Anna v. Gemmingen, Witwe Eberhards v. Heusenstamm, und ihre Söhne Philipp, Eberhard und Goar bekunden, dass Eberhard v. Heusenstamm und dessen Fra...
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B 3 Urkunden der Grafschaft Katzenelnbogen (Obergrafschaft)
Urkunden der Grafschaft Katzenelnbogen (Obergrafschaft) >> 1 Findbuch Demandt
1442 April 13
Konz. Staatsarchiv Darmstadt, Gräfenhausen; Ausfertigung ehemals im gräflichen v. Schönbornschen Rentamt zu Heusenstamm, durch Einschnitte kassiert. Mit den Signaturen; Kopie (spätes 15. Jh.) Staatsarchiv Darmstadt, Gräfenhausen; Konz. der Gegenurkunde der Grafen Johann und Philipp StSA Darmstadt; Ziegenhainer Repertorium XIII fol. 101
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Uff den fritag noch dem sontage Quasimodogeniti 1442
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Anna v. Gemmingen, Witwe Eberhards v. Heusenstamm, und ihre Söhne Philipp, Eberhard und Goar bekunden, dass Eberhard v. Heusenstamm und dessen Frau Jutta, Annas Schwiegereltern, das Dorf Gräfenhausen mit Zubehör, ihren Hörigen dortselbst und zu Erzhausen, dem kleinen Zehnten zu Gräfenhausen und Weiterstadt, ihrer Gülte zu Gehahorn, ihrem Fronhof zu Gräfenhausen mit Zubehör und ihrem Teil an der Gerauer Mark mit dem Märkergericht, so wie es zum Fronhof gehört, mit Ausnahme des großen Feldzehnten, an Graf Johann v. Katzenelnbogen und dessen Frau Anna für 1.500 Gulden mit Zustimmung Bischofs Johanns von Würzburg als Lehnsherren verkauft haben (Vgl. Nrr. 2711, 2713). Da nun Annas verstorber Mann Eberhard ihr schwere Schulden hinterlassen hat, haben sich die Grafen Johann und Philipp v. Katzenelnbogen zur Steuerung ihrer Not bereit erklärt, die Kaufsumme um 1.000 Gulden zu erhöhen, so dass die Grafen nunmehr das Dorf Gräfenhausen mit Leuten, Renten, Gülten, Zinsen, Nutzungen, Gefällen, Gericht, Märkerding, Wald, Wasser, Weide, Atzung, Beede, Lagern, Diensten, Hofzehnten und allen Gewohnheiten für 2.500 Gulden gekauft haben und damit wie mit ihren anderen Gütern verfahren können. Jedoch können Anna und ihre Söhne das Dorf alljährlich um den 22. Februar mit 2.500 Gulden wieder einlösen, vorausgesetzt, dass sie es nicht in andere Hände geben wollen. Gegenüber dem Stift Würzburg sollen die Söhne Annas das Dorf als Lehen tragen und vermannen und hierüber eine Einwilligungsurkunde des Würzburger Bischofs beibringen (Vgl. Nr. 4017). Die Aussteller geloben, alle diese Punkte unverbrüchlich zu halten und nichts gegen sie zu unternehmen
Vermerke (Urkunde): Siegler: Siegel der Aussteller, die auch ihre Schwäger und Verwandten Heinrich v. Rödelheim und Kuno v. Praunheim (Prummum) mitzusiegeln bitten
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Demandt, Regesten der Grafen von Katzenelnbogen, Regesten-Nr. 4021; Fr. Ritsert, Gesch. der Herrn und Grafen v. Heusenstamm (Korrespondenzblatt des Gesamtvereins 32, 1884 S. 89)
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Anna v. Gemmingen, Witwe Eberhards v. Heusenstamm, und ihre Söhne Philipp, Eberhard und Goar bekunden, dass Eberhard v. Heusenstamm und dessen Frau Jutta, Annas Schwiegereltern, das Dorf Gräfenhausen mit Zubehör, ihren Hörigen dortselbst und zu Erzhausen, dem kleinen Zehnten zu Gräfenhausen und Weiterstadt, ihrer Gülte zu Gehahorn, ihrem Fronhof zu Gräfenhausen mit Zubehör und ihrem Teil an der Gerauer Mark mit dem Märkergericht, so wie es zum Fronhof gehört, mit Ausnahme des großen Feldzehnten, an Graf Johann v. Katzenelnbogen und dessen Frau Anna für 1.500 Gulden mit Zustimmung Bischofs Johanns von Würzburg als Lehnsherren verkauft haben (Vgl. Nrr. 2711, 2713). Da nun Annas verstorber Mann Eberhard ihr schwere Schulden hinterlassen hat, haben sich die Grafen Johann und Philipp v. Katzenelnbogen zur Steuerung ihrer Not bereit erklärt, die Kaufsumme um 1.000 Gulden zu erhöhen, so dass die Grafen nunmehr das Dorf Gräfenhausen mit Leuten, Renten, Gülten, Zinsen, Nutzungen, Gefällen, Gericht, Märkerding, Wald, Wasser, Weide, Atzung, Beede, Lagern, Diensten, Hofzehnten und allen Gewohnheiten für 2.500 Gulden gekauft haben und damit wie mit ihren anderen Gütern verfahren können. Jedoch können Anna und ihre Söhne das Dorf alljährlich um den 22. Februar mit 2.500 Gulden wieder einlösen, vorausgesetzt, dass sie es nicht in andere Hände geben wollen. Gegenüber dem Stift Würzburg sollen die Söhne Annas das Dorf als Lehen tragen und vermannen und hierüber eine Einwilligungsurkunde des Würzburger Bischofs beibringen (Vgl. Nr. 4017). Die Aussteller geloben, alle diese Punkte unverbrüchlich zu halten und nichts gegen sie zu unternehmen
Vermerke (Urkunde): Siegler: Siegel der Aussteller, die auch ihre Schwäger und Verwandten Heinrich v. Rödelheim und Kuno v. Praunheim (Prummum) mitzusiegeln bitten
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Demandt, Regesten der Grafen von Katzenelnbogen, Regesten-Nr. 4021; Fr. Ritsert, Gesch. der Herrn und Grafen v. Heusenstamm (Korrespondenzblatt des Gesamtvereins 32, 1884 S. 89)
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
01.07.2025, 1:38 PM CEST
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- Gliederung (Archival tectonics)
- Sonderbestände der Urkunden (Provenienzbestände) (Archival tectonics)
- Sonderbestände der Urkunden (Provenienzbestände): Urkunden der Grafschaft Katzenelnbogen (Obergrafschaft) (Archival holding)
- 1 Findbuch Demandt (Classification)