Regierung/Landesregierung Lippe - Dolmetscherbüro (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
L 80.02
Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archivtektonik) >> 1. Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe >> 1.1. Land Lippe (bis 1947) >> 1.1.2. Verwaltung, Justiz >> 1.1.2.2. Allgemeine und innere Verwaltung >> 1.1.2.2.3. Regierung / Landesregierung
1945-1948
Korrespondenz mit den Britischen Besatzungsbehörden 1945-1946 (10); Entnazifizierung von Betrieben und Einzelpersonen 1946-1948 (23).
Bestandsgeschichte: Dolmetscherbüro der Landesregierung und der Regierung Detmold aus der Zeit von 1945-1948.
Form und Inhalt: Aufgaben und Besetzung des Dolmetscherbüros der lippischen Regierung
Das Dolmetscherbüro der lippischen Landesregierung wurde nach Beginn der britischen Besatzung Lippes begründet, um die Korrespondenz zwischen lippischer Regierung und der Besatzungsmacht zu ermöglichen. Eingehende englischsprachige Schreiben wurden ins Deutsche übersetzt, deutsche Entwürfe von Schreiben an die Besatzungsmacht ins Englische. Dies betraf bis zum 15. Mai 1946 auch die Verwaltung des Landes Schaumburg-Lippe, das gemeinsam mit dem Land Lippe durch den Landespräsidenten Drake verwaltet wurde. Das Büro gehörte zur Präsidialabteilung der Abteilung 1 ”Verwaltung des Inneren“. Sämtliche Mitarbeiter wurden als Angestellte beschäftigt, nur der Leiter, bzw. die Leiterin, gehörte dem höheren Dienst an. Eine Verbeamtung erfolgte in keinem Fall.
Als erster Leiter des Büros fungierte der studierte Jurist Hans Lindrum (geb. 12.4.1885), der seit 1942 als Wirtschaftssachverständiger bei der Regierung beschäftigt und 1944 zur Preisüberwachungsstelle der Regierung Minden gewechselt war. Das gestiegene Arbeitsaufkommen führte bald zur Einstellung weiterer Kräfte. Zum 1. Mai 1945 wurde Lilli Hüdepohl (geb. 26.1.1921) als Dolmetscherin eingestellt. Der Studienrat Dr. Johannes Pittelkow (geb. 14.5.1898) wurde vom 23. Juli 1945 bis Ende Februar 1946 vertretungsweise als Übersetzer beschäftigt, ging dann jedoch in den Schuldienst zurück. Zum 22. August 1945 wurde Dr. Irmgard von Minnigerode, geb. Reuter (geb. 22.2.1906), als Dolmetscherin und Übersetzerin des Landespräsidenten Drake eingestellt. Am 4. Dezember 1945 wurde Martha Peitz (geb. 21.8.1912) als Schreibhilfe und Übersetzerin des Kommandeurs der Gendarmerie dem Dolmetscherbüro beigeordnet. Sie schied bereits zum 31. März 1946 aus dem Dienst.
Wichtige Weichenstellungen ergaben sich mit dem 1. April 1946: Mit diesem Tage wurde Lindrum zum Oberversicherungssamt Detmold versetzt, die Leitung des Büros übernahm v. Minnigerode als ”Chefdolmetscherin“. Zusätzlich wurden Ursula Klussmann, geb. Walter (geb. 23.2.1921), und Rudolf Schulz (geb. 8.5.1913) als Übersetzer eingestellt. Gisela Hetmeier (geb. 13.3.1927) trat als Volontärin zur Stenotypisten und Übersetzerin ein. Zum 1. März 1947 wurde Frau Hetmeier als Übersetzerin für Englisch beschäftigt.
Von Minnigerode erhielt im August 1946 zusätzlich zu ihrer Tätigkeit als Chefdolmetscherin die Aufgaben eines ”Denazifizierungs-Verbindungsoffiziers zur Militärregierung“ (”denacification liaison officer“), die sie auch nach dem Ende der Selbständigkeit Lippes zunächst weiter versah. Als Verbindungsstelle übernahm sie die Korrespondenz zwischen den deutschen Entnazifizierungsausschüssen im Lande Lippe und den zuständigen Stellen der Besatzungsbehörden. Deren Anfragen an die lippische Landesregierung wurden in der Regel direkt an Frau von Minnigerode gerichtet.
