Notiz, dass Philipp Forstmeister von Gelnhausen, Vogt zu Heidelberg, als Vertreter [Kurfürst Philipps] von der Pfalz und Gernolt (Gernnolt) von Schwalbach, Amtmann zu Lichtenberg, als Vertreter des Landgrafen [von Hessen] mit den Amtleuten beider Parteien zusammengekommen sind, um die Streitpunkte wegen der Gemarkung, Weidgang, Allmende und mehr zu Bensheim in Augenschein zu nehmen, wie es zu Seeheim veranlasst worden war. Beide Seiten haben sich nun darauf geeinigt, dass sie ihr Recht vor Philipp Wolfskehlen (Wolffs kele) und zwei Beisitzern pro Partei suchen sollen, was bis Ostern geschehen soll.
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Notiz, dass Philipp Forstmeister von Gelnhausen, Vogt zu Heidelberg, als Vertreter [Kurfürst Philipps] von der Pfalz und Gernolt (Gernnolt) von Schwalbach, Amtmann zu Lichtenberg, als Vertreter des Landgrafen [von Hessen] mit den Amtleuten beider Parteien zusammengekommen sind, um die Streitpunkte wegen der Gemarkung, Weidgang, Allmende und mehr zu Bensheim in Augenschein zu nehmen, wie es zu Seeheim veranlasst worden war. Beide Seiten haben sich nun darauf geeinigt, dass sie ihr Recht vor Philipp Wolfskehlen (Wolffs kele) und zwei Beisitzern pro Partei suchen sollen, was bis Ostern geschehen soll.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 829, 182
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Entscheide, Anlässe und Verträge I (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1484 Januar 27 (off dinstag nach Sebastianus tag)
fol. 266v-267r
Urkunden
Ausstellungsort: [ohne Ort]
Von der Urkunde wurden zwei Exemplare ausgefertigt, wovon nach Auseinanderschneiden jede Partei eines erhielt. Mit dem Vermerk auf einem extra Zettel, dass diese Veranlassung (und die nachfolgende Entscheidung, vgl. GLAK 67 Nr. 829, fol. 267r-267v (Nr. 183)) am Dienstag nach Reminiscere 1484 [=16.3.1484] dem Burggrafen [von Starkenberg], Simon [von Balzhofen], geschickt wurden. Kopfregest: "Entscheidt und anlaß zu Seheym gescheen durch der pfaltz und den heschischen hoffmeister burgman und burger zu Benßheim und die van bede ir marckung weid almen und andere beruren etc.".
Balzhofen, Simon von; Ritter, Vogt zu Heidelberg, Burggraf zu Starkenberg, Hofrichter, erw. 1454, 1494
Forstmeister von Gelnhausen, Philipp; Vogt zu Heidelberg, Hofrichter und Beisitzer am kurpf. Hofgericht, -1512
Schwalbach, Gernolt/Gernand von; Amtmann zu Lichtenberg, erw. 1484, 1495
Wolfskehlen, Philipp von; -1504
Bensheim HP
Seeheim : Seeheim-Jugenheim DA
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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04.04.2025, 08:21 MESZ
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