E Rep. 061-01 Nachlass Leo Alfieri (Bestand)
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E Rep. 061-01
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> E Nachlässe und personengeschichtliche Sammlungen >> E 1 Nachlässe und Personenfonds
Vorwort: 1. Biographie und Bestandsgeschichte
Leo Julius Carl Alfierie wurde als Sohn des Tuchhändlers C. F. Alfieri am 11. Februar 1839 in Berlin geboren. Nach dem Besuch des Cöllnischen Realgymnasiums von 1849 bis 1855 wurde er Kaufmann. Er übernahm von seinem Vater das Tuchgeschäft Alfieri & Allouchery in der Poststraße 26. Seit dem 15. Mai 1873 wohnte er mit seiner Frau Käte geborene Freudenberg in der Breiten Straße 22. Im selben Haus befand sich auch seine Firma.
Im Oktober 1874 wurde er Mitglied des Vereins für die Geschichte Berlins. Mit Vorträgen und Beiträgen in der Vereinszeitschrift „Der Bär“ trug er zur Erforschung der Berliner Heimatgeschichte bei. 1879 wurde er 2. Schriftführer des Vereins für die Geschichte Berlins und seit 1880 betreute er die Vereinsbibliothek mit.
Leo Alfieri nahm auch zahlreiche Aufgaben im Rahmen der ehrenamtlichen Tätigkeit für die Stadtverwaltung wahr. So war er von 1876 bis 1881 Mitglied des 6. Gemeinde-Waisenrates in Berlin und wurde 1876 von der Stadtverordnetenversammlung zu Berlin zum Mitglied der 10. Klassen- und Gemeinde-Einkommensteuerkommission gewählt. Am 4. Januar 1880 wählte man ihn zum Ältesten im Gemeindevorstadt der St. Petri Kirche. Als gewähltes Mitglied der Stadtverordnetenversammlung zu Berlin war er von 1881 bis 1888 tätig.
Am 18. Juni 1894 starb er in Berlin und wurde auf dem Zwölf-Apostel-Kirchhof in der Kolonnenstraße beerdigt.
1944 wurden die Unterlagen von seiner Nichte, Gertrud Freudenberg-Bianconi, dem Verein für die Geschichte Berlins übergeben. Von dort gelangte es in das Stadtarchiv Berlin.
2. Bestandsbeschreibung
Der Bestand enthält biographische Unterlagen (Abgangszeugnis, Befreiung vom Militärdienst, Reisepässe), Schriftwechsel mit dem Verein für die Geschichte Berlins und dem Märkischen Museum. Ebenso sind Manuskripte und Vortragsniederschriften überliefert. Einige Dokumente belegen die Teilnahme Leo Alfieris an der 59. Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte und am 4. Deutschen Schriftstellertag zu Braunschweig. Darüber hinaus sind Kondolenzschreiben, die seine Frau Käte anläßlich seines Todes erhielt, vorhanden.
Der Schriftwechsel seiner Frau Käte Alfieri und seiner Nichte Gertrud Bianconi-Freudenberg mit dem Verein für die Geschichte Berlins rundet den Bestand ab.
Der Bestand besteht aus fünf Akten (0,15 lfm) mit einer Laufzeit von 1854 bis 1904 (1929, 1944). Er wurde mit der Software Augias-Archiv verzeichnet und ist über die Findmittel Datenbank und Findbuch zugänglich.
3. Literatur
Der Bär.- Schriften des Vereins für die Geschichte Berlins.
Berlin, April 2006 Kerstin Bötticher
Leo Julius Carl Alfierie wurde als Sohn des Tuchhändlers C. F. Alfieri am 11. Februar 1839 in Berlin geboren. Nach dem Besuch des Cöllnischen Realgymnasiums von 1849 bis 1855 wurde er Kaufmann. Er übernahm von seinem Vater das Tuchgeschäft Alfieri & Allouchery in der Poststraße 26. Seit dem 15. Mai 1873 wohnte er mit seiner Frau Käte geborene Freudenberg in der Breiten Straße 22. Im selben Haus befand sich auch seine Firma.
Im Oktober 1874 wurde er Mitglied des Vereins für die Geschichte Berlins. Mit Vorträgen und Beiträgen in der Vereinszeitschrift „Der Bär“ trug er zur Erforschung der Berliner Heimatgeschichte bei. 1879 wurde er 2. Schriftführer des Vereins für die Geschichte Berlins und seit 1880 betreute er die Vereinsbibliothek mit.
Leo Alfieri nahm auch zahlreiche Aufgaben im Rahmen der ehrenamtlichen Tätigkeit für die Stadtverwaltung wahr. So war er von 1876 bis 1881 Mitglied des 6. Gemeinde-Waisenrates in Berlin und wurde 1876 von der Stadtverordnetenversammlung zu Berlin zum Mitglied der 10. Klassen- und Gemeinde-Einkommensteuerkommission gewählt. Am 4. Januar 1880 wählte man ihn zum Ältesten im Gemeindevorstadt der St. Petri Kirche. Als gewähltes Mitglied der Stadtverordnetenversammlung zu Berlin war er von 1881 bis 1888 tätig.
Am 18. Juni 1894 starb er in Berlin und wurde auf dem Zwölf-Apostel-Kirchhof in der Kolonnenstraße beerdigt.
1944 wurden die Unterlagen von seiner Nichte, Gertrud Freudenberg-Bianconi, dem Verein für die Geschichte Berlins übergeben. Von dort gelangte es in das Stadtarchiv Berlin.
2. Bestandsbeschreibung
Der Bestand enthält biographische Unterlagen (Abgangszeugnis, Befreiung vom Militärdienst, Reisepässe), Schriftwechsel mit dem Verein für die Geschichte Berlins und dem Märkischen Museum. Ebenso sind Manuskripte und Vortragsniederschriften überliefert. Einige Dokumente belegen die Teilnahme Leo Alfieris an der 59. Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte und am 4. Deutschen Schriftstellertag zu Braunschweig. Darüber hinaus sind Kondolenzschreiben, die seine Frau Käte anläßlich seines Todes erhielt, vorhanden.
Der Schriftwechsel seiner Frau Käte Alfieri und seiner Nichte Gertrud Bianconi-Freudenberg mit dem Verein für die Geschichte Berlins rundet den Bestand ab.
Der Bestand besteht aus fünf Akten (0,15 lfm) mit einer Laufzeit von 1854 bis 1904 (1929, 1944). Er wurde mit der Software Augias-Archiv verzeichnet und ist über die Findmittel Datenbank und Findbuch zugänglich.
3. Literatur
Der Bär.- Schriften des Vereins für die Geschichte Berlins.
Berlin, April 2006 Kerstin Bötticher
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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22.08.2025, 11:21 MESZ