Nach dem Aufgehen Lippes im Land Nordrhein-Westfalen wurde der Personalbestand des Büros sukzessive abgebaut. Lilli Hüdepohl schied zum 1. Juni 1947 aus dem Dienst, Ursula Klussmann verstarb am 10. Juni 1947, Gisela Hetmeier schied am 21. August 1948 aus dem Dienst, Rudolf Schulz zum 31. März 1950.
So schrumpfte der Personalbestand mit dem 22. August 1948 auf nur noch zwei Kräfte, von Minnigerode und Schulz. Mit dem Ausscheiden von Schulz fungierte Irmgard von Minnigerode bis zum November 1951 als einzige Kraft im Büro weiter als ”Chefdolmetscherin“. Zum 21. September 1951 erhielt sie eine Planstelle als ”Dezernentin für Presse- und allgemeine Kulturangelegenheiten“, zum 23. Januar 1955 als ”Dezernentin für Kulturpflege und Erwachsenenbildung“. Am 28. Februar 1971 trat sie in den Ruhestand (BAT Ib) und verstarb am 9. Dezember 1990.
Bestand
Der Bestand des Dolmetscherbüros der lippischen Landesregierung enthält Entwürfe und Durchschläge von Schreiben, die von der Landesregierung an die britischen Besatzungsbehörden gerichtet wurden. Die Entwürfe sind zunächst zum Teil noch handschriftlich, später überwiegend maschinenschriftlich. Ebenso enthält er Übersetzungen von Schreiben, die von den Militärbehörden an die Landesregierung gerichtet wurden, teilweise Schreiben im Original. Sprachen aller Dokumente im Bestand sind Deutsch und Englisch. Das Material reicht vom 23. August 1945 bis zum 30. April 1948. Bis zum 15. Mai 1946 betrifft es ebenfalls die Verwaltung des Landes Schaumburg Lippe, welches durch den Landespräsidenten Drake bis zu diesem Datum gemeinsam mit dem Lande Lippe verwaltet wurde.
Mit der Etablierung der Entnazifizierung enthält der Bestand seit Juli 1946 auch verstärkt Berichte und Protokolle der deutschen Entnazifierungsausschüsse in Lippe (Einstufung in die Schuldkategorien III-V), sowie entsprechende Entscheidungen und Anfragen der Besatzungsmacht. Mit dem Dezember 1947 verminderte sich diese Art der Korrespondenz stark, da die deutschen Entnazifizierungsausschüssen bis auf die Berufungen zum 1. Dezember 1947 ihre Tätigkeit zunächst einzustellen hatten und die Verantwortung für die Entnazifizierung am 17. Dezember 1947 vom Lande NRW übernommen wurde.
Daneben kommen sehr vereinzelt Schreiben von Privat- und Geschäftsleuten vor, die vielleicht aus Gefälligkeit durch das Büro übersetzt worden sind.
Seiner Natur gemäß handelt es sich bei diesem Bestand um eine Sekundärüberlieferung zu verschiedenen Abteilungen der lippischen Landesregierung (Bestand L 80 I), hier besonders der Abteilung des Inneren (Bestand L 80 Ia), bzw. der Regierung des Regierungsbezirks Detmold (Bestand D 1), hier besonders des Präsidialbüros (Bestand D 1 Bd. 1 ), dessen Bestand auch den Schriftverkehr mit der Militärregierung enthält (”Geschäftsgang und Geschäftsbetrieb und Verkehr mit der Militärregierung“). Die Akten der Entnazifizierungsausschüsse im Regierungsbezirk Detmold befinden sich im Hauptstaatsarchiv Düsseldorf, Abteilung 4: Archiv für Dokumentation (Bestand NW 1055-1077). Lediglich für die Erforschung der Arbeit des Dolmetscherbüros selbst stellt der Bestand eine primäre Quelle dar.
Das Material wurde durch das Dolmetscherbüro selbst provisorisch in eine zeitliche Folge nach Monaten gebracht, ohne eine genaue chronologische Folge einzuhalten. Fehler in dieser Ordnung wurden 1962 durch den Archivangestellten Karl Sundergeld (1894-1967) weitgehend beseitigt, der ein grobes Repertorium erstellte.
