A1: Friedrich Smid, derzeit zu Gnadenberg. A2: Kathrei, Frau von A1.
S: Stadt Neumarkt. E: die ´Neustift´ des Gotteshauses und Klosters zum
Gnadenberg. Betreff: Stiftung eines von Heinrich Stoll zu Neumarkt erkauften
eigenen Guts zu Sindlbach, das Hans Smid, Bruder bzw. Schwager von A1 und
A2, vererbrechtet ist, zugunsten eines ewigen Immerlichts, das ewig und
immer in einer hängenden Lampe vor dem Sarg des Leichnams unseres lieben
Herrn Jesu Christi und dem ´wirdigen Heiltum daselbst´ brennen soll. Zu
diesem Immerlicht sollen Hans Smid und seine Erben an allen Quatembern 15
Pfund Leinöl und jedes Jahr eine Fasnachthenne in das Kloster zu liefern
verpflichtet sein. Dafür sollen der Prior und die Brüder des Konvents einen
ewigen Jahrtag mit Vigil und Seelenamt jeweils am Freitag vor
Herren-Fasnacht begehen, wie es des Ordens Gewohnheit ist. Das Kloster soll
das Gut als eigenes Gut innehaben, es ´in seine Freiheit nehmen´, die
Inhaber schützen und schirmen wie andere Hintersassen des Gotteshauses auch
und ihnen einen Erbbrief darum geben. Zeugen: Ulrich Goldner, Ulrich Wirt
und Konrad Lehenman, alle Schöffen und Bürger des Rats der Stadt
Neumarkt.