107 Stiftungen (Bestand)
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107
Universitätsarchiv Chemnitz (Archivtektonik) >> Bestände bis 1945
1845 - 1945
1. Verwaltungsgeschichte/Biographie: An der Königlichen Gewerbschule Chemnitz und der späteren Akademie für Technik bestanden eine Reihe von Stiftungen, die in erster Linie zur Unterstützung von bedürftigen und würdigen Schüler der Einrichtung eingerichtet wurden. Sehr häufig waren die Stifter selbst ehemalige Schüler die sich in ihren Begründungen zur Einrichtung der Stiftung immer wieder lobend und dankend zur genossenen Ausbildung äußern. Neben den unmittelbar der Akademie gewidmeten Stiftungen werden auch insgesamt 30 Stiftungen geführt, bei denen die Akademie bzw. deren Schüler nur Begünstigte war. Dies betrifft vor allem Stiftungen für die Stadt Chemnitz oder für Technische Höhere Lehranstalten in Sachsen. Bei diesen wurde als Kollator die entsprechende verwaltende Stelle benannt. Oftmals können in diesen Fällen aber wegen des Fehlens der Stiftungsurkunde oder einer Abschrift derselben zum Stiftungszweck, zum Stiftungskapital und zum Gründungsdatum der Stiftung nur ungenaue oder gar keine Angaben gemacht werden.
Insgesamt bestanden an der Akademie 41 Stiftungen über einen Zeitraum von 1845 bis 1945. Eine Reihe der Stiftungen überlebten mit ihrem Kapital die Inflation nicht und wurden im Sammelstock IV des Sächsischen Innenministeriums 1924 zusammengeführt bzw. aufgelöst. 1932 wurden 28 weitere alleine nicht lebensfähige Stiftungen zur Vereinigten Stiftung für Besucher der Staatlichen Akademie für Technik in Chemnitz und den dieser angeschlosssenen Anstalten zusammengefasst. 1945 bestanden noch 11 Stiftungen mit einem Stiftungskapital von ca. 150.000 RM. Über den Verbleib des Kapitals gibt es momentan keine genauen Hinweise. In den Akten findet sich lediglich ein Vermerk des ersten Archivars Jentzsch, dass Vermögen von vor 1945 nicht mehr zur Auszahlung kommt.
2. Bestandsbeschreibung: Die Akten selbst enthalten in den meisten Fällen die Korrespondenz, die zur Einrichtung der Stiftung führte, die Stiftungsurkunde selbst mit der entsprechenden Genehmigung durch das vorgesetzte Ministerium und die Umsetzung der Stiftung. Bei Reisestipendienstiftungen sind sehr umfangreiche Reiseberichte der Stipendiaten mit einer Schilderung der besuchten Orte und Firmen überliefert. Dabei werden sehr genau die Verhältnisse, die Verfahren und auch die Örtlichkeiten selbst beschrieben. Oftmals finden sich sogar Skizzen von geschilderten technischen Verfahren oder Baudenkmälern in den Berichten.
Vor der Verzeichnung waren die Stiftungsakten Bestandteil des Bestandes "Geschichte der Einrichtung", der insgesamt noch einer weiteren Bearbeitung bedarf. Zunächst wurden die Angaben eins zu eins von den vorhanden Karteikarten übernommen. Anschließend wurde der Bestand einer Revision und Grobordnung unterzogen. Dabei wurde festgestellt, dass mit der Erfassung der alten Registratursignaturen Lücken in der Überlieferung bestimmt werden können. Die festgestellten Lücken sind jedoch nur geringerer Natur. Über den Verblieb der wenigen fehlenden Akten können keine Aussagen gemacht werden.
Stephan Luther, März 2002
3. Erschließungszustand/Umfang: erschlosssen, Datenbank, Findbuch; Umfang: 9,7 lfm
1. Verwaltungsgeschichte/ Biografische Angaben: An der Königlichen Gewerbschule Chemnitz und der späteren Akademie für Technik bestanden eine Reihe von Stiftungen, die in erster Linie zur Unterstützung von bedürftigen und würdigen Schüler der Einrichtung eingerichtet wurden. Sehr häufig waren die Stifter selbst ehemalige Schüler die sich in ihren Begründungen zur Einrichtung der Stiftung immer wieder lobend und dankend zur genossenen Ausbildung äußern. Neben den unmittelbar der Akademie gewidmeten Stiftungen werden auch insgesamt 30 Stiftungen geführt, bei denen die Akademie bzw. deren Schüler nur Begünstigte war. Dies betrifft vor allem Stiftungen für die Stadt Chemnitz oder für Technische Höhere Lehranstalten in Sachsen. Bei diesen wurde als Kollator die entsprechende verwaltende Stelle benannt. Oftmals können in diesen Fällen aber wegen des Fehlens der Stiftungsurkunde oder einer Abschrift derselben zum Stiftungszweck, zum Stiftungskapital und zum Gründungsdatum der Stiftung nur ungenaue oder gar keine Angaben gemacht werden.
