Urkunden (U), U 790
Urkunden (U)
Urkunden (U)
1575 September 27
Regest: Die Schöffen Hermen van Bedber und Wilhelm vanden Puth bekunden, dass der Pastor von Altkalkar Johann Reißken (+) den Armen zu Kalkar eine Rente von 5 Hornschen Gulden aus dem Hause Kruis an der Ketelstrate vermacht habe, die seit 8 Jahren unbezahlt geblieben sei. Die Erben von Henrich Krusen (+) seien zudem den Armen noch an alten Restanten ein Scheffel und 3 Spint Roggen sowie 15 Malter und 3 Scheffel Hafer schuldig geblieben, die mit 20 Hernschen Gulden berechnet würden, so dass die Gesamtschuld sich auf 60 Hornsche Gulden belieft. Für dieses Kapital übertragen die Gebrüder Gerrit und Berndt Kruiß zugleich für ihren Bruder Johann Kruiß und ihre Schwester Anna den Provisoren Johann van der Kuilen und Wilhelm Paep eine Rente von 3 ½ Hornschen Gulden aus ihrem Hause an der Ketelstraete zwischen Johann Heykamps und Luiken toe Wye.
Siegelkommentar: Siegel vorhanden
Siegelkommentar: Siegel vorhanden
Original Pergament
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:08 MEZ