Amtsgerichte (bis 1968): Amtsgericht Fronhausen (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
275 Fronhausen
Hessisches Staatsarchiv Marburg (Archivtektonik) >> Gliederung >> Akten ab 1867 >> Stellen der Justiz >> Amtsgerichte (Justizämter usw.) >> Amtsgerichte (bis 1968)
ca. 1820-1937
Enthält: Ablösungssachen, Vormundschaftssachen, Konkursakten, Verwaltungsakten, Straf- und Zivilprozesse, Testamente und Erbverträge
Geschichte des Bestandsbildners: Das Justizamt Fronhausen wurde im Zuge der Trennung von Justiz und Verwaltung zum 1. Januar 1822 aus den bisherigen Ämtern Fronhausen und Treis an der Lumda sowie dem Gericht Nordeck errichtet (kurh. GS 1821, S. 29, 69). Für die letzteren beiden Gebiete wurde in Treis ein Assistenzamt eingerichtet (Nordeck, Treis an der Lumda, Wemertshausen, Winnen). Dieser Bezirk wurde zum 15. Januar 1832 zum selbstständigen Justizamt erhoben.
Nach der Annexion Kurhessens durch Preußen wurde das Justizamt Fronhausen in „Amtsgericht Fronhausen“ umbenannt. Zum 12. September 1867 wurden nach dem Friedensschluss zwischen Preußen und Hessen-Darmstadt bei der Auslösung des Justizamts Treis an der Lumda dessen Gemeinden zugeteilt.
Im Jahr 1943 wurde der Rechtsbetrieb kriegsbedingt ausgesetzt. Nach der Wiederaufnahme der Rechtspflege nach Kriegsende 1945 wurde das Amtsgericht Fronhausen nicht wiedereröffnet. Odenhausen und Salzböden wurden dem Bezirk des Amtsgerichts Wetzlar zugeschlagen, die übrigen Gemeinden gingen im Bezirk des Amtsgerichts Marburg auf.
Gerichtsbezirk:
Altenvers, Argenstein, Bellnhausen, Damm, Erbenhausen (seit 1867), Fronhausen, Hachborn (seit 1867), Hassenhausen (seit 1867), Holzhausen, Ilschhausen (seit 1867), Kirchvers, Lohra (bis 1902), Nanz-Willershausen (bis 1821 Nanzhausen und Willershausen), Niederwalgern, Odenhausen (seit 1902), Oberwalgern, Reimershausen, Rodenhausen (bis 1902), Rollshausen (bis 1902), Roth, Salzböden (seit 1902), Seelbach (bis 1902), Sichertshausen, Stedebach, Weipoltshausen, Wenkbach, Wolfshausen (seit 1933)
Findmittel: masch. Findbuch (Testamente und Erbverträge), masch. Verzeichnis (Verwaltungsakten), Ablieferungslisten, Findkartei, teilweise unverzeichnet
Referent: Herr Dr. Petter, Frau Laube
Zusatzinformationen: Letzte Aktualisierung: 01.12.2017
Geschichte des Bestandsbildners: Das Justizamt Fronhausen wurde im Zuge der Trennung von Justiz und Verwaltung zum 1. Januar 1822 aus den bisherigen Ämtern Fronhausen und Treis an der Lumda sowie dem Gericht Nordeck errichtet (kurh. GS 1821, S. 29, 69). Für die letzteren beiden Gebiete wurde in Treis ein Assistenzamt eingerichtet (Nordeck, Treis an der Lumda, Wemertshausen, Winnen). Dieser Bezirk wurde zum 15. Januar 1832 zum selbstständigen Justizamt erhoben.
Nach der Annexion Kurhessens durch Preußen wurde das Justizamt Fronhausen in „Amtsgericht Fronhausen“ umbenannt. Zum 12. September 1867 wurden nach dem Friedensschluss zwischen Preußen und Hessen-Darmstadt bei der Auslösung des Justizamts Treis an der Lumda dessen Gemeinden zugeteilt.
Im Jahr 1943 wurde der Rechtsbetrieb kriegsbedingt ausgesetzt. Nach der Wiederaufnahme der Rechtspflege nach Kriegsende 1945 wurde das Amtsgericht Fronhausen nicht wiedereröffnet. Odenhausen und Salzböden wurden dem Bezirk des Amtsgerichts Wetzlar zugeschlagen, die übrigen Gemeinden gingen im Bezirk des Amtsgerichts Marburg auf.
Gerichtsbezirk:
Altenvers, Argenstein, Bellnhausen, Damm, Erbenhausen (seit 1867), Fronhausen, Hachborn (seit 1867), Hassenhausen (seit 1867), Holzhausen, Ilschhausen (seit 1867), Kirchvers, Lohra (bis 1902), Nanz-Willershausen (bis 1821 Nanzhausen und Willershausen), Niederwalgern, Odenhausen (seit 1902), Oberwalgern, Reimershausen, Rodenhausen (bis 1902), Rollshausen (bis 1902), Roth, Salzböden (seit 1902), Seelbach (bis 1902), Sichertshausen, Stedebach, Weipoltshausen, Wenkbach, Wolfshausen (seit 1933)
Findmittel: masch. Findbuch (Testamente und Erbverträge), masch. Verzeichnis (Verwaltungsakten), Ablieferungslisten, Findkartei, teilweise unverzeichnet
Referent: Herr Dr. Petter, Frau Laube
Zusatzinformationen: Letzte Aktualisierung: 01.12.2017
8,30 MM
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 08:12 MESZ