Der Ritter Hermann Gryp und seine Söhne Johannes, Arnold und Justatius übertragen ihrem Herrn, Bischof Ludwig von Münster, und seiner Kirche ihr Haus (domus) Wolderikeshus im Dorf Haverbeck (villa Haverbeke), Diözese Osnabrück, samt Rechten und Zubehör, das sie bisher als Eigengut (nomine predii, quod eghengud vulgariter appellatur) besessen haben. Sie lassen das Eigentum des Hauses auf anstelle allen Rechts, das Bischof und Kirche bisher am Haus(domus) Ludolfs de Morseten im Kirchspiel Twistringen (Twysteren), Diözese Minden, hatten, welches der münsterische Ministeriale Wessel Düker (Dukere) als Dienstmannenlehen (feodum ministerialium) der münsterischen Kirche besessen und an den Edelherrn Rudolf von Diepholz (Depholte) verkauft hat, der es als Manngut (nomine homagii, quod mangud dicitur) des Bischofs und der Kirche innehaben soll. Die Aussteller haben das Wolderikeshus vom Bischof als seine Ministerialen zu Lehen empfangen. Hermann kündigt - auch für seine Söhne wegen deren Siegelkarenz - sein Siegel an. fern sexta post octavas pentecostes
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Der Ritter Hermann Gryp und seine Söhne Johannes, Arnold und Justatius übertragen ihrem Herrn, Bischof Ludwig von Münster, und seiner Kirche ihr Haus (domus) Wolderikeshus im Dorf Haverbeck (villa Haverbeke), Diözese Osnabrück, samt Rechten und Zubehör, das sie bisher als Eigengut (nomine predii, quod eghengud vulgariter appellatur) besessen haben. Sie lassen das Eigentum des Hauses auf anstelle allen Rechts, das Bischof und Kirche bisher am Haus(domus) Ludolfs de Morseten im Kirchspiel Twistringen (Twysteren), Diözese Minden, hatten, welches der münsterische Ministeriale Wessel Düker (Dukere) als Dienstmannenlehen (feodum ministerialium) der münsterischen Kirche besessen und an den Edelherrn Rudolf von Diepholz (Depholte) verkauft hat, der es als Manngut (nomine homagii, quod mangud dicitur) des Bischofs und der Kirche innehaben soll. Die Aussteller haben das Wolderikeshus vom Bischof als seine Ministerialen zu Lehen empfangen. Hermann kündigt - auch für seine Söhne wegen deren Siegelkarenz - sein Siegel an. fern sexta post octavas pentecostes
B 101u, 0 - IV E Nr. 23.
B 101u Domkapitel Münster - Urkunden
Domkapitel Münster - Urkunden >> 58. IV E: Kammerlehen
1326 Mai 23
Vermerke: Ausf., Perg.; abhängendes, beschädigtes Siegel. - R: XXXVIIIa de infeudacionibus.
Urkunde
Nr: IV E Nr. 23.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:46 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) (Tektonik)
- 1.2.1. Fürstbistum Münster (Tektonik)
- 1.2.1.2. Domkapitel (Tektonik)
- Domkapitel Münster (Tektonik)
- Domkapitel Münster / Urkunden (Bestand)
- 58. IV E: Kammerlehen (Gliederung)