Caspar Weidinger, Priester und Kaplan einer Ewigmesse am St.-Antons-Altar der Münchener Frauenkirche, errichtet sein Testament und vermacht darin folgende Posten: Zur Begehung seines Jahrtages und der drei Gedächtnisse in der Frauenkirche am St. Antons-Altar durch 15 Priester jedem je vier Kreuzer; den vier Priestern, die ihn zu Grabe tragen, je drei Kreuzer; weiter dem Küster und seinen Gehilfen die übliche Zehrung; bei den drei Gedächtnissen sind jeweils eine Maß Wein, zwei Brote, Wachs um zwei Gulden und an die Armen eineinhalb Rheinische Gulden zu reichen; an die beiden Siechhäuser im Burgfrieden der Stadt sowie an die Armen im Bruderhaus je ein Gulden; seine übrige Nachlassenschaft an seine Verwandten, nämlich: Thomas Zimmermann von Milbertshofen und dessen Geschwister, weiter Anna Jäger von Hegelhausen, Barbara Lindmayrin von Chamer und Wolfgang Kolbeck von Fahrenzhausen. Sofern diese sein Testament nicht anerkennen, fällt deren Erbteil an die Siechhäuser in Schwabing und am Gasteig; die natürliche leibliche Tochter Anna seiner Dienerin Margaretha Welcker bekommt 40 Gulden Rheinisch sowie einige Gegenstände. Als seinen Testamentsvollstrecker bestimmt er Sigmund Stainawer und Jacob Strobl, beider Priester und Benefiziaten bei U.L.F. zu München, denen er je zwei Gulden vermacht. Desgleichen gehen 2 Gulden an Administrator Heinrich von Freising.