1352 Februar 10, Capitelhus – In einer zum Zwecke der Beilegung des
Streites zwischen Bischof Johann (Johann) einerseits, dem Ritter Diderik Vinke
und Knappen Evert van der Hede andererseits über verpfändete bischöfliche
Tafelgüter anberaumten Rechtsverhandlung fragt Ritter Evert van Horne das Recht
und Dompropst Otto, Domdechant Conrad und das ganze Domkapitel geben die
Weisung dahin, daß (1) Bischof Gottfried, als er von dem genannten Ritter
Diderik 300 Mark weniger 10 anlieh zur Einlösung des verpfändeten Schlosses
Wiedenbrück und ihm dafür Stiftsgut in Pfand gab, desgleichen als er den
genannten Knappen mit Stiftsgut belieh, und zwar in beiden Fällen ohne
Genehmigung des Kapitels, zu diesen Verpfändungen nur befugt gewesen sei für
die Zeit seines Amts; (2) dagegen die vorgestreckten Summen allerdings
zurückzuzahlen seien, wenn der Beweis über die geschehene Verwendung zur
Wiedereinlösung des Schlosses Wiedenbrück geliefert werde. – An diesen
schiedsrichterlichen Verhandlungen nehmen teil außer dem Kapitel und den
Parteien noch folgende Ritter, Knappen und Ratspersonen: Hogo de Bere, Hinrich
Ledebur, ... Buk van der Hunteborch Ritter, Hinrich van Braken, und sein Bruder
Dethard, Albracht Budde und sein Bruder Herman, Gyseke van Vulveten, Rabede van
Haren, Gherhard van Varendorpe Knappen, Dethard van Dummestorpe,
Schöffenmeister, Herman Peternelle, Wichman van Visbeke, Godeke Gamme,
Schöffen, Werneke de Voghet. – Original Pergament. Siegel ad causas
abhangend.