Im Dezember 2001 wurde der Bestand durch die Neschen AG (Bückeburg) entsäuert, nachgeleimt und in säurefreien Einschlagmappen verpackt. Dabei wurde eine fortlaufenden Nummerierung der Blätter angebracht. Es erwies sich als zweckmäßig, diese Ordnung beizubehalten, da die Art des Bestandes andernfalls eine Einzelblattverzeichnung notwendig gemacht hätte.
Quellen
D 1 Pr. Pers. Nr. 784 (Personalakte Rudolf Schulz)
D 99 Nr. 1100 (Personalakte Gisela Hetmeier)
D 99 Nr. 9039 (Personalakte Dr. Johannes Pittelkow)
L 80 I Pers. Nr. 754 (Personalakte Lilli Hüdepohl)
L 80 I Pers. Nr. 1077 (Personalakte Hans Lindrum)
L 80 I Pers. Nr. 885 (Personalakte Ursula Klußmann)
L 80 I Pers. Nr. 1315 (Personalakte Martha Peitz)
Personalakte Dr. Irmgard v. Minnigerode (Regierung Detmold)
einzelne Informationen zum Dolmetscherbüro enthalten u.a.:
L 80 I a II Titel 5 Nr. 2
L 80 I Pers Nr. 2330
L 80 I Pers Nr. 2338
L 80 I Pers Nr. 2342
L 80 I Pers Nr. 2403
L 80 I Pers Nr. 2415
L 80 I Pers Nr. 2756
Literatur zur Entnazifizierung:
Lange, I., Entnazifizierung in Nordrhein-Westfalen. Richtlinien, Anweisungen, Organisation (Veröffentlichungen der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen. Reihe C: Quellen und Forschungen, Bd. 2), Siegburg 1976
Krüger, W., Entnazifiziert. Zur Praxis der politischen Säuberung in Nordrhein-Westfalen, Wuppertal 1982
Gerald Kreucher, Detmold am 30.10.2002
Das Findbuch aus dem Jahr 2002 wurde im Oktober 2007 nach VERA konvertiert.
Gahde
Bestandsgeschichte: Dolmetscherbüro der Landesregierung und der Regierung Detmold aus der Zeit von 1945-1948.
Form und Inhalt: Aufgaben und Besetzung des Dolmetscherbüros der lippischen Regierung
Das Dolmetscherbüro der lippischen Landesregierung wurde nach Beginn der britischen Besatzung Lippes begründet, um die Korrespondenz zwischen lippischer Regierung und der Besatzungsmacht zu ermöglichen. Eingehende englischsprachige Schreiben wurden ins Deutsche übersetzt, deutsche Entwürfe von Schreiben an die Besatzungsmacht ins Englische. Dies betraf bis zum 15. Mai 1946 auch die Verwaltung des Landes Schaumburg-Lippe, das gemeinsam mit dem Land Lippe durch den Landespräsidenten Drake verwaltet wurde. Das Büro gehörte zur Präsidialabteilung der Abteilung 1 ”Verwaltung des Inneren“. Sämtliche Mitarbeiter wurden als Angestellte beschäftigt, nur der Leiter, bzw. die Leiterin, gehörte dem höheren Dienst an. Eine Verbeamtung erfolgte in keinem Fall.
Als erster Leiter des Büros fungierte der studierte Jurist Hans Lindrum (geb. 12.4.1885), der seit 1942 als Wirtschaftssachverständiger bei der Regierung beschäftigt und 1944 zur Preisüberwachungsstelle der Regierung Minden gewechselt war. Das gestiegene Arbeitsaufkommen führte bald zur Einstellung weiterer Kräfte. Zum 1. Mai 1945 wurde Lilli Hüdepohl (geb. 26.1.1921) als Dolmetscherin eingestellt. Der Studienrat Dr. Johannes Pittelkow (geb. 14.5.1898) wurde vom 23. Juli 1945 bis Ende Februar 1946 vertretungsweise als Übersetzer beschäftigt, ging dann jedoch in den Schuldienst zurück. Zum 22. August 1945 wurde Dr. Irmgard von Minnigerode, geb. Reuter (geb. 22.2.1906), als Dolmetscherin und Übersetzerin des Landespräsidenten Drake eingestellt. Am 4. Dezember 1945 wurde Martha Peitz (geb. 21.8.1912) als Schreibhilfe und Übersetzerin des Kommandeurs der Gendarmerie dem Dolmetscherbüro beigeordnet. Sie schied bereits zum 31. März 1946 aus dem Dienst.
