Vor den von Erzbischof Gerlach gesetzten Richtern des Mainzer Stuhles verleiht Heinrich von Frankfurt ("Heinricus von Frankenford"), Vikar und Zinsheber ("censuarius seu collator censuum") der Dompräsenz, dem Mainzer Bürger Heinrich Riemenschneider ("Rymensnider"), s. Fr. "Phia" und ihren Töchtern Nesa und Dina auf ihr Lebtag Hofstatt und Haus zu der Taube auf dem Leichhof ("Duben uff dem Lichove"), an das Haus weiland ("olim") des Leininger ("Leyninger") stoßend, das Merkelin der Hutmacher ("pilleator") einst bewohnte, gegen 5 Pfd. Heller Zins, fällig dem Domstift oder einem Amtmann zur Präsenz ("ad presentias seu cottidianas distributiones inter canonicos et vicarios equaliter distribuendas") je zur Hälfte an Johanni Ev. und B. oder binnen 14 Tage. - Die Beliehenen sind verpflichtet, alle Fenster und Öffnungen ("foramina") gegen das Kelterhaus ("versus cellarium et domum dictam Kelterhus") des Domstifts zu beseitigen und keine neuen auf dieser Seite zu brechen. Bei Verletzung dieser Bestimmungen und Anrufung des weltlichen Gerichts fällt das Gut an das Domstift zurück. S.: geistliches Gericht. "Actum et d. 1353 Non. Novembris".