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Inventare des Antiquars Schönhaar, Unterfasz. 5: Kasten H
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Verzeichnis der in Kasten H gelagerten Naturalien. Die Beschreibungen der Stücke enthalten Größenangaben, ausführliche Kommentare, wissenschaftliche Zitate und zahlreiche Verweise auf Athanasius Kircher: Mundus subterraneus, 1664-1678. Die verzeichneten Objekte sind arabisch nummeriert und nach Lagerort gegliedert:
a) Oben auf dem Kasten (S. 3-4):
- Glaskugeln, teilweise vergoldet, auf hölzernen Sockeln;
- eine künstliche Blume aus bemalter Leinwand;
- ein Kruzifix aus Holz;
- Gipsfiguren.
b) Erstes Fach (S. 4-10):
- Fossilien, die ab dem 4. April 1700 in Cannstatt aus der Erde gegraben und anschließend in die Kunstkammer gebracht wurden.
c) Zweites Fach (S. 11-30):
- Fossilien sowie Objekte, die entweder als Fossilien oder als Keramikgeschirr gedeutet werden können, aus dem Cannstätter Fund;
- Fossilien und Mineralien von anderen Fundstellen (z. T. 1705 durch Johann Wolfgang Dietz (1657-1734), Amtmann zu Alpirsbach, 1712 durch Dr. (Johann David) Mauchart aus Marbach sowie 1701 durch Johann Konrad Stigler (1658-1706), Vogt zu Weinsberg, nach Stuttgart geschickt).
d) Drittes Fach (S. 31-46):
- Fossilien aus dem Cannstätter Fund sowie aus anderen Zusammenhängen.
e) Viertes Fach (S. 47-64):
- Fossilien und Mineralien aus den Cannstätter und Weinsberger Funden sowie aus anderen Zusammenhängen.
f) Fünftes Fach (S. 65-67):
- weitere Fossilien.
NB: Bü 42 beruht wie die übrigen Inventare von 1753/54 (Bü 38-48) auf einem 1708/23 zu Kasten H angelegten Inventar von Johann Schuckard (1640-1725), das in diesem Fall verloren ist. Dafür sprechen 1. die Lücke zwischen G und J in der Systematik der Schuckardschen Inventare (Bü 16-28), 2. stilistische Übereinstimmungen zwischen diesen und Bü 42 (z. B. sprachliche Merkmale, ausführlicher Rekurs auf die naturwissenschaftliche Literatur des 17. Jahrhunderts) sowie 3. der Sachverhalt, dass Bü 42 Erwerbungen der Kunstkammer aus dem Zeitraum 1700-1712 dokumentiert, die in keinem bekannten früheren Inventar verzeichnet sind. Der Bestand des Schuckardschen Inventars zu Kasten H von 1708/23 lässt sich annähernd rekonstruieren, da neben dem hier vorliegenden neuen Inventar ein gesondertes Verzeichnis die Abgaben und Verluste gegenüber dem alten Inventar dokumentiert (A 20 a Bü 49 Nr. 6). Vgl. a. das Inventar von 1777 (A 20 a Bü 115 Nr. 2).
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.