Volksversammlung.
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1871
Chr
Chr >> 19. Jahrhundert >> 1871
27.7.1871
27. Juli
In einer zahlreich besuchten Volksversammlung im Püttziersgarten sprechen der sozialdemokratische Schriftsetzer Lienig aus Breslau und der Schuhmacher Dittmar aus Schauenstein über die Volksschulfrage. Die gefasste Resolution, die am 28.7. dem Vorsitzenden des Gemeindekollegiums überreicht wird, lautet: "Die am 27. Juli Abends stattgehabte Volksversammlung spricht die Hoffnung aus, daß, in Erwägung, daß die öffentliche Meinung Deutschlands schon seit Jahrzehnten den unentgeltlichen Volksschulunterricht gefördert und infolgedessen auch von vielen Gemeinden eingeführt worden ist, in Erwägung, daß die Mittel dazu durch einen Zuschlag zu den Umlagen, nach Verhältnis der Einnahmen, beschafft werden können, ein wohllöbliches Gemeindekollegium dem Antrage des Herrn Städler seine Zustimmung nicht versagen und dadurch zeigen werde, daß der wahre Fortschritt bei ihm zu finden ist."
In einer zahlreich besuchten Volksversammlung im Püttziersgarten sprechen der sozialdemokratische Schriftsetzer Lienig aus Breslau und der Schuhmacher Dittmar aus Schauenstein über die Volksschulfrage. Die gefasste Resolution, die am 28.7. dem Vorsitzenden des Gemeindekollegiums überreicht wird, lautet: "Die am 27. Juli Abends stattgehabte Volksversammlung spricht die Hoffnung aus, daß, in Erwägung, daß die öffentliche Meinung Deutschlands schon seit Jahrzehnten den unentgeltlichen Volksschulunterricht gefördert und infolgedessen auch von vielen Gemeinden eingeführt worden ist, in Erwägung, daß die Mittel dazu durch einen Zuschlag zu den Umlagen, nach Verhältnis der Einnahmen, beschafft werden können, ein wohllöbliches Gemeindekollegium dem Antrage des Herrn Städler seine Zustimmung nicht versagen und dadurch zeigen werde, daß der wahre Fortschritt bei ihm zu finden ist."
Archivale
Dittmar, (Schuhmacher, Schauenstein)
Lienig, (Schriftsetzer, Breslau)
Püttziersgarten
Breslau
Schauenstein
Volksversammlung
Schulgeld
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
17.06.2025, 13:31 MESZ