Kläger: Wolfgang Reinhardt, Schreiber des Bauhofs und Bürger zu Hamburg, namens seiner Frau, der Tochter des Joachim Huge, Bürger zu Hamburg (Beklagter).- Beklagter: Johann Ossenbrügge, Prediger an der Kirche St. Nikolai in Hamburg (Kläger).- Streitgegenstand: Appellationis, nunc (1602) citationis ad reassumendum; Bezahlung der vom Beklagten zu beschwörenden Gerichtskosten in Höhe von 215 Mark "in sächsischer Frist" durch den Kläger und Zuständigkeit der Kanzlei des Erzbischofs von Bremen in einem Streit zwischen dem Beklagten und Balthasar von Ahlefeldt, Domherr zu Hamburg und Gutsbesitzer auf Heiligenstedten bei Itzehoe, einerseits und Joachim Huge und dem Ratsherrn Lt. Johann Schulte andererseits um das Patronat und den Besitz der zweiten Vikarie am Altar St. Catharinen der Domkirche, insbesondere um die zur Vikarie gehörenden, aber arrestierten Einkünfte aus 26 Morgen Marschland in Hammerbrook; Hinweis des Beklagten auf die dem Domkapitel laut Bremer Vergleiche von 1561 zustehenden Rechte; Einrede des Klägers, dass er als Schwiegersohn nicht haftbar gemacht werden könne und dass er nicht zitiert worden sei
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Kläger: Wolfgang Reinhardt, Schreiber des Bauhofs und Bürger zu Hamburg, namens seiner Frau, der Tochter des Joachim Huge, Bürger zu Hamburg (Beklagter).- Beklagter: Johann Ossenbrügge, Prediger an der Kirche St. Nikolai in Hamburg (Kläger).- Streitgegenstand: Appellationis, nunc (1602) citationis ad reassumendum; Bezahlung der vom Beklagten zu beschwörenden Gerichtskosten in Höhe von 215 Mark "in sächsischer Frist" durch den Kläger und Zuständigkeit der Kanzlei des Erzbischofs von Bremen in einem Streit zwischen dem Beklagten und Balthasar von Ahlefeldt, Domherr zu Hamburg und Gutsbesitzer auf Heiligenstedten bei Itzehoe, einerseits und Joachim Huge und dem Ratsherrn Lt. Johann Schulte andererseits um das Patronat und den Besitz der zweiten Vikarie am Altar St. Catharinen der Domkirche, insbesondere um die zur Vikarie gehörenden, aber arrestierten Einkünfte aus 26 Morgen Marschland in Hammerbrook; Hinweis des Beklagten auf die dem Domkapitel laut Bremer Vergleiche von 1561 zustehenden Rechte; Einrede des Klägers, dass er als Schwiegersohn nicht haftbar gemacht werden könne und dass er nicht zitiert worden sei
211-2_R 14 Teil 3
R 1476
211-2 Reichskammergericht
Reichskammergericht >> R
1590-1602(1596-1606)
Enthält: Prokuratoren: Kläger: Lt. Hartmann Kogmann (1596), Dr. Johann Philipp Hirter (1602). Beklagte: Lt. (Jacob) Erhardt (1596), Dr. Johann Gödelmann (1596).- Instanzen: 1. Domkapitel zu Hamburg 1584-1588. 2. Kanzlei des Erzbischofs von Bremen in Bremervörde 1588-1595. 3. Reichskammergericht 1596-1602 (1596-1606).- Darin: Auszüge aus Schriften besonders des 15. Jahrhunderts über die strittige Vikarie; Zitation zur Ableistung des Kalumnien-Eides 1591; "Schreiben um Bericht" des Reichskammergerichtes von 1591 und Aktenstücke über die 1592 abgelehnte Appellation der Kläger; Aktenstücke über die Rotulierung der Akten sowie Gutachten und Sprüche der Juristen-Fakultät der Universität Marburg aus der Zeit 1590-1595; Aufstellungen über die Prozesskosten 1590-1595; "Compaß-Briefe" (Ersuchschreiben) der Kanzlei zu Bremervörde an den Rat der Stadt Hamburg aus der Zeit des Prozesses.
Archivale
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
07.03.2025, 11:57 AM CET