Durch Johann Bernefure, Drost zu Delmenhorst, und Gherd von Quernheim (Qwernheme) wird ein Vergleich (fruntlick schedinge) geschlossen zwischen H[inrik] Hazemunde, Baumeister der Marienkirche Delmenhorst, und Diderik Lankenouw und Hinrick Radeker, Kirchgeschworene zu Bardewisch (Bardewysch) wegen einer Wurt in Hörspe (tor Horsebe). Die Bardewischer behalten "uppsate unde affsate, men se scholen, wen se de wurt na desser tyd bemeygeren willen, de buwmesteren to Delmenhorst witlik don, weme se de don willen", denn diese sollen jährlich am 22. Februar zehn Grote aus der Wurt beziehen. Zeugen: Diderick Holke, Dekan zu Delmenhorst, und Bernd Boningh, Vogt des Junkers der Aussteller [Graf Jakob von Delmenhorst]. 1480 Juli 13 (Margareten)
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Durch Johann Bernefure, Drost zu Delmenhorst, und Gherd von Quernheim (Qwernheme) wird ein Vergleich (fruntlick schedinge) geschlossen zwischen H[inrik] Hazemunde, Baumeister der Marienkirche Delmenhorst, und Diderik Lankenouw und Hinrick Radeker, Kirchgeschworene zu Bardewisch (Bardewysch) wegen einer Wurt in Hörspe (tor Horsebe). Die Bardewischer behalten "uppsate unde affsate, men se scholen, wen se de wurt na desser tyd bemeygeren willen, de buwmesteren to Delmenhorst witlik don, weme se de don willen", denn diese sollen jährlich am 22. Februar zehn Grote aus der Wurt beziehen. Zeugen: Diderick Holke, Dekan zu Delmenhorst, und Bernd Boningh, Vogt des Junkers der Aussteller [Graf Jakob von Delmenhorst]. 1480 Juli 13 (Margareten)
NLA OL, Best. 24, -6 Urk. Nr. 30
Best. 24-6 Orte, Bardewisch
NLA OL, Best. 24 Friesische Landesgemeinden
Friesische Landesgemeinden >> 5 Urkunden >> 5.3 Land Stedingen
- 13.07.1480
Enthält: Ausfertigung; mnd.; Papier, 18 x 23 cm. - Beilagen: ja. - Druck: OUB 7, Nr. 41 (Regest mit Teilabschrift). - Abschrift: Best. 296 Nr. 11 Bd. 3 S. 559-561; Best. 296 Nr. 11 Bd. 6 S. 29ff. - Regest: Schieckel Nr. 316 Chirograph/Zerter (untere Hälfte)
Verzeichnung
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 11:08 MESZ