Interview mit Arnold und mit Johanna Marque und mit Reynold S. Koppel (Teil 1)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 30/008 R140258/101
Nr. 16
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 30/008 Audiovisuelle Medien des Gedenkstättenverbundes Gäu-Neckar-Alb e.V.
Audiovisuelle Medien des Gedenkstättenverbundes Gäu-Neckar-Alb e.V. >> Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. >> Filmdokumente
Juni 2001
0:00:00 - 0:49:30
Interview von Carsten Kauth, Mitarbeiter der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. [nicht im Bild], mit Johanna Marque (geboren 30.11.1924 in Basel; geborene Braunschweig) vor ihrem Wohnhaus in Ross über:
Kindheit in Efringen-Kirchen. Koschere Metzgerei ihres Vaters. Ab 1933 Verbot des Schächterns. 1933 Umzug der Familie nach Saint-Louis (Elsass/Frankreich): Keine Arbeitsgenehmigung, Vater als Spion verdächtig, daher Umzug nach Basel. 1935 Wieder Umzug nach Efringen-Kirchen. Schwierige Schulzeit. Anfeindungen durch eine Schülerin. Sehr religiöse Einstellung ihrer Eltern. Bedeutung der jüdischen Feiertage. Umzug zu ihrer Schwester nach Basel von 1936 bis 1938, dann weiter nach Besançon, Hilfe durch Max Blum (geboren in Efringen-Kirchen). Arbeit in Besançon. Flucht nach Basel: Hilfe durch einen jungen Franzosen, kurzfristige Festnahme in der Schweiz. 1943 Kennenlernen ihres Ehemannes, gemeinsames Englischlernen. 1945 Heirat. Flucht ihrer Mutter von Besançon in die Schweiz. Ihre Schwester Margot Deportation nach Auschwitz.
0:49:30 - 1:09:27
Interview von Ulrike Baumgärtner, Vorsitzende der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. [nicht im Bild], mit Johanna Marque in ihrem Wohnhaus in Ross über:
1946 Emigration in die USA "Schifffahrt war eine Katastrophe". Erwartungen an die USA. Erste Eindrücke von New York. Anfangszeit: Verschiedene Wohnungen in New York, Arbeit ihres Ehemannes. Umzug nach San Francisco. Mithilfe beim Aufbau der Versicherungsagentur. Erziehung ihrer Kinder.
1:09:27 - 1:18:36
Johanna Marque zeigt in ihrer Wohnung einen Ausschnitt aus der Torarolle von Efringen-Kirchen und moderne Kunst. Aufnahme von der Golden Gate Bridge.
1:18:36 - 1:26:55
Interview von Martin Ulmer, Geschäftsführer der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., mit Arnold Marque (geboren 31.03.1921 in Crailsheim, Konditor/Versicherungskaufmann; früher: Arnold Wochenmark), Sohn des Vorsängers der jüdischen Gemeinde Tübingen ab 1925 Dr. Josef Wochenmark (geboren 18.06.1880 Regwadov, Galizien; gestorben 08.03.1943 Stuttgart) und Bella Wochenmark (geboren 14.01.1887; gestorben 16.10.1944 Auschwitz, geborene Freudenthal) vor seinem Wohnhaus in Ross über:
1950 Kauf eines Wohnhauses in San Francisco. Werdegang seiner drei Kinder. Bedeutung seiner Familie und der jüdischen Gemeinde. Mitglied des jüdischen Sportvereins. Rolle der Religion in seinem Leben: Jetzt Agnostiker und "philosophischer Jude".
1:26:55 - 1:32:59
Aufnahmen von der Straße und vom Wohnhaus.
1:32:59 - 1:42:20
Teil 1
Interview von Martin Ulmer, Geschäftsführer der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., mit Reynold S. Koppel (Professor für deutsche Geschichte an der Universität Millersville, geboren 25.11.1928 in Dortmund; früher Reinhard S. Koppel) in Millersville/PA über:
Seine Eltern: Louis Koppel (Rechtsanwalt, Notar, geboren 09.1881) und Margarete Koppel (Juristin, geboren 01.05.1900 in Tübingen, geborene Hayum). Seine Mutter: Älteste Tochter von Simon Hayum (geboren 27.01.1867 - gestorben 13.08.1948) und Hermine Hayum (geboren 08.02.1875 - gestorben 29.05.1967, geborene Weil). Kindheit in Dortmund "ein ziemlich schönes Leben". Drei Geschwister. Rolle seines Vaters in der Dortmunder jüdischen Gemeinde: Vorsitzender des jüdischen Gemeindevorstandes und vertretender Rechtsanwalt der Gemeinde. Nach 1933 Vater Kränkung durch Kollegen (Stichworte: Opportunismus und Angst). Größe der jüdischen Gemeinde, auch zuständig für die ostjüdische Gemeinde.
