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Papst Johannes XXII. inkorporiert wunschgemäß als Entschädigung
für von Gegnern des Papstes erlittene Schäden die Fulder Stadtpfarrkirche
im Zehnt...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1316-1330
1327 Oktober 29
Ausfertigung, Pergament, Bleibulle an Seidenschnur
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum Avinioni IIII Kalendas Novembris pontificatus nostri anno duodecimo
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Papst Johannes XXII. inkorporiert wunschgemäß als Entschädigung für von Gegnern des Papstes erlittene Schäden die Fulder Stadtpfarrkirche im Zehntsteuerwert von 200 Goldgulden dem dortigen Kloster, insbesondere den Abtsgütern (mense ... abbatum). Nach dem Tod des Stadtpfarrers fallen die Einkünfte an das Kloster ohne Berücksichtigung von Rechten des Diözesanbischofs von Würzburg. Dafür stellt der Abt einen Ewigvikar und stattet ihn mit angemessenen Einkünften aus, die ihn in die Lage versetzen, die Abgaben an den Bischof zu leisten und seinen Beherbergungspflichten nachzukommen. Die Stelle ist frei von Reservationen durch den Papst oder seinen Legaten. Ausstellungsort: Avignon. Apostolice sedis providentia. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Bulle: Apostelstempel, Namensstempel)
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Pralle/Richter, Stadtpfarrei, Nr. 4; Regest: Lettres communes de Jean XII (1316-1334), ed. G. Mollat (Paris 1906-1946), Bd. 7, Nr. 30220.
Auf der Rückseite ist rechts oben der Prokurator (Gotfridus de Hunaberg) vermerkt.
Ebenfalls auf der Rückseite der Vermerk (Registrata CCLXXXXVIIII).
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.