Erzbischof Philipp von Köln bekundet, die Brüder, die sich in der Kirche Oelinghausen (Olinchusen) befinden, hätten zum Vorteil ihres Hauses eine am Ort (villa) Oelinghausen gelegene und ihren Äckern benachbarte Hufe von der Kirche in Oedingen (Odinge) in der Weise im Tausch erworben, daß sie eine andere Hufe im Dorf (villa) Bremke (Bredenbeke) dem Haupthof Gevern [In die Stadt Neuenrade aufgegangene Wüstung (vergl. Dieter Stievermann, Neuenrade, 1990, S. 31 ff.)] (Geueren), der der Oedinger Kirche gehört, zu Eigentumsrecht mit allem Zubehör übertragen haben, wobei sie die Hufe zu Oelinghausen ebenfalls zu Eigentum bekamen. Geschehen ist dies seitens der Kirche zu Oedingen und der dort Gott dienenden Nonnen und ihrer Gemeinschaft durch die Hand der Äbtissin Adeleidis und des Grafen Heinrich von Arnsberg (Arnesberg), des Vogtes dieser Kirche und Sachwalters der Abtei, sowie durch die des Pilegrimus, Untervogt, und die des Friedrich Schulten in Gevern, wobei dies durch das Kapitel (congragatione), die Gefolgschaft (familia) und die Inhaber der zum Haupthof gehörenden Hufen (mansionariis) gebilligt wurde. Seitens der Kirche in Oelinghausen geschah dies durch die Hand des Propstes Tidericus und die des Grafen Reiner, des Vogtes, wobei die Brüder der Kirche zustimmten. Der Erzbischof droht kraft der Amtsgewalt von St. Peter denen, die möglicherweise den Vertrag wieder lösen wollen, und bekräftigt dies durch Anhängung seines Siegels. Zeugen: Bruno, Dompropst zu Köln und Archidiakon, Bernard, Propst der Kirche in Soest (Sosat.), Johannes, Propst der Kirche in Zyfflich (Seflicensis), Othelricus, Domkanoniker zu Köln, Hermann, Kanoniker von St. Mariengraden, Godescalcus, Priester in Küstelberg (Kustel-), Albertus und Albero, Kanoniker; die Edelherren Conrad von Rüdenberg (Ruthen-), Euerhard von Ardey (Arthey), Wicbold von Welver (Weluere); die Ministerialen Leonius, und Hermann, Schulten zu Soest, Tiemo, Hoio, Radolfus, Herbertus, Bernard von Lon, Osdagus von dem Berge (van then Berge), Volmar von Ruhr (Rura), Theitmarus de Meldrike, Nithuncus, Gerbertus von Frielentrop (Urilincthorpe). Geschehen 1179, in der 12. Indiktion und den 11. Epacten, gegeben zu Soest März 12 (IIII Idus Martii).