Interview von Carsten Kauth, Mitarbeiter der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. [nicht im Bild], mit Johanna Marque (geboren 30.11.1924 in Basel; geborene Braunschweig) vor ihrem Wohnhaus in Ross über:
Kindheit in Efringen-Kirchen. Koschere Metzgerei ihres Vaters. Ab 1933 Verbot des Schächterns. 1933 Umzug der Familie nach Saint-Louis (Elsass/Frankreich): Keine Arbeitsgenehmigung, Vater als Spion verdächtig, daher Umzug nach Basel. 1935 Wieder Umzug nach Efringen-Kirchen. Schwierige Schulzeit. Anfeindungen durch eine Schülerin. Sehr religiöse Einstellung ihrer Eltern. Bedeutung der jüdischen Feiertage. Umzug zu ihrer Schwester nach Basel von 1936 bis 1938, dann weiter nach Besançon, Hilfe durch Max Blum (geboren in Efringen-Kirchen). Arbeit in Besançon. Flucht nach Basel: Hilfe durch einen jungen Franzosen, kurzfristige Festnahme in der Schweiz. 1943 Kennenlernen ihres Ehemannes, gemeinsames Englischlernen. 1945 Heirat. Flucht ihrer Mutter von Besançon in die Schweiz. Ihre Schwester Margot Deportation nach Auschwitz.
0:49:30 - 1:09:27
Interview von Ulrike Baumgärtner, Vorsitzende der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. [nicht im Bild], mit Johanna Marque in ihrem Wohnhaus in Ross über:
1946 Emigration in die USA "Schifffahrt war eine Katastrophe". Erwartungen an die USA. Erste Eindrücke von New York. Anfangszeit: Verschiedene Wohnungen in New York, Arbeit ihres Ehemannes. Umzug nach San Francisco. Mithilfe beim Aufbau der Versicherungsagentur. Erziehung ihrer Kinder.
1:09:27 - 1:18:36
Johanna Marque zeigt in ihrer Wohnung einen Ausschnitt aus der Torarolle von Efringen-Kirchen und moderne Kunst. Aufnahme von der Golden Gate Bridge.
1:18:36 - 1:26:55
Interview von Martin Ulmer, Geschäftsführer der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., mit Arnold Marque (geboren 31.03.1921 in Crailsheim, Konditor/Versicherungskaufmann; früher: Arnold Wochenmark), Sohn des Vorsängers der jüdischen Gemeinde Tübingen ab 1925 Dr. Josef Wochenmark (geboren 18.06.1880 Regwadov, Galizien; gestorben 08.03.1943 Stuttgart) und Bella Wochenmark (geboren 14.01.1887; gestorben 16.10.1944 Auschwitz, geborene Freudenthal) vor seinem Wohnhaus in Ross über:
1950 Kauf eines Wohnhauses in San Francisco. Werdegang seiner drei Kinder. Bedeutung seiner Familie und der jüdischen Gemeinde. Mitglied des jüdischen Sportvereins. Rolle der Religion in seinem Leben: Jetzt Agnostiker und "philosophischer Jude".
1:26:55 - 1:32:59
Aufnahmen von der Straße und vom Wohnhaus.
1:32:59 - 1:42:20
Teil 1
Interview von Martin Ulmer, Geschäftsführer der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., mit Reynold S. Koppel (Professor für deutsche Geschichte an der Universität Millersville, geboren 25.11.1928 in Dortmund; früher Reinhard S. Koppel) in Millersville/PA über:
Seine Eltern: Louis Koppel (Rechtsanwalt, Notar, geboren 09.1881) und Margarete Koppel (Juristin, geboren 01.05.1900 in Tübingen, geborene Hayum). Seine Mutter: Älteste Tochter von Simon Hayum (geboren 27.01.1867 - gestorben 13.08.1948) und Hermine Hayum (geboren 08.02.1875 - gestorben 29.05.1967, geborene Weil). Kindheit in Dortmund "ein ziemlich schönes Leben". Drei Geschwister. Rolle seines Vaters in der Dortmunder jüdischen Gemeinde: Vorsitzender des jüdischen Gemeindevorstandes und vertretender Rechtsanwalt der Gemeinde. Nach 1933 Vater Kränkung durch Kollegen (Stichworte: Opportunismus und Angst). Größe der jüdischen Gemeinde, auch zuständig für die ostjüdische Gemeinde.
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Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Geschichtswerkstatt Tübingen e.V.
Zur Nutzung der audiovisuellen Unterlagen bitte in Verbindungsetzen mit: Geschichtswerkstatt Tübingen e.V. , info@geschichtswerkstatt-tuebingen.de, Dr. Martin Ulmer, 07071-763555 oder Tel. 0174-3046043
Baumgärtner, Ulrike; Historikerin
Kauth, Carsten; Mitarbeiter Geschichtswerkstatt Tübingen e.V.
Koppel, Reynold S.; Professor für deutsche Geschichte, 1928-
Marque, Arnold; Konditor, Versicherungskaufmann, * 31.03.1921 in Crailsheim
Marque, Johanna; * 30.11.1924, geborene Braunschweig
Besançon, Dép. Doubs [F]
Efringen-Kirchen LÖ; Juden
Tübingen TÜ; Geschichtswerkstatt
Tübingen TÜ; Juden
Tübingen TÜ; Judenverfolgung
Juden
Nationalsozialismus; Judenverfolgung
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:23 MEZ
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