signatru: Ku 111/29)- Kontraktenprotokolle 1727 - 1729 (Signatur: Ku 111/30)Endenich:- Kontraktenprotokolle 1745 - 1752 (o. Sign.)- Kontraktenprotokolle 1753 - 1756 (o. Sign.)- Kontraktenprotokolle 1757 - 1760 (o. Sign.)- Kontraktenprotokolle 1761 - 1764 (o. Sign.)- Kontraktenprotokolle 1765 - 1767 (o. Sign.)- Kontraktenprotokolle 1774 - 1783 (o. Sign.)In das handschriftliche Findbuch waren auch Archivalien eingetragen worden, die der Verein Alt-Bonn (heute Bonner Heimat- und Geschichtsverein) dem Stadtarchiv als Depositum überlassen hatte. Da inzwischen für diesen Bestand ein eigenes Findbuch angelegt worden ist, wurden diese Stücke hier nicht noch einmal verzeichnet.Der ganze Bestand Kurfürstliche Zeit ist sicherungsverfilmt, Gebrauchsfilme stehen im Lesesaal zur Verfügung.Im Mai 2007 wurde ein neues Register zum Findbuch erstellt, da das alte von 1927 nicht mehr den Anforderungen genügte.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.