Klage wegen eines Schichtteils. Klägerinnen sind: 1. Frau Johan zu Mastrup, geb. Anna Rher oder Quante, wohnhaft in Elferfelds Haus zu Gronover bei Greven; 2. ihre Schwester Witwe Johan Stricker, geb. Katharina Rher. Beklagte sind: a. Witwe Berthold Seddeler, geb. Ursula Laurman (Loverman); b. Henrich Kemna, später (1624) dessen Kinder, vertreten durch die Vormünder Akzisenschreiber Berndt Borsse und Evert Wibbertman, und dessen Witwe Katharina Ebbinckman.
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Klage wegen eines Schichtteils. Klägerinnen sind: 1. Frau Johan zu Mastrup, geb. Anna Rher oder Quante, wohnhaft in Elferfelds Haus zu Gronover bei Greven; 2. ihre Schwester Witwe Johan Stricker, geb. Katharina Rher. Beklagte sind: a. Witwe Berthold Seddeler, geb. Ursula Laurman (Loverman); b. Henrich Kemna, später (1624) dessen Kinder, vertreten durch die Vormünder Akzisenschreiber Berndt Borsse und Evert Wibbertman, und dessen Witwe Katharina Ebbinckman.
B-C Civ, 17
B-C Civ Causae Civiles (Zivilprozessakten)
Causae Civiles (Zivilprozessakten) >> 1601-1700
(1595, 1604) 1614-1628
Darin: Anlagen in Abschrift: a) Schichtvertrag vom 7.11. 1595. Herman Rehr gen. Quante auf der Loerstraße schichtet mit seinen Kindern I. Ehe Katharina, Gertrud, Anna, Agatha und Henrich. Vormünder der beiden letztgenannten sind Dietrich Böeckman und Steffan Hennewegte. Zeugen: Schmied Johan Brüning, Reinert Hüsing, Steffan Hoveman, Martin zum Holtte und M. Henrich Runde. Notar: Johan Hobing. b) Documentum silentii domus et bonorum Herman Reers (Zuschlagsbeschluss in die Zwangsversteigerung) vom 14.3. 1604 des Offizials in Münster. Es wurden darin folgende Gläubiger des Reer genannt: Bernard Twehaus; Witwe Bernhard von Ozen geb. Gertrud Rödde; Kaspar Osnabrügge, Pastor des Hospitals in M(ünster ?); Rütger Vinhagen; Witwe Johan Wedemhove; Katharina Bosensell; Johan Spangenberg.
Enthält: Die Klägerinnen sind die Kinder I. Ehe des + Herman Rher genannt Quante. Mit ihnen und ihren Geschwistern Gertrud und Agatha (die gestorben sind) und Henrich (der verschollen ist) schichtete der Vater und verpfändete für die Schichtteile sein Haus an der Loerstraße. Dieses Haus wurde zwangsversteigert und dem Domvikar Jobst Buetman zugeschlagen, der es an den Berthold Seddeler und Kemna weiter verkaufte. Die Klägerinnen verlangen nun als Erben von den Beklagten als Eigentümern des verhafteten Hauses den Schichtteil ihrer + Schwester Agatha. Erwähnt werden Bernhard Rövekampf, Schwiegersohn der Witwe Seddeler; die Notare Kaspar Rexinck, Theodor Bleising, Godfrid zum Schloet, Remigius Agricola, Henrich Alerding; ferner Joist Aschendorf; Berndt zum Thie; Peter Schwichtenberg; Herman Cölner; Albrecht Brömmelkamp; Johan Sobbing; Bernard Stapelberg; Georg Husman; Jakob zum Busche; Boldewin Kerckering; Godfrid Olpe; Georg Hoter. Als Zeugen wurden vernommen: Bernard Umgrove, über 60 J. alt; Johan Tewes, über 40 J. alt; Anna Twehaus, über 60 J. alt.
Enthält: Die Klägerinnen sind die Kinder I. Ehe des + Herman Rher genannt Quante. Mit ihnen und ihren Geschwistern Gertrud und Agatha (die gestorben sind) und Henrich (der verschollen ist) schichtete der Vater und verpfändete für die Schichtteile sein Haus an der Loerstraße. Dieses Haus wurde zwangsversteigert und dem Domvikar Jobst Buetman zugeschlagen, der es an den Berthold Seddeler und Kemna weiter verkaufte. Die Klägerinnen verlangen nun als Erben von den Beklagten als Eigentümern des verhafteten Hauses den Schichtteil ihrer + Schwester Agatha. Erwähnt werden Bernhard Rövekampf, Schwiegersohn der Witwe Seddeler; die Notare Kaspar Rexinck, Theodor Bleising, Godfrid zum Schloet, Remigius Agricola, Henrich Alerding; ferner Joist Aschendorf; Berndt zum Thie; Peter Schwichtenberg; Herman Cölner; Albrecht Brömmelkamp; Johan Sobbing; Bernard Stapelberg; Georg Husman; Jakob zum Busche; Boldewin Kerckering; Godfrid Olpe; Georg Hoter. Als Zeugen wurden vernommen: Bernard Umgrove, über 60 J. alt; Johan Tewes, über 40 J. alt; Anna Twehaus, über 60 J. alt.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:27 MEZ
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