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Zwischen Gf. Karl [II.] zu Hohenzollern, Sigmaringen und Veringen, Herrn zu Haigerloch und Wehrstein, des hl. röm. Reiches Erbkämmerer, des Ehz. Ferdinand zu Österreich Rat und Hauptmann der Herrschaft Hohenberg, einerseits und dem edlen und festen Albrecht Schenk von Stauffenberg zu Wilflingen und Horn, des Ehz. Ferdinand zu Österreich Rat und Hauptmann zu Konstanz, andererseits war Streit und Irrung wegen der hohen Obrigkeit zu Groß- und Kleinwilflingen, gen. Enhofen, auch dem dazugehörigen Zwing und Bann, Dorf, Holz und Wald entstanden. Deswegen wurde von höchster fstl. Durchlaucht eine Kommission, bestehend aus Hugo Dietrich von Hohenlandenberg, Deutschordens Landkomturei der Ballei Elsaß und Burgund, Komtur zu Altshausen, Jakob, des hl. röm. Reiches Erbtruchseß, Frh. zu Waldburg, Herrn zu Wolfegg, Waldsee, Zeil und Marstetten, röm. ksl. Majestät Rat, berufen und beauftragt, den entstandenen Streit um die hohe Obrigkeit zu vergleichen und beizulegen. Darauf sind am anberaumten Zeitpunkt am 4. Jan. [1582] und in den darauf folgenden Tagen zu Riedlingen persönlich erschienen: Gf. Karl zu Hohenz. zusammen mit seinem Bruder und Vetter Gf. Eitel Friedrich zu Hohenz. und Karl, des hl. röm. Reiches Erbtruchseß und Frh. zu Waldburg, Herrn zu Trauchburg und Scheer, Christoph Wendler von Bregroth, fstl. Rat und Statthalter in Hohenberg, Lienhart Roger, der Rechte Doctor, gemeiner schwäbischer Gff. und Herren Rat, und Lienhardt Schueser, Sekretär, sodann Albrecht Schenk mit Beistand seiner Brüder, Vettern und Schwager Wilhelm [Schenk von Stauffenberg] zu Katzenstein, fstl. bischöfl. augsburgischer Rat und Statthalter zu Dillingen, Sebastian [Schenk von Stauffenberg] zu Bach, gen. fstl. Durchlaucht Rat und Landvogt der Mkgft. Burgau und Herr zu Bronnen, röm. ksl. Majestät Vorschneider, alle drei Schenken von Stauffenberg, Hans Konrad von Bodman zu Markelfingen, Homburg und Wiechs, Hugo, Vogt zu Summerau zu Praßberg, die Brüder Kaspar Bernhard und Hans Gebhard von Rechberg zu Hohenrechberg zu Scharpfenberg und Donzdorf, Hans Jakob, Vogt von Summerau zu Praßberg und Aigeltingen, und Heinrich Schilbockhen, der Rechte Lic. Nach beider Teile mündlicher Vorbringung und auch Vorlegung von glaubwürdigen urkundlichen Dokumenten wurde der Streit wie folgt verglichen und beigelegt: l) Albrecht Schenk, seine Erben und Nachkommen sollen als Inhaber von Wilflingen zu Groß- und Kleinwilflingen, gen. Enhofen, im Schloß und in den beiden Dorfettern, desgleichen im danach beschriebenen Bezirk, der mit gut bezeichneten Steinen von einer Mark zu der anderen den gestrackten Weg nachfolgend ausgemarktet werden soll, nämlich von der unteren Bildsäule am Brüelbach über das Feld hinauf bis an die Säule, die in der Jezenn steht, von dieser Säule bis an den Stein in Sickhennwisenn, von dort bis an die Straße am Betzenhart, von da hinunter bis oben an Buchstockh, von da bis zum Auchtberg, vom Auchtberg bis an die Alte Wolfgrube, von da bis an den Sewenbronnen hinter der Ziegelhütte gelegen, von da bis an die Rübländer, bis zum Enhofer Eschlin durch die Steige gegen Bintzwangengrat, von da bis an die Straße, die an die Weiden stößt, und von da wiederum bis an die oben gen. Bildsäule am Brüelbach, gänzlich alle hohe Obrigkeit besitzen, kein Fall ausgenommen, ohne Behinderung durch Gf. Karl und seine Erben. In den beschriebenen Bezirken darf Schenk Albrecht Stock und Galgen und alle hochgerichtliche Zeichen zur Exekution und Bestrafung der malefizischen Personen peinlichen Verbrechen jederzeit aufrichten lassen 2) Dem Schenken Albrecht sollen in den Hölzern im Wilflinger Zwing und Bann alle Holzstrafen belassen werden 3) Dem Gf. Karl soll in dem Wilflinger Bann, ausgenommen in dem unter l) bezeichneten Bezirk, alle hohe Obrigkeit zustehen mit Ausnahme der Holzdiebstähle, die dem Schenken Albrecht und seinen Erben vorbehalten bleiben 4) Schenk Albrecht verzichtet zugunsten von Gf. Karl in Langenenslingen auf seine Gülten und Gerechtsame an der Feldmühle, die zur Zeit Hans Sauter besitzt, sowie auf die Zins- und Lehengüter, nämlich der Güter des Simon Sauter, Lamprecht Helding, Jerg Schmid, Galli Sauter, Moritz Füessen, Jakob Stöcklin und Konrad Harscher, die einstmals Sebastian Schenk, Albrechts Vater sel., von denen von Gültlingen erkauft hat, mit sämtlichen Zinsen, Gülten, Nutzungen, Rechten und Gerechtigkeiten, zusammen 500 fl Münz ablösiges Hauptgut sowie den daraus von Jakob Schauten, Hieronimus Ällern und Konrad Harscher zu zahlenden Zins in Höhe von 25 fl, so wie sie bisher Schenk Albrecht besessen hat, sowie die darüber vorliegenden Urkunden. Auf Verlangen der beiden Parteien wurden von dem Vertrag zwei gleichlautende Urk. angefertigt und diesen ausgehändigt.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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