FV Volbach, Wolfgang Fritz (Bestand)
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FV
Archiv des Leibniz-Zentrums für Archäologie (Archivtektonik) >> 2. Nachlässe >> 2.1. Intern
Geleitwort: Wolfgang Fritz Volbach (28.08.1892 - 23.12.1988) studierte in Tübingen, München und Berlin Kunstgeschichte und Archäologie und promovierte 1915 mit der Arbeit "Zur Darstellung des Hl. Georg zu Pferd in der deutschen Kunst des Mittelalters". Unter Karl Schumacher war er 1912/13 und 1915/16 Volontärassistent am RGZM. 1917 kam er als Stellvertreter von Oskar Wulff (Direktor der Frühchristlich-Byzantinischen Sammlung des Berliner Kaiser-Friedrich-Museums) nach Berlin und war ab 1927 dessen Nachfolger. 1933 wurde er aus dem Museumsdient entlassen, da seine Mutter aus einer jüdischen Familie stammte. Seit 1934 lebte er im Exil in Rom und war am Museum Sacro im Vatikan angestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er nach Deutschland zurück und wurde Referent am Kultusministerium des Landes Rheinland-Pfalz. Ans RGZM kam er 1950 als stellvertretender Direktor, ab 1953 war er geschäftsführender Direktor des RGZM. Ein Teil des Nachlasses Volbach befindet sich an der Universität Bonn (Evangelisch-Theologische Fakultät, Lehrstuhl für Kirchengeschichte) und die Erschließung ist online einsehbar: https://www.alte-kirchengeschichte.uni-bonn.de/forschung/nachlass-wolfgang-fritz-volbach-1. Der Nachlassteil am RGZM besteht überwiegend aus Dokumenten aus der Zeit nach Volbachs Pensionierung 1958. Einen großen Anteil haben Fotos und Recherchen für die Ausstellung "Koptische Kunst" in der Villa Hügel 1963. Literatur W. Heist (Red.), Wissenschaft und Turbulenz: Der Lebensweg des W. F. Volbach aus Mainz. Kleine Mainzer Bücherei 4 (Mainz 1972). J. Baum, Wolfgang Fritz Volbach. Jahrbuch RGZM 5, 1958, IX-XIII [online: https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/jahrb-rgzm/article/viewFile/33455/27134] W. Kinzig, Wolfgang Fritz Volbach (1892-1988). In: G. Brands/M. Maischberger (Hrsg.), Lebensbilder. Klassische Archäologen und der Nationalsozialismus 1 (Rahden/Westf. 2012) 141-157. E. Ehler / C. Fluck / G. Mietke, Wissenschaft und Turbulenz. Wolfgang Fritz Volbach, ein Wissenschaftler zwischen den beiden Weltkriegen. Ausstellungskatalog Berlin (Wiesbaden 2017)
Umfang: 20 Kartons
Umfang: 20 Kartons
Archivbestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
13.05.2026, 11:20 MESZ