Wichtige Weichenstellungen ergaben sich mit dem 1. April 1946: Mit diesem Tage wurde Lindrum zum Oberversicherungssamt Detmold versetzt, die Leitung des Büros übernahm v. Minnigerode als ”Chefdolmetscherin“. Zusätzlich wurden Ursula Klussmann, geb. Walter (geb. 23.2.1921), und Rudolf Schulz (geb. 8.5.1913) als Übersetzer eingestellt. Gisela Hetmeier (geb. 13.3.1927) trat als Volontärin zur Stenotypisten und Übersetzerin ein. Zum 1. März 1947 wurde Frau Hetmeier als Übersetzerin für Englisch beschäftigt.
Von Minnigerode erhielt im August 1946 zusätzlich zu ihrer Tätigkeit als Chefdolmetscherin die Aufgaben eines ”Denazifizierungs-Verbindungsoffiziers zur Militärregierung“ (”denacification liaison officer“), die sie auch nach dem Ende der Selbständigkeit Lippes zunächst weiter versah. Als Verbindungsstelle übernahm sie die Korrespondenz zwischen den deutschen Entnazifizierungsausschüssen im Lande Lippe und den zuständigen Stellen der Besatzungsbehörden. Deren Anfragen an die lippische Landesregierung wurden in der Regel direkt an Frau von Minnigerode gerichtet.
Nach dem Aufgehen Lippes im Land Nordrhein-Westfalen wurde der Personalbestand des Büros sukzessive abgebaut. Lilli Hüdepohl schied zum 1. Juni 1947 aus dem Dienst, Ursula Klussmann verstarb am 10. Juni 1947, Gisela Hetmeier schied am 21. August 1948 aus dem Dienst, Rudolf Schulz zum 31. März 1950.
So schrumpfte der Personalbestand mit dem 22. August 1948 auf nur noch zwei Kräfte, von Minnigerode und Schulz. Mit dem Ausscheiden von Schulz fungierte Irmgard von Minnigerode bis zum November 1951 als einzige Kraft im Büro weiter als ”Chefdolmetscherin“. Zum 21. September 1951 erhielt sie eine Planstelle als ”Dezernentin für Presse- und allgemeine Kulturangelegenheiten“, zum 23. Januar 1955 als ”Dezernentin für Kulturpflege und Erwachsenenbildung“. Am 28. Februar 1971 trat sie in den Ruhestand (BAT Ib) und verstarb am 9. Dezember 1990.
Bestand
Der Bestand des Dolmetscherbüros der lippischen Landesregierung enthält Entwürfe und Durchschläge von Schreiben, die von der Landesregierung an die britischen Besatzungsbehörden gerichtet wurden. Die Entwürfe sind zunächst zum Teil noch handschriftlich, später überwiegend maschinenschriftlich. Ebenso enthält er Übersetzungen von Schreiben, die von den Militärbehörden an die Landesregierung gerichtet wurden, teilweise Schreiben im Original. Sprachen aller Dokumente im Bestand sind Deutsch und Englisch. Das Material reicht vom 23. August 1945 bis zum 30. April 1948. Bis zum 15. Mai 1946 betrifft es ebenfalls die Verwaltung des Landes Schaumburg Lippe, welches durch den Landespräsidenten Drake bis zu diesem Datum gemeinsam mit dem Lande Lippe verwaltet wurde.
Mit der Etablierung der Entnazifizierung enthält der Bestand seit Juli 1946 auch verstärkt Berichte und Protokolle der deutschen Entnazifierungsausschüsse in Lippe (Einstufung in die Schuldkategorien III-V), sowie entsprechende Entscheidungen und Anfragen der Besatzungsmacht. Mit dem Dezember 1947 verminderte sich diese Art der Korrespondenz stark, da die deutschen Entnazifizierungsausschüssen bis auf die Berufungen zum 1. Dezember 1947 ihre Tätigkeit zunächst einzustellen hatten und die Verantwortung für die Entnazifizierung am 17. Dezember 1947 vom Lande NRW übernommen wurde.
