Jepsen, Asmus Christian Heinrich * 18.10.1901 in Fruerlund + 06.05.1945 um 20.30 Uhr hingerichtet durch Erschießungskommando
Vollständigen Titel anzeigen
B 1, 1934.4
Vorl. Nr.: B 1, 293
B 1 Stadt Wedel 1875 - 1950
B 1 Stadt Wedel 1875 - 1950 >> 111 Polizeibeamte
1935 - 1976
Enthält: Polizeisekretär 1935 - 1945, Kapitänleutnant (MA) Versorgung der Witwe
Zeitungsartikel zum Prozeß gegen Großadmiral Dönitz und zur Benennung einer Straße in Flensburg nach ihm.
Weitere Hinweise und Quellen zu Jepsen:
Jepsen war zwei Tage vor der Kapitulation auf Grund eines Kriegsgerichtsurteils erschossen worden. Das Gericht hatte ihm am Vortag wegen Fahnenflucht und Plünderung zum Tode verurteilt. Er hatte am 03.05.1945 als Kommandant eines Marinebefehlszuges den Zug nicht wie angeordnet nach Flensburg gebracht. Jepsen hatte vielmehr, in dem Glauben, der Krieg sei zu Ende, die Zugbesatzung entlassen und den Matrosen die Mitnahme von Lebensmitteln aus den Zugvorräten gestattet. Jepsen selbst war zu seinen Angehörigen nach Neukirchen bei Flensburg gefahren und wurde dort von Feldgendarmen am 5.05.1945 verhaftet. Ein Gnadengesuch gerichtet an Großadmiral Dönitz hatte keinen Erfolg. Somit wurde das Todesurteil einen Tag später vollstreckt.
Siehe auch Paul, Gerhard: Landunter : Schleswig und das Hakenkreuz, Münster 2001. Kopie auf Seite 335 zur Erschießung Jepsens liegt in Bibliothek vor. Dort Hinweis auf Bundesarchiv, Zentralnachweisstelle Ludwigsburg.
Zeitungsartikel zum Prozeß gegen Großadmiral Dönitz und zur Benennung einer Straße in Flensburg nach ihm.
Weitere Hinweise und Quellen zu Jepsen:
Jepsen war zwei Tage vor der Kapitulation auf Grund eines Kriegsgerichtsurteils erschossen worden. Das Gericht hatte ihm am Vortag wegen Fahnenflucht und Plünderung zum Tode verurteilt. Er hatte am 03.05.1945 als Kommandant eines Marinebefehlszuges den Zug nicht wie angeordnet nach Flensburg gebracht. Jepsen hatte vielmehr, in dem Glauben, der Krieg sei zu Ende, die Zugbesatzung entlassen und den Matrosen die Mitnahme von Lebensmitteln aus den Zugvorräten gestattet. Jepsen selbst war zu seinen Angehörigen nach Neukirchen bei Flensburg gefahren und wurde dort von Feldgendarmen am 5.05.1945 verhaftet. Ein Gnadengesuch gerichtet an Großadmiral Dönitz hatte keinen Erfolg. Somit wurde das Todesurteil einen Tag später vollstreckt.
Siehe auch Paul, Gerhard: Landunter : Schleswig und das Hakenkreuz, Münster 2001. Kopie auf Seite 335 zur Erschießung Jepsens liegt in Bibliothek vor. Dort Hinweis auf Bundesarchiv, Zentralnachweisstelle Ludwigsburg.
Archivale
Jepsen, Asmus
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
01.07.2025, 13:38 MESZ