Lannghannßen Jakob, Waldschütz zu Reichenbach [Kr. Esslingen], zu Schorndorf gef., weil er auf einem Waldgang durch seine Abteilung im Lützelbach von dem Wildschützen Jakob Höndlin aus Baltmannsweiler, der gerade einen Hirsch aushaute, Wildbret im Gewicht von 20 Pfund oder mehr angenommen hatte, deshalb mit einer Geldstrafe von 10 lb h und der Zahlung seiner Atzung und Gefängniskosten bestraft und freigelassen mit der Auflage, künftig dergleichen Handlungen und alles Waidwerk zu unterlassen, vielmehr auf den landesherrlichen Forst und das Wildgehege sein besonderes Augenmerk zu richten und alle ihm bekannt werdenden Wildfrevel unverzüglich dem Forstmeister oder den Amtleuten anzuzeigen, nimmt diese Artikel an und schwört U.
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Lannghannßen Jakob, Waldschütz zu Reichenbach [Kr. Esslingen], zu Schorndorf gef., weil er auf einem Waldgang durch seine Abteilung im Lützelbach von dem Wildschützen Jakob Höndlin aus Baltmannsweiler, der gerade einen Hirsch aushaute, Wildbret im Gewicht von 20 Pfund oder mehr angenommen hatte, deshalb mit einer Geldstrafe von 10 lb h und der Zahlung seiner Atzung und Gefängniskosten bestraft und freigelassen mit der Auflage, künftig dergleichen Handlungen und alles Waidwerk zu unterlassen, vielmehr auf den landesherrlichen Forst und das Wildgehege sein besonderes Augenmerk zu richten und alle ihm bekannt werdenden Wildfrevel unverzüglich dem Forstmeister oder den Amtleuten anzuzeigen, nimmt diese Artikel an und schwört U.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 44 U 4193
F.
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 44 Urfehden
Urfehden >> 7. Band 7: Amt /Vogtei Rosenfeld bis Sindelfingen >> 07.04 Schorndorf, Amt >> 07.04.02 Forst Schorndorf
1566 September 23
Urkunden
Siegler: Hans Schibhart, B. zu Schorndorf
Überlieferungsart: Ausfertigung
Vermerke: 1 Pap. S.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Vermerke: 1 Pap. S.
Höndlin, Jakob
Lannghannß, Jakob
Baltmannsweiler ES
Reichenbach an der Fils ES
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:21 MEZ
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Namensnennung 3.0 Deutschland