Herrschafts- und Familienarchiv von Falkenstein (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 69 von Falkenstein
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Nichtstaatliches Archivgut >> Familien- und Herrschaftsarchive >> Adel >> von Falkenstein
Überlieferungsgeschichte
Das Familien- und Herrschaftsarchiv bezieht sich auf die Rimsinger Linie der Falkensteiner. Diese Nachfahren der am oberen Neckar, in der Herrschaft Schramberg ansässigen Falkensteiner zu Falkenstein hatten Anfang des 17. Jh. die Herrschaft Oberrimsingen bei Breisach erworben. Einzelne in diesem Archiv überlieferte Urkunden aus der unmittelbaren Umgebung Freiburgs im Breisgau, wie etwa das aus dem 14. Jh. stammende Verzeichnis über Zinseinnahmen in Freudenbach = Wagensteig und Rota bei Kirchzarten, deuten an, dass sie auch Erben der bis Ende des 14. Jh. auf der Burg Falkenstein am Eingang des Höllentals nachgewiesenen Grafen und Freiherren waren, die im 12. Jh. in Diensten der Herzöge von Zähringen bezeugt sind. Nach dem Verlust ihrer großen Besitzungen im 15. Jh. und dem Abstieg in den niederen Adel gelang ein Wiederaufstieg in den Freiherrenstand im 17. Jh. Einige Mitglieder der Familie begegnen als kirchliche Würdenträger in Klöstern (Masmünster) und Bistümern (Augsburg, Csanád), seit dem 18. Jh. als Kammerherrn in badischen Diensten.
Nachdem Franz Anton Karl von Falkenstein, badischer Kammerherr und Rittmeister, 1872 ohne männliche Erben verstorben war, ging das Eigentum dieser Familie und mit diesem auch das Archiv auf dem Erbweg in den Besitz der Familie von Helmstatt über. Das Archiv von Falkenstein hinterlegten 1933/1987 die Grafen Pleikard von Helmstatt und Dieter von Helmstatt-Hochhausen. Im April 2008 verkaufte letzterer das Archiv dem Land Baden-Württemberg.
Inhalt und Bewertung
Das Archiv enthält auch Nachlassteile verschwägerter Familien, insbesondere von Schauenburg und von Hennin. Der Schwerpunkt des Falkensteinschen Besitzes lag bei Breisach, Freiburg im Breisgau und Hausen an der Möhlin. Der Bestand ist nach Brauerschen Rubriken geordnet.
Urkunden: v.a. Dienste, Erbschaften, Abgaben, Heiraten, Schulden, Testamente.- Herrschaften Hausen und Oberrimsingen.- Damenstift Masmünster (Dep. Haut Rhin)
Akten: v.a. Erbschaften, Korrespondenz, Schulden.- Güterverwaltung Hausen, Neuershausen, Oberrimsingen, Rothaus.- Meierei in Maxstadt (Dep. Moselle), Damenstift Masmünster
Das Familien- und Herrschaftsarchiv bezieht sich auf die Rimsinger Linie der Falkensteiner. Diese Nachfahren der am oberen Neckar, in der Herrschaft Schramberg ansässigen Falkensteiner zu Falkenstein hatten Anfang des 17. Jh. die Herrschaft Oberrimsingen bei Breisach erworben. Einzelne in diesem Archiv überlieferte Urkunden aus der unmittelbaren Umgebung Freiburgs im Breisgau, wie etwa das aus dem 14. Jh. stammende Verzeichnis über Zinseinnahmen in Freudenbach = Wagensteig und Rota bei Kirchzarten, deuten an, dass sie auch Erben der bis Ende des 14. Jh. auf der Burg Falkenstein am Eingang des Höllentals nachgewiesenen Grafen und Freiherren waren, die im 12. Jh. in Diensten der Herzöge von Zähringen bezeugt sind. Nach dem Verlust ihrer großen Besitzungen im 15. Jh. und dem Abstieg in den niederen Adel gelang ein Wiederaufstieg in den Freiherrenstand im 17. Jh. Einige Mitglieder der Familie begegnen als kirchliche Würdenträger in Klöstern (Masmünster) und Bistümern (Augsburg, Csanád), seit dem 18. Jh. als Kammerherrn in badischen Diensten.
Nachdem Franz Anton Karl von Falkenstein, badischer Kammerherr und Rittmeister, 1872 ohne männliche Erben verstorben war, ging das Eigentum dieser Familie und mit diesem auch das Archiv auf dem Erbweg in den Besitz der Familie von Helmstatt über. Das Archiv von Falkenstein hinterlegten 1933/1987 die Grafen Pleikard von Helmstatt und Dieter von Helmstatt-Hochhausen. Im April 2008 verkaufte letzterer das Archiv dem Land Baden-Württemberg.
Inhalt und Bewertung
Das Archiv enthält auch Nachlassteile verschwägerter Familien, insbesondere von Schauenburg und von Hennin. Der Schwerpunkt des Falkensteinschen Besitzes lag bei Breisach, Freiburg im Breisgau und Hausen an der Möhlin. Der Bestand ist nach Brauerschen Rubriken geordnet.
Urkunden: v.a. Dienste, Erbschaften, Abgaben, Heiraten, Schulden, Testamente.- Herrschaften Hausen und Oberrimsingen.- Damenstift Masmünster (Dep. Haut Rhin)
Akten: v.a. Erbschaften, Korrespondenz, Schulden.- Güterverwaltung Hausen, Neuershausen, Oberrimsingen, Rothaus.- Meierei in Maxstadt (Dep. Moselle), Damenstift Masmünster
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:03 MESZ