Huta, Hoch- und Tiefbau AG, Breslau, Niederlassung Halle (Saale) (Bestand)
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I 583 (Benutzungsort: Merseburg)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 07. Wirtschaft (mit Bergbehörden bis 1990 und Bankwesen) >> 07.08. Bauwirtschaft
1936 - 1953
Hinweis: Der Bestand enthält Archivgut, das personenbezogenen Schutzfristen gemäß § 10 Abs. 3 Satz 2 ArchG LSA unterliegt und bis zu deren Ablauf nur im Wege einer Schutzfristenverkürzung gemäß § 10 Abs. 4 Satz 2 ArchG LSA oder eines Informationszuganges gemäß § 10 Abs. 4a ArchG LSA zugänglich ist.
Findhilfsmittel: Findbuch 2017 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Am 4. Mai 1904 gründete der Mannheimer Bauingenieur Hans Bechtel die Baugesellschaft für Lolat-Eisenbeton GmbH mit Sitz in Breslau (heute Wroclaw/Polen). Angeboten wurde die Ausführung von Bauten jeder Art für Industrie und Landwirtschaft, Brücken- und Wohnungsbau, künstliche Fundierungen, Turbinen-, Wehr- und Schleusenanlagen usw. in der damals neuartigen Eisenbetonbauweise. Mit Wirkung vom 1. Juli 1907 erfolgte die Umgründung der Firma in Lolat-Eisenbeton-Breslau-AG. Zum 31. März 1917 wurde daraus die Huta Hoch- und Tiefbau-Aktiengesellschaft.
Neben dem Breslauer Stammsitz entstanden zunächst Zweigniederlassungen in St. Petersburg, Riga, Warschau, Kiew und Charkow, um Bauaufträge im heutigen Polen und Russland realisieren zu können. In den 1920er Jahren kamen weitere in Berlin, Hannover, Dessau hinzu.
Die Huta-Niederlassung in Halle, Friedrichstraße 13c, wurde im Okt. 1935 eingerichtet. Angeboten wurde die Ausführung von Hoch- und Tiefbauten aller Art, insbes. von Eisenbeton- und Betonarbeiten im Bereich Industrie- und Brückenbau. Wegen Aufträgen im Rahmen des Sondereinsatzes HW der Operation Todt im Mineralölwerk Lützkendorf bildete die Huta-Niederlassung ab 1944 mit der Fa. Fritz Schuppert, Hannover, eine Arbeitsgemeinschaft.
Ende des 2. Weltkrieg verlor die Firma Huta neben dem Stammsitz in Breslau alle Betriebsstätten, Baustellen, Geräte und Vermögenswerte in Mitteldeutschland. Hauptgeschäftssitz der Firma wurde 1946 die Zweigniederlassung Hannover. Die hallesche Niederlassung wurde am 3. Sept. 1946 unter Sequester gestellt und 1947 als Huta GmbH neu gegründet.
Aufgrund der Anordnung Nr. 119 des Rates der Stadt Halle wurde am 4. Aug. 1949 die VVB Bau- und Baustoffindustrie Halle als Treuhänder über die Huta-Niederlassung/Huta GmbH in Halle eingesetzt.
1950 veranlasste das Amt zum Schutze des Volkseigentums die nachträgliche Enteignung der Huta-Zweigniederlassung. Die Treuhänderschaft darüber ging aufgrund einer Anordnung des Ministeriums für Industrie und Aufbau, Abt. Verwaltung, am 23. Aug. 1950 an die VVB (L) Bau Sachsen-Anhalt in Halle über. Die GmbH wurde kurze Zeit später unter der Bezeichnung Ingenieur- und Tiefbau VEB in Volkseigentum übergeführt und per 1. Jan. 1951 in den neu gegründeten VEB Bau-Union Halle eingegliedert.
Bestandsinformationen: Der Aktenbestand der Huta AG, Niederlassung Halle, kam über den VEB Bauindustrie Mittelland und den VEB Bau-Union Halle 1961 in das Betriebsarchiv des VEB Bau- und Montagekombinat Chemie Halle.
1979 übergab das dortige Verwaltungsarchiv Archivgut ehemaliger Baubetriebe aus Halle, darunter 0,4 lfm auf Karteikarten verzeichnetes Schriftgut der Huta-Niederlassung, an das damalige Staatsarchiv Magdeburg. 1994 wurde der Aktenbestand dem neu gegründeten Landesarchiv Merseburg (heute Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Abteilung Merseburg) übergeben.
