Enthaeltvermerke: Kläger: Maria Elisabeth d'Harse, Witwe des Kölner Gerichtsschöffen Dr. Übelgun; 1748 F. Joseph Prickartz als deren Testamentsvollstrecker und Anna Maria Theresia Heydens als deren Erbin, (Bekl.) Beklagter: Gräflich Osteinscher Anwalt, Notar Schotten, (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Lic. J. M. Deuren 1740 - Subst.: Dr. Johann Melchior Hofmann - Lic. Franz Christoph Bolles 1745 - Subst.: Lic. Gotthard Johann Hert - Dr. Johann Albert Ruland 1748 - Subst.: Lic. Jakob Loskant Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Werner 1740 Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Amtmann und Schöffen des Gerichtes Korschenbroich (Corschbrock) 1739 - 1740 - 2. RKG 1740 - 1754 (1590 - 1749) Beweismittel: Acta priora (Q 10). Facti species cum voto, publicatum 12. Januar 1740 (Bd. 1 Bl. 19 - 25). Kaufbrief über den Winandshof samt Kurmut zwischen der Witwe von Löwenthal als Verkäuferin und der Witwe Dr. Übelgun in Köln als Käuferin, 1739 (in Q 6). Botenlohnschein (Q 8). Quittung über Botenlohn (Q 18). Generalvollmacht des Grafen Heinrich Carl von Ostein und Myllendonk für den (RKG-) Notar Heinrich Schotten, in seinem Namen gerichtlich zu handeln, 1733 (Q 22). Auszug aus dem Heberegister von 1607 für Kurmut und Fahrzins, die zu Martini auf den Pilingshof im Land Korschenbroich geliefert werden, mit Eintragungen von 1708, 1739 (Q 32). Aufstellungen der Appellantin über die ihr aus dem Hof vorenthaltenen Einnahmen (Q 37, 40). Ehevertrag zwischen Dr. Johann Leonhard Gerhard Übelgun, Schöffe des Weltlichen Gerichtes zu Köln, und Elisabeth Caecilia Amalia d’Harse, 1725 (Q 50). Testament der Elisabeth Caecilia Amalia d’Harse, Witwe Übelgun, 1746 (Q 51). Original-Urkunde des Herzogs Carl Eugen von Croy, Graf von Roeux, Herr zu Myllendonk, mit der er gegen eine einmalige Zahlung der Maria Barbara Scholtessen, Witwe seines ehemaligen Rates Dr. Johann Jacob Lang, den Winandshof von allen ordinären und extraordinären Steuern und Abgaben befreit, 1699 (Q 53). Den Winands Hof betr. Schriftstücke, 1590 - 1662 (Q 56, 57, 58, 59). Urkunde, mit der Herzog Philipp von Croy und seine Frau Johanna Elisabeth, geb. Gräfin von Bronckhorst, dem Johann Lang, Amtmann ihrer Herrschaft Myllendonk, und seiner Frau Barbara Ungerechs 3 „vor dem“ Winandshof am Neersbroich gelegene Stücke Land von 15 Morgen erbpachtfrei geben bis zur Wiedereinlösung mit 390 Rtlr., 1667 (in Q 10 Bl. 15 - 19). Urkunde des Herzogs Carl Eugen von Croy, der gegen Zahlung die Wiedereinlösbarkeit der Erbpacht auf die 15 Morgen aufhebt, solange die Witwe Lang oder deren Nachkommen das Land innehaben; bei einem Verkauf sollen er oder seine Nachkommen den Vorrang haben, 1694 (in Q 10 Bl. 19 - 22). Beschreibung: 2 Bde., 5,5 cm; Bd. 1: 4,5 cm, 270 Bl., lose; Q 1 - 9, 11 - 60, es fehlt Q 1, 7 Beilagen; Deckblatt des Protokolls stark beschädigt; Bd. 2: 34 Bl., geb.; Q 10. Lit.: Jakob Bremer, Die reichsunmittelbare Herrschaft Millendonk. Das sind die heutigen Gemeinden Korschenbroich und Pesch, Mönchengladbach 1939, S. 39.