Daneben kommen sehr vereinzelt Schreiben von Privat- und Geschäftsleuten vor, die vielleicht aus Gefälligkeit durch das Büro übersetzt worden sind.
Seiner Natur gemäß handelt es sich bei diesem Bestand um eine Sekundärüberlieferung zu verschiedenen Abteilungen der lippischen Landesregierung (Bestand L 80 I), hier besonders der Abteilung des Inneren (Bestand L 80 Ia), bzw. der Regierung des Regierungsbezirks Detmold (Bestand D 1), hier besonders des Präsidialbüros (Bestand D 1 Bd. 1 ), dessen Bestand auch den Schriftverkehr mit der Militärregierung enthält (”Geschäftsgang und Geschäftsbetrieb und Verkehr mit der Militärregierung“). Die Akten der Entnazifizierungsausschüsse im Regierungsbezirk Detmold befinden sich im Hauptstaatsarchiv Düsseldorf, Abteilung 4: Archiv für Dokumentation (Bestand NW 1055-1077). Lediglich für die Erforschung der Arbeit des Dolmetscherbüros selbst stellt der Bestand eine primäre Quelle dar.
Das Material wurde durch das Dolmetscherbüro selbst provisorisch in eine zeitliche Folge nach Monaten gebracht, ohne eine genaue chronologische Folge einzuhalten. Fehler in dieser Ordnung wurden 1962 durch den Archivangestellten Karl Sundergeld (1894-1967) weitgehend beseitigt, der ein grobes Repertorium erstellte.
Im Dezember 2001 wurde der Bestand durch die Neschen AG (Bückeburg) entsäuert, nachgeleimt und in säurefreien Einschlagmappen verpackt. Dabei wurde eine fortlaufenden Nummerierung der Blätter angebracht. Es erwies sich als zweckmäßig, diese Ordnung beizubehalten, da die Art des Bestandes andernfalls eine Einzelblattverzeichnung notwendig gemacht hätte.
Quellen
D 1 Pr. Pers. Nr. 784 (Personalakte Rudolf Schulz)
D 99 Nr. 1100 (Personalakte Gisela Hetmeier)
D 99 Nr. 9039 (Personalakte Dr. Johannes Pittelkow)
L 80 I Pers. Nr. 754 (Personalakte Lilli Hüdepohl)
L 80 I Pers. Nr. 1077 (Personalakte Hans Lindrum)
L 80 I Pers. Nr. 885 (Personalakte Ursula Klußmann)
L 80 I Pers. Nr. 1315 (Personalakte Martha Peitz)
Personalakte Dr. Irmgard v. Minnigerode (Regierung Detmold)
einzelne Informationen zum Dolmetscherbüro enthalten u.a.:
L 80 I a II Titel 5 Nr. 2
L 80 I Pers Nr. 2330
L 80 I Pers Nr. 2338
L 80 I Pers Nr. 2342
L 80 I Pers Nr. 2403
L 80 I Pers Nr. 2415
L 80 I Pers Nr. 2756
Literatur zur Entnazifizierung:
Lange, I., Entnazifizierung in Nordrhein-Westfalen. Richtlinien, Anweisungen, Organisation (Veröffentlichungen der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen. Reihe C: Quellen und Forschungen, Bd. 2), Siegburg 1976
Krüger, W., Entnazifiziert. Zur Praxis der politischen Säuberung in Nordrhein-Westfalen, Wuppertal 1982
Gerald Kreucher, Detmold am 30.10.2002
Das Findbuch aus dem Jahr 2002 wurde im Oktober 2007 nach VERA konvertiert.
Gahde
8 Kartons = 33 Archivbände 1945-1948. - Findbuch: L 80.02.
Bestand
German
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 14:00 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Ostwestfalen-Lippe
- Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archivtektonik)
- 1. Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Tektonik)
- 1.1. Land Lippe (bis 1947) (Tektonik)
- 1.1.2. Verwaltung, Justiz (Tektonik)
- 1.1.2.2. Allgemeine und innere Verwaltung (Tektonik)
- 1.1.2.2.3. Regierung / Landesregierung (Tektonik)
- Regierung/Landesregierung Lippe - Dolmetscherbüro (Bestand)