Insgesamt bestanden an der Akademie 41 Stiftungen über einen Zeitraum von 1845 bis 1945. Eine Reihe der Stiftungen überlebten mit ihrem Kapital die Inflation nicht und wurden im Sammelstock IV des Sächsischen Innenministeriums 1924 zusammengeführt bzw. aufgelöst. 1932 wurden 28 weitere alleine nicht lebensfähige Stiftungen zur Vereinigten Stiftung für Besucher der Staatlichen Akademie für Technik in Chemnitz und den dieser angeschlosssenen Anstalten zusammengefasst. 1945 bestanden noch 11 Stiftungen mit einem Stiftungskapital von ca. 150.000 RM. Über den Verbleib des Kapitals gibt es momentan keine genauen Hinweise. In den Akten findet sich lediglich ein Vermerk des ersten Archivars Jentzsch, dass Vermögen von vor 1945 nicht mehr zur Auszahlung kommt.
3. Erschließungszustand: erschlosssen, Datenbank, Findbuch; Umfang: 9,7 lfm
Insgesamt bestanden an der Akademie 41 Stiftungen über einen Zeitraum von 1845 bis 1945. Eine Reihe der Stiftungen überlebten mit ihrem Kapital die Inflation nicht und wurden im Sammelstock IV des Sächsischen Innenministeriums 1924 zusammengeführt bzw. aufgelöst. 1932 wurden 28 weitere alleine nicht lebensfähige Stiftungen zur Vereinigten Stiftung für Besucher der Staatlichen Akademie für Technik in Chemnitz und den dieser angeschlosssenen Anstalten zusammengefasst. 1945 bestanden noch 11 Stiftungen mit einem Stiftungskapital von ca. 150.000 RM. Über den Verbleib des Kapitals gibt es momentan keine genauen Hinweise. In den Akten findet sich lediglich ein Vermerk des ersten Archivars Jentzsch, dass Vermögen von vor 1945 nicht mehr zur Auszahlung kommt.
2. Bestandsbeschreibung: Die Akten selbst enthalten in den meisten Fällen die Korrespondenz, die zur Einrichtung der Stiftung führte, die Stiftungsurkunde selbst mit der entsprechenden Genehmigung durch das vorgesetzte Ministerium und die Umsetzung der Stiftung. Bei Reisestipendienstiftungen sind sehr umfangreiche Reiseberichte der Stipendiaten mit einer Schilderung der besuchten Orte und Firmen überliefert. Dabei werden sehr genau die Verhältnisse, die Verfahren und auch die Örtlichkeiten selbst beschrieben. Oftmals finden sich sogar Skizzen von geschilderten technischen Verfahren oder Baudenkmälern in den Berichten.
Vor der Verzeichnung waren die Stiftungsakten Bestandteil des Bestandes "Geschichte der Einrichtung", der insgesamt noch einer weiteren Bearbeitung bedarf. Zunächst wurden die Angaben eins zu eins von den vorhanden Karteikarten übernommen. Anschließend wurde der Bestand einer Revision und Grobordnung unterzogen. Dabei wurde festgestellt, dass mit der Erfassung der alten Registratursignaturen Lücken in der Überlieferung bestimmt werden können. Die festgestellten Lücken sind jedoch nur geringerer Natur. Über den Verblieb der wenigen fehlenden Akten können keine Aussagen gemacht werden.
Stephan Luther, März 2002
3. Erschließungszustand/Umfang: erschlosssen, Datenbank, Findbuch; Umfang: 9,7 lfm
1. Verwaltungsgeschichte/ Biografische Angaben: An der Königlichen Gewerbschule Chemnitz und der späteren Akademie für Technik bestanden eine Reihe von Stiftungen, die in erster Linie zur Unterstützung von bedürftigen und würdigen Schüler der Einrichtung eingerichtet wurden. Sehr häufig waren die Stifter selbst ehemalige Schüler die sich in ihren Begründungen zur Einrichtung der Stiftung immer wieder lobend und dankend zur genossenen Ausbildung äußern. Neben den unmittelbar der Akademie gewidmeten Stiftungen werden auch insgesamt 30 Stiftungen geführt, bei denen die Akademie bzw. deren Schüler nur Begünstigte war. Dies betrifft vor allem Stiftungen für die Stadt Chemnitz oder für Technische Höhere Lehranstalten in Sachsen. Bei diesen wurde als Kollator die entsprechende verwaltende Stelle benannt. Oftmals können in diesen Fällen aber wegen des Fehlens der Stiftungsurkunde oder einer Abschrift derselben zum Stiftungszweck, zum Stiftungskapital und zum Gründungsdatum der Stiftung nur ungenaue oder gar keine Angaben gemacht werden.
Insgesamt bestanden an der Akademie 41 Stiftungen über einen Zeitraum von 1845 bis 1945. Eine Reihe der Stiftungen überlebten mit ihrem Kapital die Inflation nicht und wurden im Sammelstock IV des Sächsischen Innenministeriums 1924 zusammengeführt bzw. aufgelöst. 1932 wurden 28 weitere alleine nicht lebensfähige Stiftungen zur Vereinigten Stiftung für Besucher der Staatlichen Akademie für Technik in Chemnitz und den dieser angeschlosssenen Anstalten zusammengefasst. 1945 bestanden noch 11 Stiftungen mit einem Stiftungskapital von ca. 150.000 RM. Über den Verbleib des Kapitals gibt es momentan keine genauen Hinweise. In den Akten findet sich lediglich ein Vermerk des ersten Archivars Jentzsch, dass Vermögen von vor 1945 nicht mehr zur Auszahlung kommt.
3. Erschließungszustand: erschlosssen, Datenbank, Findbuch; Umfang: 9,7 lfm
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
19.08.2025, 12:22 PM CEST