Die Ratsherren Markus Anton Krafft von Dellmensingen [Stadt Erbach/Alb-Donau-Kreis], Heinrich Friedrich Besserer von Talfingen [Obertalfingen Stadt Ulm] und Markus Scheler, derzeit Pfarrkirchenbaupfleger in Ulm, verleihen Johann Egle von Donaurieden [Stadt Erbach/Alb-Donau-Kreis] auf Lebenszeit ein Hofgut in Donaurieden, das zuvor sein Schwiegervater Georg Mack bewirtschaftet hat. Der Hof untersteht der Pfarrkirchenbaupflege in Ulm und gehört der Neithardtischen Stiftung. Dazu gehören Haus, Hofstatt, Stadel, Kotten und Garten im Dorf, 72 Jauchert Äcker und 24,25 Tagwerk Mähder. Er ist verpflichtet, den Hof in gutem Kulturzustand zu halten. Statt der bisher üblichen 100 Imi Fesen und 50 Imi Hafer hat er der Pfarrkirchenbaupflege auf Lebenszeit jährlich 70 Imi Fesen und 40 Imi Hafer Ulmer Maß, 10 Gulden 10 Kreuzer und 2 Heller Heugeld, 300 Eier, 18 Herbsthühner, 1 Gans und 1 Fastnachtshuhn nach Ulm zu liefern. Der bei der Verleihung fällige Handlohn wurde auf 700 Gulden festgelegt. Davon sind zum 11. November ("auf Martini") 1731 400 Gulden zu bezahlen, an Ostern 1732 weitere 100 Gulden. Die restlichen 200 Gulden hat er in jährlichen Raten zu 20 Gulden zu entrichten. Bei Säumnissen in der Lieferung der Abgaben, unsachgemäßer Bewirtschaftung und nach seinem Tod fällt der Hof an die Pfarrkirchenbaupflege zurück. Wenn er den Hof vorzeitig verlässt und nach seinem Tod stehen dieser außerdem 3 Pfund Heller als Weglöse zu.