I) Relationen des Fürstabts Rupert als Administrator der Grafschaft Hohenems an den Kaiser (mit abschriftlichen Berichten des subdelegierten Kommissars an den Fürstabt): Eingriffe des Grafen Jakob Hannibal von Hohenems in die Verwaltung, sein gewaltsames Eindringen in das Archiv auf Schloß Hohenems, die von ihm verlangte Huldigung der Beamten und Untertanen und die von ihm angemaßten Hoheitsakte (Ab- und Einsetzung von Landammännern in der Grafschaft Hohenems, in Lustenau und in den Schweizer Besitzungen, Erhebung des Ehrschatzes von den Lehenleuten, Verbot des Holzverkaufs vom Gut "zum Feßler" [jetzt: Schönstein]), Maßnahmen des Fürstabts gegen die gräflichen Eigenmächtigkeiten. II) Klage der Vormundschaft der Philippinischen Linie der Fürsten von Liechtenstein gegen Graf Jakob Hannibal vor dem Reichshofrat wegen angeblich bewußter Täuschung in den Kaufverträgen über Schellenberg und Vaduz durch Aufführung des angeblich den beiden Herrschaften anheftenden Votums auf Reichs- und Kreistagen sowie von bereits veräußerten Gütern und nicht mehr vorhandenen Rechten; [Überlieferung: Ausfertigungen, Konzepte, Abschriften]
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I) Relationen des Fürstabts Rupert als Administrator der Grafschaft Hohenems an den Kaiser (mit abschriftlichen Berichten des subdelegierten Kommissars an den Fürstabt): Eingriffe des Grafen Jakob Hannibal von Hohenems in die Verwaltung, sein gewaltsames Eindringen in das Archiv auf Schloß Hohenems, die von ihm verlangte Huldigung der Beamten und Untertanen und die von ihm angemaßten Hoheitsakte (Ab- und Einsetzung von Landammännern in der Grafschaft Hohenems, in Lustenau und in den Schweizer Besitzungen, Erhebung des Ehrschatzes von den Lehenleuten, Verbot des Holzverkaufs vom Gut "zum Feßler" [jetzt: Schönstein]), Maßnahmen des Fürstabts gegen die gräflichen Eigenmächtigkeiten. II) Klage der Vormundschaft der Philippinischen Linie der Fürsten von Liechtenstein gegen Graf Jakob Hannibal vor dem Reichshofrat wegen angeblich bewußter Täuschung in den Kaufverträgen über Schellenberg und Vaduz durch Aufführung des angeblich den beiden Herrschaften anheftenden Votums auf Reichs- und Kreistagen sowie von bereits veräußerten Gütern und nicht mehr vorhandenen Rechten; [Überlieferung: Ausfertigungen, Konzepte, Abschriften]
StAA, Fürststift Kempten, Archiv Akten 3007
BayHStA, Fürststift Kempten/NA, A 2080
Fürststift Kempten, Archiv
Fürststift Kempten, Archiv >> CLXV Lit. A - Hohenems: Administration
(1395-1712) 1716
Darin: 4 Kaufbriefe des Grafen Jakon Hannibal sowie des Grafen Franz Rudolf; Holzverrechnung mit der Gräfin (1708-11) und Thomas Mossal (1710), Schätzung der Holzverkäufe des Grafen Franz Rudolf (1712); Bestätigung des Grafen Heinrich von Werdenberg bezügl. der Überlassung des vom Grafen Rudolf von Montfort zu Feldkirch dem Domkapitel Chur zur Nutzung gestifteten Kirchensatzes zu Schaan zu Eigentum und der Stiftung eines Jahrtags aus Zollgefällen zu Vaduz (1395), Verpfändung des Zolls durch Ludwig Freiherr von Brandis an das Domkapitel (1496); Verzeichnis der im Urbar der Herrschaft Schellenberg genannten, jedoch abgängigen Liegenschaften und deren am Kaufpreis der Grafschaft Vaduz abzuziehenden Wertes (alles in Abschrift)
Fürststift Kempten, Archiv
ungehefteter Akt mit Papierumschlag; Umfang (Seite/Blatt): ca. 150 Bl.
Akten
deutsch
Registratursignatur/AZ: N. CLXV Lit. A n. 3
Bodman, Rupert Frhr. v., Fst.abt v. Kempten
Karl VI., Römischer Kaiser
Hohenems, Franz Rudolf Gf. v.
Hohenems, Jakob Hannibal (d.J.) Gf. v.
Liechtenstein [Fstn. v.]
Mossal, Thomas
Werdenberg-Sargans, Heinrich Gf. v.
Montfort zu Feldkirch, Rudolf Gf. v.
Brandis, Ludwig Frhr. v.
Hohenems (Vorarlberg) [Grafschaft]
Lustenau (Vorarlberg)
Schönstein (Gde. Möggers, Vorarlberg)
Schellenberg (Liechtenstein) [Herrschaft]
Vaduz (Liechtenstein)
Vaduz (Liechtenstein) [Grafschaft]
Chur (Kanton Graubünden, Schweiz) [Bistum], Domkapitel
Schaan (Liechtenstein) [Pfarrei], Pfarrpfründe
Schweiz [Eidgenossenschaft]
Reichshofrat
Zoll
Patronatsrecht
Archiv, hohenemsisches
Huldigung
Landeshoheit
Ehrschatz
Reichstag
Reichskreis, Schwäbischer
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
30.04.2025, 08:56 MESZ