Cunegundis von Geseke (Gesike) gen. von Oldentit und ihr Sohn Everhard verkaufen mit Zustimmung ihrer Erben dem Hermann von Lippstadt (de Lippia), Priester und Rektor der Kapelle gen. "Eppinc" in Soest (Susato), und seinen Nachfolgern für 44 1/2 Mark in Soest gültiger Pfennige ihre zu "Stochem" [Wüstung bei Geseke (vergl. J. Lappe, Die Bauerschaften der Stadt Geseke)] bei Geseke (Gesike) gelegenen Güter mit allem Zubehör zur Dotierung der Kapelle und versprechen Währschaft. Hermann und seine Nachfolger haben jedoch der Tochter des + Vogts (Advocati) in Geseke, Kanonisse zu Geseke, und nach ihrem Tode ihren Erben jährlich acht Schillinge zu Michaelis zu entrichten. Die Verkäufer lassen die Güter auf. Nach dem Verkauf erklären Hildebrand von Oldentit, der Schwager der Cunegundis, und seine Frau Agnes und ihre Kinder Everhard und Johannes sowie Cristina, die Witwe des Rudolf gen. von Ederdinchusen, und ihre Söhne Hermann und Johannes und die Töchter Walburgis und Cunegundis, Conrad gen. von Palude und dessen Tochter Cunegunde vor Arnold, Reymund und Johannes, Kanoniker in Geseke, sowie Ulrich gen. Vryman, Bürgermeister in Geseke, Johannes gen. von Mühlen (de Molendino), Peter Castellaninc, Johannes gen. Brobeke, Heinrich gen. Slechtere, Ulbero (Wlberone) beim Hellwege (bime Helewege), Ulbero gen. Graben (Fosso), Johann gen. Rasche, Hermann Ricwordinc, Arnold Schulten (Scultheti), Johannes Winandi und Hermann Frederici, Ratsherren zu Geseke, daß dieser Verkauf mit ihrer Zustimmung erfolgt sei. Cristina verspricht weiter, daß der Verkauf auch mit Zustimmung ihres zur Zeit abwesenden Sohnes Detmar Bestand haben solle. Zeugen des Verkaufs, der Zusatzerklärung und des Versprechens der Cristina waren: Wessel gen. Mars, Werner gen. Criuet der Ältere, Arnold von Lippia, Hermann von Kemenade (de Caminata), Johannes gen. vom Wagen (de Curru), Hermann Bodekinc, Werenso Mactator. Siegelankündigung der Kanoniker zu Geseke und der Ratsherren zu Geseke. Gegeben 1316 April 17 (sabbato proximo post festum Pasche).