Die aufgrund eines Vertrages vom 28. Mai 1586 zwischen Wilhelm Landgraf von Hessen und den von Linsingen den Letzteren zugebilligten Lehen. Zuvor ...
Vollständigen Titel anzeigen
Urk. 14, 481
Vgl. altes Findbuch (R Nr. 1354), s.v. Printz Maximilian zu Hessen Cassel, Nr. 2
A I u, Prinz Maximilian von Hessen sub dato
Urk. 14 Aktiv- und Passivlehen [ehemals: Urkunden A I u]
Aktiv- und Passivlehen [ehemals: Urkunden A I u] >> Aktivlehen >> Personenbetreffe L >> Li >> Linsingen, von >> 1500-1599
1586 Dezember 10
Lehnsbrief
Urkunde
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Die aufgrund eines Vertrages vom 28. Mai 1586 zwischen Wilhelm Landgraf von Hessen und den von Linsingen den Letzteren zugebilligten Lehen. Zuvor war es wegen der Ablösung des Amts Jesberg zwischen dem Erzbistum Mainz einerseits und den Vettern Johann von Linsingen dem Älteren, Haushofmeister zu Marburg, Johann von Linsingen dem Jüngeren und Dietrich von Linsingen andererseits zu einem Prozess am Kaiserlichen Kammergericht gekommen, der aber vor seiner Entscheidung dadurch beendet worden war, dass das Erzbistum Mainz alle seine Rechte am Amt Jesberg an die Landgrafen von Hessen abgetreten hatte. Die von Linsingen erhalten zu Samtmannlehen: 1.) die Burgsitze und Behausungen der von Linsingen mit den dazu gehörenden Scheunen, Ställen, Hofstätten und Begriffen und mit den davon anfallenden Grundzinsen zu Jesberg [Burgruine auf der Gemarkung der Gem. Jesberg, Schwalm-Eder-Kr.] und Lenstenhausen [Jesberg (Lenswindehusen), Gem., Schwalm-Eder-Kr.]; 2.) Richerode [Gehöftgruppe auf der Gemarkung Hundshausen, Gem. Jesberg, Schwalm-Eder-Kr.]; 3.) Orperterode [Wüstung auf der Gemarkung Hundshausen, Gem. Jesberg, Schwalm-Eder-Kr.]; 4.) die Kammer; 5.) Hillenhain [Wüstung auf der Gemarkung Hundshausen, Gem. Jesberg, Schwalm-Eder-Kr.]; 6.) Bubenhain [Wüstung auf der Gemarkung Hundshausen, Gem. Jesberg, Schwalm-Eder-Kr.]; 7.) Schelenholz; 8.) alle Feldzehnten im Gericht Jesberg [Jesberg (Lenswindehusen), Gem., Schwalm-Eder-Kr.], auch jedweder Ackerbau an Ländereien, Garten und Wiesen mit allen davon gehörenden Nutzungen; 9.) das Patronat zu Lenstenhausen, wobei den Landgrafen von Hessen Examination und Konfirmation vorbehalten sind; 10.) der vierte Teil der zu Burg und Amt Jesberg gehörenden Stücke, nämlich der Heimberg, Steinbusch, Espe, Kellerwald, Reude, Hoenberg, Mehlstäube (Melsteub), Kirchflusshöhe, Trockenbach (Trackenbach), Vockenrode [Wüstung auf der Gemarkung der Gem. Jesberg, Schwalm-Eder-Kr.], der Calenberg, Dreysserholz und der Rode; 11.) der vierte Teil von allen Rodzehnten, Rodzinsen und Rodheuern; 12.) der vierte Teil an Obrigkeit und Gericht, auch Gebot und Verbot in bürgerlichen Sachen und die damit verbundenen Frevel, Bußen, Brüche und Dienste. Dietrich von Linsingen, der den oben genannten Vertrag nicht angenommen hat, bleibt von der Belehnung ausgenommen.
Belehnte/r: Johann von Linsingen der Ältere, Haushofmeister zu Marburg [die Hälfte der genannten Lehen], Johann von Linsingen der Jüngere [die andere Hälfte der genannten Lehen]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 09:13 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Hessisches Staatsarchiv Marburg (Archivtektonik)
- Gliederung (Tektonik)
- Urkunden (Tektonik)
- Hessen (Tektonik)
- Landgräfliches Archiv (Hessen-Kassel) (Tektonik)
- Aktiv- und Passivlehen [ehemals: Urkunden A I u] (Bestand)
- Aktivlehen (Gliederung)
- Personenbetreffe L (Gliederung)
- Li (Gliederung)
- Linsingen, von (Gliederung)
- 1500-1599 (Gliederung)