Von der Hauptverwaltung der Fa. HMB Hallesche Mitteldeutsche Bau-AG, Halle (Rechtsnachfolger des VEB BMK Chemie), wurden 1995 weitere 1,7 lfm unverzeichnete Akten dem damaligen Landesarchiv Merseburg übergeben und dem vorhandenen Aktenbestand unbearbeitet hinzugefügt.
2017 erfolgte die Erfassung, Verzeichnung und Endbearbeitung des gesamten Schriftgutbestandes.
Findhilfsmittel: Findbuch 2017 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Am 4. Mai 1904 gründete der Mannheimer Bauingenieur Hans Bechtel die Baugesellschaft für Lolat-Eisenbeton GmbH mit Sitz in Breslau (heute Wroclaw/Polen). Angeboten wurde die Ausführung von Bauten jeder Art für Industrie und Landwirtschaft, Brücken- und Wohnungsbau, künstliche Fundierungen, Turbinen-, Wehr- und Schleusenanlagen usw. in der damals neuartigen Eisenbetonbauweise. Mit Wirkung vom 1. Juli 1907 erfolgte die Umgründung der Firma in Lolat-Eisenbeton-Breslau-AG. Zum 31. März 1917 wurde daraus die Huta Hoch- und Tiefbau-Aktiengesellschaft.
Neben dem Breslauer Stammsitz entstanden zunächst Zweigniederlassungen in St. Petersburg, Riga, Warschau, Kiew und Charkow, um Bauaufträge im heutigen Polen und Russland realisieren zu können. In den 1920er Jahren kamen weitere in Berlin, Hannover, Dessau hinzu.
Die Huta-Niederlassung in Halle, Friedrichstraße 13c, wurde im Okt. 1935 eingerichtet. Angeboten wurde die Ausführung von Hoch- und Tiefbauten aller Art, insbes. von Eisenbeton- und Betonarbeiten im Bereich Industrie- und Brückenbau. Wegen Aufträgen im Rahmen des Sondereinsatzes HW der Operation Todt im Mineralölwerk Lützkendorf bildete die Huta-Niederlassung ab 1944 mit der Fa. Fritz Schuppert, Hannover, eine Arbeitsgemeinschaft.
Ende des 2. Weltkrieg verlor die Firma Huta neben dem Stammsitz in Breslau alle Betriebsstätten, Baustellen, Geräte und Vermögenswerte in Mitteldeutschland. Hauptgeschäftssitz der Firma wurde 1946 die Zweigniederlassung Hannover. Die hallesche Niederlassung wurde am 3. Sept. 1946 unter Sequester gestellt und 1947 als Huta GmbH neu gegründet.
Aufgrund der Anordnung Nr. 119 des Rates der Stadt Halle wurde am 4. Aug. 1949 die VVB Bau- und Baustoffindustrie Halle als Treuhänder über die Huta-Niederlassung/Huta GmbH in Halle eingesetzt.
1950 veranlasste das Amt zum Schutze des Volkseigentums die nachträgliche Enteignung der Huta-Zweigniederlassung. Die Treuhänderschaft darüber ging aufgrund einer Anordnung des Ministeriums für Industrie und Aufbau, Abt. Verwaltung, am 23. Aug. 1950 an die VVB (L) Bau Sachsen-Anhalt in Halle über. Die GmbH wurde kurze Zeit später unter der Bezeichnung Ingenieur- und Tiefbau VEB in Volkseigentum übergeführt und per 1. Jan. 1951 in den neu gegründeten VEB Bau-Union Halle eingegliedert.
Bestandsinformationen: Der Aktenbestand der Huta AG, Niederlassung Halle, kam über den VEB Bauindustrie Mittelland und den VEB Bau-Union Halle 1961 in das Betriebsarchiv des VEB Bau- und Montagekombinat Chemie Halle.
1979 übergab das dortige Verwaltungsarchiv Archivgut ehemaliger Baubetriebe aus Halle, darunter 0,4 lfm auf Karteikarten verzeichnetes Schriftgut der Huta-Niederlassung, an das damalige Staatsarchiv Magdeburg. 1994 wurde der Aktenbestand dem neu gegründeten Landesarchiv Merseburg (heute Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Abteilung Merseburg) übergeben.
Von der Hauptverwaltung der Fa. HMB Hallesche Mitteldeutsche Bau-AG, Halle (Rechtsnachfolger des VEB BMK Chemie), wurden 1995 weitere 1,7 lfm unverzeichnete Akten dem damaligen Landesarchiv Merseburg übergeben und dem vorhandenen Aktenbestand unbearbeitet hinzugefügt.
2017 erfolgte die Erfassung, Verzeichnung und Endbearbeitung des gesamten Schriftgutbestandes.
Laufmeter: 1.4
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