Christoph Bretschneider (Christoff Bredschneider) bittet Bürgermeister und Rat der Stadt Bautzen, auf der künftigen Landtagsversammlung die Erlaubnis der Eheschließung seines Sohnes, des Bautzener Goldschmiedemeisters Hans Christoph Bretschneider, mit Anna Reinitzsch (Annan Reinitzschin) aus Schluckenau, der Tochter des verstorbenen Schluckenauer Bürgermeisters Matthäus Reinitzsch, zu erwirken. Um die Erlaubnis von Sophie Gräfin von Mansfeld auf Schluckenau und Hainspach (Hanßbach) sowie von Johann Franz von Trautson Graf von Falkenstein, dem jetzigen Herrn zu Schluckenau und Hainspach, habe er mit Bittschrift vom 2. August 1662 gebeten. Jedoch habe ihm Johann Georg Otto von Ottenfeld auf Schirgiswalde, Hauptmann der Herrschaften Rumburg, Schluckenau und Hainspach, eine abschlägige Antwort erteilt, weil sein Sohn evangelischen Glaubens, Anna Reinitzsch aber katholischen Glaubens sei. Damit könne er sich nicht abfinden. Zur Begründung erläutert er, dass Ehen zwischen evangelischen und katholischen Religionsangehörigen im Reich nicht verboten seien.

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